Sechs Tipps zur Abwehr von Phishing-Angriffen


Neue Studie von F5 Labs zeigt Zunahme von Phishing und App-Schwachstellen
Schwachstellen in Netzwerken und unzureichend geschützte Anwendungen können interne Informationen wie Servernamen, private Netzwerkadressen, E-Mail-Adressen und sogar Benutzernamen preisgeben



Phishing wird weltweit zur einfachsten und produktivsten Angriffsmethode von Cyberkriminellen. Das zeigt die neue Studie "Lessons Learned from a Decade of Data Breaches" (Threat Intelligence Report, F5 Networks, 2017) von F5 Labs. Demnach ist diese Methode bereits für fast die Hälfte aller Vorfälle von Datendiebstahl verantwortlich (48 Prozent). Es folgen Credential Stuffing (18 Prozent) eine Folge von Phishing und anderen Angriffen, die Identitätsdaten sammeln sowie Schwachstellen in Webanwendungen (18 Prozent). Diese Ergebnisse werden durch Zahlen der Anti-Phishing Working Group (APWG) bestätigt.

"Hacker setzen Social Engineering und Phishing weltweit in großem Stil erfolgreich ein", sagt Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5 Networks. "Damit greifen Cyberkriminelle mühelos auf umfangreiche Daten über Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu. In den meisten Fällen bilden Anwendungen den primären Einstiegspunkt. Über eine Schwachstelle finden Angreifer ihren Weg durch das Netzwerk und stehlen Daten. Unternehmen müssen die richtigen Schritte durchführen, um Risiken zu reduzieren. Dazu gehören eine angemessene Schulung ihres Personals, die Sensibilisierung für das Verhalten beim Online-Sharing sowie die Durchführung von Penetrationstests."

Auf Basis der Ergebnisse empfiehlt F5 sechs Verhaltensweisen, damit Unternehmen die Gefahr durch Phishing eindämmen können:

1. Vorsicht beim Datentausch: Social-Media-Plattformen erleichtern es Nutzern, persönliche Daten auszutauschen. Diese können jedoch sensible Einblicke in ihre Arbeit enthalten. Unternehmen müssen daher ihre Mitarbeiter regelmäßig sensibilisieren, dass sie verantwortungsvoll mit den Angeboten umgehen.

2. Web-Inhalte regelmäßig prüfen: Angreifer nehmen bestimmte Unternehmen ins Visier, indem sie Mitarbeiterdaten auf Websites abrufen. Informationen wie Besitzverhältnisse, Einreichungen für die Börsenaufsicht, Gerichtsverfahren und Social-Media-Daten lassen sich für bösartige Zwecke nutzen. Daher sollten Unternehmen regelmäßig prüfen, ob ihre Websites und Social-Media-Auftritte für Hacker verwertbare Informationen enthalten.

3. Das Netzwerk sichern: Schwachstellen in Netzwerken und unzureichend geschützte Anwendungen können interne Informationen wie Servernamen, private Netzwerkadressen, E-Mail-Adressen und sogar Benutzernamen preisgeben. Sicherheitsteams müssen regelmäßig prüfen, ob ihre Netzwerke so konfiguriert sind, dass sie das Risiko von Datenlecks minimieren.

4. Maulkorb für Apps: Viele Anwendungen werden nicht gemäß "Security by Design" erstellt und bestehen oft aus Bibliotheken und Frameworks. Einige Komponenten können Hinweise auf das Entwicklungsteam und organisatorische Prozesse enthalten. Dies ist unbedingt zu vermeiden.

5. E-Mail-Header checken: E-Mail-Header sind eine hervorragende Quelle für Informationen zur Konfiguration. Angreifer senden häufig E-Mails, um IP-Adressen, die Mailserver-Software oder die Versandart zu identifizieren. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter regelmäßig auffordern, keine Mails von unbekannten Absendern zu öffnen.

6. Nicht selbstgefällig werden: Durch Schulungsprogramme können Mitarbeiter besser nachvollziehen, wie leicht ihre Online-Informationen gehackt werden können und welche Auswirkungen ein Betrug hat. Regelmäßige Updates, obligatorische Compliance-Maßnahmen und praxisbezogene Online-Kurse können zum Aufbau einer besseren Sicherheitskultur beitragen.
(F5 Networks: ra)

eingetragen: 20.11.18
Newsletterlauf: 27.11.18

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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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