Das Ende des Adobe Flash Players

Adobe Flash Player: Malwarebytes Sicherheitsforscher empfehlen dringend Deinstallation

Im Zusammenhang mit dem Adobe Flash Player wurden in der Vergangenheit immer wieder Sicherheitslücken und entsprechende Cyberangriffe bekannt



Adobe kündigte das End-of-life für den Flash Player bereits im Jahr 2017 an. Jetzt wurde der Support endgültig eingestellt. Deshalb empfehlen die Sicherheitsforscher von Malwarebytes jetzt dringend die Deinstallation des Programms. Im Zusammenhang mit dem Adobe Flash Player wurden in der Vergangenheit immer wieder Sicherheitslücken und entsprechende Cyberangriffe bekannt. Das lag daran, dass die Software so verbreitet war, dass sie ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle darstellte. Gleichzeitig basierte sie aber auf einer Version aus dem Jahr 1996. Daher wurde es quasi unmöglich, sie weiterhin zu patchen.

Ratschläge für Flash-Anwender zum Schutz vor Cyberkriminalität

Privatanwender sollten den Adobe Flash Player deinstallieren, da er keine Sicherheitsupdates mehr erhält. Es wird nicht lange dauern, bis ungepatchte Sicherheitslücken ausgenutzt werden. Wenn es also keine legitimen Anwendungsfälle mehr gibt, sollten Nutzer auf keinen Fall dieses Sicherheitsrisiko eingehen. Adobe bietet auf seiner Website Anweisungen zum Entfernen von Flash auf Windows- und Mac-Computern.

Für Geschäftsanwender könnte ein anderes Szenario auftreten, wenn Unternehmen den Adobe Flash Player noch für den internen Gebrauch verwenden. So wie es aussieht, wird es immer schwieriger werden, dies aufrechtzuerhalten, da Adobe seit dem 12. Januar 2021 die Anzeige von Inhalten mit dem Flash Player deaktiviert hat.

Falls eine Website auf das Plugin angewiesen ist, um Inhalte zu entwickeln oder abzuspielen, ist es höchste Zeit, über eine Überarbeitung nachzudenken. Sonst bietet man Cyberkriminellen ein leichtes Eingangstor.

Die gefährlichen Fallen der Cyberkriminellen

Seit Jahren gibt es gefälschte Flash Player-Updates, bei denen es sich in Wirklichkeit um Bundles handelt, die ältere Versionen oder gar keine Flash-Version enthalten. Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes nehmen an, dass diese weiterhin auftauchen werden. Sie könnten sogar noch beliebter werden, da es keine Möglichkeit mehr gibt, legitime Versionen und Updates zu finden.

Auch gefälschte Hinweise für Flash Player-Updates sind denkbar. Möglicherweise sehen Nutzer auch bösartige Kampagnen, die für Alternativen zum Abspielen von Flash-Inhalten werben, doch in Wirklichkeit Malware oder andere potenziell unerwünschte Programme installieren könnten. Weiterhin gibt es einige Exploit-Kits, die es sich zur Aufgabe machen, alle aktuellen Sicherheitslücken in ihr Setup einzubauen, um diejenigen zu Opfern zu machen, die den Adobe Flash Player noch installiert haben.

Die Malwarebytes Sicherheitsforscher raten demnach zur sofortigen Deinstallation des Flash Players und zur Vorsicht im Umgang mit genannten Szenarien. (Malwarebytes: ra)

eingetragen: 22.02.21
Newsletterlauf: 19.04.21

Malwarebytes: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Gesucht: Innovative Security-Start-ups

CyberArk gibt die Gründung von CyberArk Ventures bekannt. Der globale Investitionsfonds in Höhe von 30 Millionen US-Dollar wird Unternehmen unterstützen, die komplexe Sicherheitsherausforderungen mit innovativen Technologien bewältigen. Beteiligt in CyberArk Ventures sind auch die vier Venture-Capital-Investoren Venrock, YL Ventures, Team8 Capital und Merlin Ventures.

Überwachungs- und Reaktionsfunktionen für Cybersicherheitsvorfälle

C2A Security und die Stefanini Group haben eine Zusammenarbeit angekündigt, um der Automobilindustrie eine robuste Cybersicherheitslösung anbieten zu können. Die Zusammenarbeit bietet Erstausrüstern und ihren Lieferanten sowohl Stefaninis fortschrittliche Security Operations Center (SOC)-Services als auch die Cybersicherheitslösung für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus von C2A Security. So soll die Lücke zwischen Produktsicherheit und Sicherheitsüberwachung geschlossen werden.

ReliaQuest übernimmt Digital Shadows

ReliaQuest, US-Anbieterin im Bereich Security Operations und Cybersicherheit, gab die Vereinbarung zur Übernahme von Threat Intelligence-Expertin Digital Shadows für 160 Millionen US-Dollar bekannt. Die umfassende Expertise von ReliaQuest rund um Detection and Response für Cloud-, Netzwerk- und Endpunktumgebungen trifft damit auf das Know-how von Digital Shadows im Bereich Cyber Threat Intelligence (CTI) und Digital Risk Protection (DRP).

BSI und Samsung intensivieren Partnerschaft

Beim Thema sichere mobile Kommunikation (SMK) von Ministerien und Bundesbehörden arbeiten das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und Samsung zukünftig Hand in Hand: Ein von Samsung entwickeltes Java Card Applet soll – in Kombination mit dem auf dem Galaxy Smartphone verbauten embedded Secure Element (eSE) – die bisher verwendete MicroSD-Karte ersetzen, die gegenwärtig für die Datenverschlüsselung und sichere Datenübertragung genutzt wurde.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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