Digitale Identitäten schützen


Personenbezogene Daten können missbraucht werden, um Cyber-Mobbing zu betreiben
Von Identitätsdiebstahl oder -missbrauch spricht man, wenn personenbezogene Daten für betrügerische Zwecke genutzt werden



Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist gemeinsam mit dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) auf die Risiken und Folgen des Identitätsdiebstahls hin. So können beispielsweise gefälschte Profile in sozialen Medien dazu genutzt werden, Personen bloßzustellen, zu beleidigen oder zu diskreditieren.

Wenige Daten reichen aus
Von Identitätsdiebstahl oder -missbrauch spricht man, wenn personenbezogene Daten für betrügerische Zwecke genutzt werden. Um einer anderen Person online die Identität zu stehlen, bedarf es oftmals nur weniger Informationen wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Adresse, E-Mail-Adresse oder einfach nur eines Fotos der Person. Beim so genannten Phishing zum Beispiel gelangen die Täter an die Daten ihrer Opfer über gefälschte E-Mails. Häufig verfolgen Cyber-Kriminelle mit Identitätsdiebstahl das Ziel, sich auf Kosten der Opfer zu bereichern, sei es durch Überweisungen oder Abbuchungen von Konten oder durch Internetkäufe im Namen ihrer Opfer.

Personenbezogene Daten können aber auch missbraucht werden, um Cyber-Mobbing zu betreiben. Dafür legen die Täter beispielsweise Profile im Namen anderer in sozialen Medien an und verbreiten darüber kompromittierende Nachrichten und Bilder.

Gleichzeitig sind soziale Medien eine reiche Quelle für persönliche Daten, die für den Identitätsmissbrauch genutzt werden können, da viele Menschen dort bewusst oder unbewusst sensible Details über sich preisgeben.

Identitätsdiebstahl erschweren
Hierzu erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm, sagte: "Eine digitale Identität hat heutzutage fast jeder Internetnutzer, doch die weitreichenden Folgen eines Identitätsdiebstahls sind nicht allen bewusst. Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde unterstützen wir daher den Safer Internet Day. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Bürgerinnen und Bürgern Hinweise zum Schutz ihrer digitalen Identität zu geben, damit sie nicht Opfer von Identitätsdiebstahl werden."

Zu den wichtigsten Tipps gehört, in sozialen Netzwerken oder bei der Anmeldung zu E-Mail-Diensten oder Online-Shops nur so viele Daten anzugeben, wie für die Anmeldung zwingend notwendig sind. Ein guter Anhaltspunkt vor der Preisgabe von Informationen ist die Frage, welche persönlichen Informationen man einer fremden Person in einem ersten Gespräch anvertrauen würde.

Dementsprechend sollten in sozialen Netzwerken die Privatsphäre-Einstellungen so vorgenommen werden, dass nur Freunde beziehungsweise direkte Kontakte die Inhalte sehen können. Wie bei Web-Diensten oder der Anmeldung an Mobilgeräte gilt auch hier: Für jedes Profil im Internet sollte ein eigenes, sicheres Passwort verwendet werden, um Kriminellen im Falle eines Datendiebstahls nicht den Zugang zu weiteren Diensten und Profilen zu ermöglichen. Bei der Eingabe von PINs und Passwörtern gilt, ebenso wie beim elektronischen Bezahlen oder dem Abheben am Geldautomaten, darauf zu achten, dass niemand den Vorgang beobachtet und die Information mitlesen kann.

"Auch wenn Cyber-Mobbing kein eigener Straftatbestand ist, vereinen sich darin andere Straftaten, die für die Täter rechtliche Konsequenzen haben", sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender des ProPK. Zu Cyber-Mobbing zählen unter anderem Beleidigung, Bedrohung oder Nötigung mittels Internet. "Wer beim Cyber-Mobbing auch noch die Identität einer anderen Person benutzt, macht sich zusätzlich strafbar." Die Polizei verweist darauf, dass Opfer mit dem Cyber-Mobbing auf keinen Fall allein bleiben sollten, sondern sich anderen oder der Polizei anvertrauen sollten.

Mehr Informationen zum Thema Identitätsdiebstahl:
https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/ID-Diebstahl/id-diebstahl_node.html

Schutzmaßnahmen:
https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/ID-Diebstahl/Schutzmassnahmen/id-dieb_schutz_node.html

Hilfe für Betroffene:
https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/ID-Diebstahl/Hilfe/Hilfe_Betroffene_node.html
(BSI: ra)

eingetragen: 11.03.17
Home & Newsletterlauf: 24.03.17



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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

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Fluch und Segen des Darkwebs

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