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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Eigenschaften vertrauenswürdiger VPN-Dienste

Augen auf bei der Wahl eines vertrauenswürdigen VPN-Dienstes

Das Virtual Private Network kann dabei unterstützen, Privatsphäre und Datenschutz zu erhöhen – allerdings ist es wichtig, bei der Auswahl des Anbieters kritisch zu sein



Die Nutzung von Virtual Private Networks – kurz: VPN – hat mit der Corona-Krise einen neuen Schub erfahren: Home-Office-Mitarbeitende sollten idealer Weise verschlüsselt und gesichert aufs Unternehmensnetzwerk zugreifen. "VPN-Verbindungen verschleiern den Datenverkehr im Internet und schützen vor unbefugtem Zugriff von außen. Selbst in öffentlichen Netzwerken sind Aktivitäten im Internet dank Virtual Private Network effizient verborgen. Darüber hinaus verschleiern VPN-Nutzende den Aufenthaltsort. Da die Standortdaten vom VPN-Server aus anderen Ländern stammen können, lässt sich der Standort der Nutzenden nicht ermitteln", erläutert Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group wesentliche Vorteile von VPN-Verbindungen.

Das Virtual Private Network kann dabei unterstützen, Privatsphäre und Datenschutz zu erhöhen – allerdings ist es von überaus großer Wichtigkeit, bei der Auswahl des Anbietenden kritisch zu sein. Denn immerhin könnten VPN-Anbietende den Internetverkehr ihrer Kunden sehen. Und ist erst einmal der VPN-Anbieter kompromittiert, ist es auch sein Kunde. "Deshalb muss der erste Schritt sein, sich einen vertrauenswürdigen VPN-Anbietenden auszuwählen. Dabei gibt es VPN-Lösungen nicht mehr nur für stationäre, sondern auch für mobile Geräte, sodass auch der mobile Datenverkehr anonym gehalten werden kann", so Schrenk.

Hardware, Software oder "VPN as a Service"

Tatsächlich gibt es verschiedene Protokolle und Lösungen von Virtual Private Networks. Ihnen allen gemein ist, dass sie eine geschützte Netzwerkverbindung unter Nutzen öffentlicher Netzwerke aufbauen. Zudem müssen sich Nutzende für die verschlüsselten Verbindungen eines VPN authentifizieren. Es gibt jedoch VPN-Lösungen als Hardware, als Software und als Service.

Über Hardwareboxen werden üblicherweise so genannte SSL-VPN-Lösungen realisiert. Ein SSL-VPN baut auf die Standards SSL und TLS. Zugänge vom Home-Office auf das Unternehmensnetzwerk beispielsweise werden via SSL-VPN durch Benutzernamen und Passwort geschützt. Ein HTML5-fähiger Browser ist allerdings Voraussetzung. "Wenn ein Unternehmen mit mehreren Standorten über eigene lokale Netzwerke verfügt, die mit dem Wide Area Netzwerk, kurz WAN, verbunden sind, ist ein Site-to-Site-VPN nützlich. Es verschleiert private Intranets und ermöglicht Nutzenden dieser Netzwerke sicheren Zugriff auf Ressourcen. Allerdings ist die Implementierung komplex und diese VPNs sind nicht ganz so flexibel wie SSL-VPNs."

Eine weitere Art ist das Client-to-Server-VPN, bei dem ein VPN-Client auf dem Rechner installiert werden muss. Ist dies geschehen, können sich Home-Office-Mitarbeitende über eine sichere Verbindung ins Firmennetzwerk einwählen. Sie verbinden sich dabei nicht über den eigenen Internet-Service-Provider (ISP), sondern über den VPN-Anbieter. Sogenannte End-to-End-VPNs verbinden hingegen zwei Clients miteinander. Ein Client befindet sich dabei innerhalb, der andere außerhalb eines Netzwerks. "So können Nutzende beispielsweise direkt Zugang zu einem Server im Netzwerk erhalten. Jedoch wird die Verbindung nicht direkt hergestellt, sondern es wird der Umweg über ein Gateway genommen, mit dem sich die Clients verbinden müssen", so Schrenk.

"Um eine gute VPN-Lösung zu finden, sollten sich Unternehmen wie Nutzende darüber klar werden, was sie von einer VPN-Lösung erwarten. Natürlich muss in erster Linie das Virtual Private Network selbst vor Kompromittierung geschützt sein. Darüber hinaus sollte ein VPN in der Lage sein, die IP-Adresse zu verschlüsseln und verhindern, dass Nutzende Spuren im Internet wie Suchverlauf, Cookies oder dem Internetverlauf hinterlassen. Starke VPN-Lösungen überprüfen außerdem jede Authentifizierung – etwa durch Zwei- oder Multi-Faktor-Authentifizierung", informiert Patrycja Schrenk. Da es zudem zu Unterbrechungen der VPN-Verbindung kommen kann, bei denen dann auch die sichere Verbindung unterbrochen ist, sollten gute VPNs Ausfallzeiten erkennen und vorausgewählte Programme beenden, um die Wahrscheinlichkeit einer Datenkompromittierung zu reduzieren.

Wie alles im Leben hat aber auch die VPN-Medaille zwei Seiten: Es gibt auch Nachteile und Risiken bei der Nutzung eines Virtual Private Networks. "Es kann beispielsweise passieren, dass die VPN-Lösung die Internetgeschwindigkeit reduziert. Das hängt davon ab, wie weit Server und Client voneinander entfernt sind und welche Art von Verschlüsselung genutzt wird. Ich rate deshalb, sich vor dem Entscheiden für oder gegen eine VPN-Lösung über die Qualität der Verbindung zu informieren", so Patrycja Schrenk.

Kostenlose VPN sind keine echte Option

Das Virtual Private Network verfolgt das Ziel, die Privatsphäre von Nutzenden zu schützen – je nach Anbietenden kann jedoch auch eher das Gegenteil erreicht werden. Wer den falschen VPN-Anbieter auswählt, verbessert sich bezüglich des Datenschutzes nicht unbedingt. "Gerade kostenfreie Angebote sollten kritisch betrachtet werden. Hier ist ausreichend Recherchen im Voraus notwendig, beispielsweise über die hinter der VPN-Lösung stehende Technik, über die Entwickler und Erfahrungen von Nutzenden. In aller Regel bestehen Risiken aber nicht beim VPN-Verfahren selbst, sondern bei den Anbietenden. Deshalb ist eine ausführliche Vorauswahl mitentscheidend", warnt Schrenk. Augen auf aber auch bei den gebührenpflichtigen VPNs: Es gibt zwischen den Anbietenden teilweise große Preisunterschiede. "Mein Tipp ist, den Kosten die Leistungen, Testergebnisse unabhängiger Dritter und Nutzerbewertungen gegenüber zu stellen und sich erst dann zu entscheiden", ergänzt Schrenk.

Auch die IP-Adresse muss verschleiert werden!

Eines der bedeutendsten Risiken bei VPNs ist, dass Diensteanbietende die IP-Adresse nicht verbergen. "In solchen Fällen spricht man von IP-Adressen-Leaks. Server und Geräte, mit denen Nutzende kommunizieren, können über die IP-Adresse herausfinden, dass Nutzende die Quelle des Datenverkehrs sind. Verschleiert die VPN-Lösung hingegen zuverlässig die IP-Adresse, wird der VPN-Dienstanbietende als Quelle des Datenverkehrs verstanden und die Identität von Nutzenden geschützt", informiert Patrycja Schrenk.

Webbrowser-Plugins sind keine Virtual Private Networks

Die kommerziellen Virtual Private Networks verzeichneten im ersten Halbjahr 2021 rund 41.000 Angriffe. "Das sind erschreckende Zahlen, die zeigen, dass die gewählte VPN-Lösung bestimmt, wie hoch das Maß an Privatsphäre und Sicherheit ausfällt. Werden beispielsweise einfach Webbrowser-Plugins als Virtual Private Network verwendet, kann das ins Auge gehen. Denn dahinter verbergen sich lediglich die IP-Adresse maskierende Web-Proxys. Echte und verschlüsselte VPN-Tunnel bauen diese Plugins nicht auf", so Patrycja Schrenk.

Die IT-Sicherheitsexpertin gibt außerdem zu bedenken, dass ein VPN nur ein Teil der Sicherheitstools im Unternehmen ausmacht: "Mittels VPN wird nur der Datenverkehr im Internet geschützt und anonymisiert. Die VPN-Verbindung schützt weder vor Hackern noch vor Ransomware." (PSW Group: ra)

eingetragen: 18.06.22
Newsletterlauf: 08.08.22

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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