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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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API-Sicherheit ist zentral für Open Banking

APIs bringen zwar enorme Vorteile mit sich, führen aber auch zu erheblichen Bedenken bezüglich der Verfügbarkeit und der Sicherheit

API-Sicherheit eine Kombination von Sicherheitskontrollen



Michael Gießelbach, Regional Manager DACH bei Radware

Michael Gießelbach, Regional Manager DACH bei Radware

"Die meisten WAFs verstehen die Unterschiede zwischen APIs und normalen Webanwendungen nicht", Bild: Radware

Schlecht gesicherte APIs stellen global eines der größten Risiken für die Open-Banking-Initiative dar, warnen die Sicherheitsexperten von Radware. Öffentlich zugängliche APIs zwischen den Anwendungen von Banken und Fintechs bilden das Rückgrat des Open Banking, das einen nahtlosen Austausch von Kundendaten zwischen solchen Unternehmen vorsieht, sofern der Kunde zustimmt. Open-Banking-APIs sollen einerseits dem Kunden mehr Möglichkeiten bei der Auswahl von Finanzdienstleistern und andererseits diesen neue Umsatzpotentiale und Kollaborations-Möglichkeiten eröffnen.

Service-Unterbrechung: Nichtverfügbarkeit von API-Diensten aufgrund von Sicherheits-, Netzwerk- und Anwendungskonfigurationsfehlern, API-Denial-of-Service-Angriffen oder Ausfällen der Anwendungs- oder Authentifizierungs-Infrastruktur.

APIs bringen zwar enorme Vorteile mit sich, führen laut Radware aber auch zu erheblichen Bedenken bezüglich der Verfügbarkeit und der Sicherheit:

Fehlendes Vertrauen: Viele Lösungen für Open Banking basieren auf einer reinen Cloud- oder Hybrid-Infrastruktur. Die Migration zu öffentlichen Clouds führt jedoch zu Vertrauensproblemen aufgrund der Inkompatibilität von Sicherheitslösungen, Konfigurationsproblemen in verschiedenen Umgebungen, Fehlkonfigurationen und Problemen mit Anwendungssicherheits-Richtlinien und -profilen.

Erhöhte Angriffsfläche: API-Angriffe verschiedener Art sind relativ häufig. Eine Umfrage von Radware ergab, dass 55 Prozent der Unternehmen mindestens einmal im Monat einen DoS-Angriff auf ihre APIs erleben, 48 Prozent mindestens einmal im Monat eine Form von Injektionsangriff und 42 Prozent mindestens einmal im Monat eine Manipulation von Elementen/Attributen. Zu den weiteren Angriffen gehören API-Authentifizierungs- und Autorisierungs-Angriffe, eingebettete Angriffe wie SQL-Injection, Cross-Site Scripting (XSS) und Bot-Angriffe.

Bot-Angriffe auf APIs: Bei Bot-Angriffen handelt es sich um automatisierte Programme mit Skripten, die in Benutzerkonten eindringen, Identitäten stehlen, Zahlungsbetrug begehen, Inhalte, Preise, Gutscheine oder Daten abgreifen, Spam oder Propaganda verbreiten und Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen.

Datendiebstahl: Viele APIs verarbeiten sensible personenbezogene Daten (PII). Die Kombination aus sensiblen und vertraulichen Informationen in Verbindung mit der mangelnden Transparenz der Funktionsweise dieser APIs und Anwendungen von Drittanbietern ist im Falle eines Verstoßes ein Alptraum für die Sicherheit.

Nicht dokumentierte, aber veröffentlichte APIs: Nicht dokumentierte APIs können versehentlich sensible Informationen preisgeben, wenn sie nicht getestet werden, und sie können offen für API-Manipulationen und die Ausnutzung von Sicherheitslücken sein.

API-Gateways und WAFs reichen nicht aus

Traditionell sind DDoS-Schutz, WAFs und API-Gateways die primären Sicherheits-Tools, die für den API-Schutz eingesetzt werden. Während API-Gateways die Möglichkeit der API-Verwaltung bieten und eine Integration mit Authentifizierungs- und Autorisierungs-Funktionen bieten, sind ihre Funktionen für API-Sicherheit, Bot-Schutz und Webanwendungsschutz entweder begrenzt oder nicht vorhanden. "Aber die meisten WAFs verstehen die Unterschiede zwischen APIs und normalen Webanwendungen nicht", erläutert Michael Gießelbach, Regional Manager DACH bei Radware. "Und selbst wenn sie den Unterschied verstehen, können sie die tatsächlichen Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit APIs nicht untersuchen oder erkennen."

Da die Bedrohungen unterschiedlich sind, erfordert die API-Sicherheit eine Kombination von Sicherheitskontrollen, darunter:

>> API-Zugangskontrollen für Authentifizierung, Autorisierung und Zugangsverwaltung

>> Schutz vor BOT-Angriffen auf APIs

>> Verhinderung von Denial-of-Service-Attacken

>> Schutz vor eingebetteten Angriffen, API-Schwachstellen und API-Manipulationen

>> Verhinderung des Abflusses von PII-Daten und der übermäßigen Offenlegung von Daten

>> Schutz vor Betrug und Phishing

Insbesondere der Schutz von APIs vor automatisierten Angriffen unterscheidet sich von dem Schutz von Web- und Mobilanwendungen, weil das Verhalten der Bots und die Indikatoren unterschiedlich sind. Das Fehlen spezieller Bot-Management-Tools in den meisten Unternehmen erhöht laut Radware das Risiko, dass Hacker erfolgreiche Angriffe über APIs starten, wie z. B. Credential Stuffing, Brute Force und Scraping-Versuche. (Radware: ra)

eingetragen: 16.12.21
Newsletterlauf: 24.02.22

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Datensicherung und Wiederherstellbarkeit

Insider sind weiterhin eine der größten Bedrohungen für Organisation und ihre wertvollen Daten. Um sich vor Datenverlust zu schützen, benötigen Organisationen eine passende Strategie zur Datensicherung, die die Wiederherstellbarkeit aller Daten zu jedem Zeitpunkt ihres Lebenszyklus gewährleistet.

Vorsicht im Umgang mit E-Mails aller Art

Check Point Software Technologies weist auf die Notwendigkeit hin, dass jeder Einzelne der IT-Sicherheit Priorität einräumt, sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben, um das ständig wachsende Risiko von IT-Angriffen abzuwehren. Nach Angaben von Check Point Research (CPR) haben die Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent zugenommen.

Jede Maschine benötigt eine Identität, um sich zu authentifizieren

Nach dem Cyberangriff auf ein australische Telekommunikationsunternehmen stellten investigative Reporter fest, dass das Unternehmen angeblich den öffentlichen Zugang zu der betroffenen API deaktiviert hatte. Ihr Entwicklerportal, das zufälligerweise seit Januar ein abgelaufenes SSL-Zertifikat hat, wodurch APIs nicht vertrauenswürdig sind, war weiterhin zugänglich.

Erste Hilfe bei Hackerangriff: Was Betroffene tun können

Hackerangriffe auf Firmennetzwerke verlaufen häufig still und leise. Bis die ausgenutzte Schwachstelle oder der Schaden erkannt werden, können mehrere Tage bis hin zu einigen Monaten vergehen, warnen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group.

Trainings für Anwender, um Malware besser zu erkennen

Nach einer repräsentativen Studie des Bitcom aus 2021 entstand der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 durch Cyberangriffe ein Schaden von 220 Milliarden Euro, und laut Verizon Data Breach Incident Report sind Anmeldedaten mit über 60 Prozent die begehrteste Datenkategorie bei Sicherheitsverletzungen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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