Ganzheitlicher Schutz für alle Umgebungen

Warum Data Loss Prevention-Lösungen für eine umfassende Sicherheitsstrategie erweitert werden müssen

Im Zuge der Pandemie veränderte sich der Arbeitsalltag für die meisten Unternehmen jedoch schlagartig, was die Gewährleistung der Datensicherheit erschwerte



Data Loss Prevention (DLP)-Lösungen sind nun schon seit mehr als zehn Jahren ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie vieler Unternehmen. Was zunächst als Nischen-Technologie im Militär begonnen hat, wird heute von den meisten Unternehmen eingesetzt, um den Verlust sensibler Daten zu vermeiden. Zweifellos stellen DLP-Lösungen auch weiterhin ein wertvolles Tool zum Schutz kritischer Informationen dar. Allerdings hat sich die IT-Landschaft innerhalb der letzten zehn Jahre stark verändert und ein Aspekt spielt dabei besonders im Bereich Cyber-Sicherheit eine entscheidende Rolle: die Cloud. Warum DLP-Lösungen beim Schutz der Daten in der Cloud nicht mehr ausreichen, erklärt Tanja Hofmann, Lead Security Engineer bei McAfee.

Unternehmen müssen heute mit Unmengen von Daten jonglieren und viele davon enthalten sensible Informationen zu Geschäftsprozessen, Mitarbeitern und Kunden. Dadurch sehen sie sich zwei Herausforderungen gegenüber: Zum einen gilt es diese sensiblen Informationen so gut wie möglich zu schützen. Viele der Daten enthalten wertvolles geistiges Eigentum der Unternehmen, aber auch private Informationen von Mitarbeitern, wie medizinische oder finanzielle Einblicke. Solche Daten stellen für Cyber-Kriminelle ein besonders attraktives Ziel dar. Unabhängig davon, müssen Unternehmen aber auch gewisse Datenschutzrichtlinien wie zum Beispiel die DSGVO einhalten. Zum anderen muss man sich für den Schutz solcher Informationen zunächst einen Überblick über alle Datensätze verschaffen, um überhaupt einordnen zu können, wo die sensiblen Daten liegen. Bei riesigen Infrastrukturen und verstreuten Informationen ist das oftmals gar nicht so leicht. Und hier kommen die Fähigkeiten von DLP-Lösungen ins Spiel.

Richtlinien schaffen

Data Loss Prevention setzt an den beiden nachfolgenden Stellen an: Die Technologie identifiziert die kritischen Daten und überwacht den Zugriff auf diese anhand von Sicherheitsregeln sowie doppelter Authentifizierung von Nutzern. Um die sensiblen Daten aufzuspüren, setzen DLP-Lösungen zunächst sogenannte Agentenprogramme ein. Diese greifen auf unterschiedliche Technologien zurück, wie zum Beispiel Daten- oder Dokumentenabgleich oder statistische Analysen mithilfe von Maschinellem Lernen. Zum umfassenden Schutz der sensiblen Daten werden Richtlinien festgelegt, die in die DLP-Lösung implementiert werden. Diese umfassen sowohl Berechtigungen für Hardware, also beispielsweise das Lesen oder Schreiben auf Wechselmedien, als auch für Software, mit der sich Identitäts-Management, Verschlüsselung oder Monitoring durchführen lassen. Gleichzeitig verhindern DLP-Lösungen durch entsprechende Zugriffskontrollen auch, dass Mitarbeiter sensible Daten unwissentlich mit anderen teilen und verbreiten.

Im Zuge der Pandemie veränderte sich der Arbeitsalltag für die meisten Unternehmen jedoch schlagartig, was die Gewährleistung der Datensicherheit erschwerte: So ergab beispielsweise der aktuelle Report von McAfee, dass die Cloud-Nutzung in den ersten Monaten nach Covid-19 um 50 Prozent gestiegen ist. Unternehmen arbeiten also vermehrt in der Cloud, aber nur lediglich 36 Prozent der Unternehmen können ihre DLP-Lösungen in der Cloud umsetzen. Werden diese DLP-Lösungen also nicht in die Cloud erweitert, kann diese zum Einfallstor für Cyber-Kriminelle werden.

Hatte ein Angreifer durch gestohlene Login-Daten Zugriff auf einen Account, so musste er erstmal eine Verbindung in das Netzwerk bekommen, um über diesen Account Zugriff zu erhalten. Bei Anwendungen in der Cloud entfällt aber diese Hürde, so dass hier andere Mechanismen wie eine CASB-Lösung genutzt werden müssen. Um Sicherheitsrichtlinien lückenlos durchzusetzen, müssen Unternehmen also auch den Zugriff auf Cloud-Anwendungen schützen. Abhilfe schaffen hier Cloud Access Security Broker (CASB)-Lösungen. Diese überwachen die Informationsströme sowohl aus On-Prem-, als auch aus Cloud-Umgebungen und können die lokal agierenden DLP-Richtlinien in die Cloud übertragen. Somit das IT-Team Regeln und Richtlinien erstellen, die für die gesamte hybride Umgebung gelten.

Unternehmen müssen also eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie verfolgen, die einen „Device-to-Cloud“-Schutz sämtlicher Daten bietet. Solch eine Strategie umfasst den kombinierten Einsatz von DLP-Tools, CASBs sowie Cloud-basierten Secure Web Gateways (SWGs) und ermöglicht Unternehmen das Aufbauen einer leistungsfähigen, datenzentrischen Verteidigung – von jedem Endgerät bis hin zu jedem Cloud-Service. (McAfee: ra)

eingetragen: 29.10.20
Newsletterlauf: 14.10.20

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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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