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Die Unterschrift im digitalen Zeitalter


Warum digitale Signaturen und Siegel für die AEC-Branche so wichtig sind
Die Krux mit der Sicherheit: Digitale Signatur ist nicht gleich digitale Signatur



Von Lea Toms, EMEA Marketing Managerin bei GlobalSign

Ungeachtet des digitalen Zeitalters ist die Planungs- und Bauindustrie nach wie vor eine papierintensive Branche. Gerade, wenn es um Druck und Ablage von großformatigen Plänen für Genehmigungen geht. Zahlreiche Unternehmen in der Architektur, Ingenieur- und Bauwesen-Branche (kurz AEC) haben zwar inzwischen elektronische Arbeitsabläufe eingeführt. Eine Komponente tendiert aber nach wie vor dazu, in der Papierwelt stecken zu bleiben: die Signatur.

Viele verlassen sich lieber auf Ausdrucken und handschriftlich persönliches Unterschreiben.
"Ein typisches Bauvorhaben in einem Umfang von 100 Millionen Dollar erzeugt 150.000 einzelne Dokumente: Technische Zeichnungen, Verträge/juristische Dokumente, Bestellungen, Auskunftsverlangen und Pläne". (Quelle)
Selbst, wenn man nur ein Viertel davon unterschreiben müsste (angesichts der oben aufgeführten Art der Dokumente eine eher konservative Schätzung) wären das immer noch 37.500 Dokumente - für ein einziges Projekt! Wenn diese Dokumente ausgedruckt und unterschrieben sind, müssen sie noch an den Empfänger übermittelt werden. Das treibt die Kosten weiter in die Höhe. Die "AEC-Branche gibt geschätzte 500 Millionen Dollar und mehr pro Jahr dafür aus, Pläne mit Kurierdiensten (...) von einem Fachbereich in den nächsten zu transportieren." (Quelle)

Gemeinkosten senken
Ein typisches Bauvorhaben produziert Zehntausende von Einzeldokumenten. Aber nicht nur den immensen Papierverbrauch kann man mithilfe digitaler Signaturen erheblich senken. Auch bei anderen Gemeinkosten lässt sich sparen. Die Kostensenkungen, die mit einer Umstellung auf digitale Signaturen verbunden sind, sind erheblich. Vor allem, wenn man sämtliche Ausdrucke, Kopien, Kurierdienste, Archivierung und so weiter mit berücksichtigt. Andere, weniger offensichtliche Kosten entstehen durch das Wechseln zwischen elektronischen Prozessen und papierbasierten Arbeitsabläufen. Die manuelle Wiederaufnahme, aufgrund eines sozusagen zweigleisigen Verfahrens mit Papier und elektronischen Dateien plus Entwurfsänderungen in Papierform (von externen Partnern), wird in der Entwurfsphase auf ein Kostenvolumen von 463 Millionen Dollar und 28 Millionen Dollar in der Bauphase geschätzt.

Projektzeitpläne verkürzen
Neben den Kosten spielt der Faktor Zeit auf Projektplanebene eine wichtige Rolle. Es kostet Zeit ein Dokument auszudrucken, den notwendigen Unterzeichner zu finden, dann das Dokument zu scannen und per E-Mail oder Post an den Empfänger zu senden ... und dabei ist noch nicht berücksichtigt, das vielleicht mehrere Unterschriften benötigt werden, gerade in der Architektur- und Baubranche absolut üblich. Schätzungen zufolge könnte man mit einem nahtlos ablaufenden elektronischen Prozess die Zeitpläne um bis zu 10 Prozent komprimieren (Quelle).

Inzwischen gibt es aber offenkundig Fortschritte was die Nutzung von digital signierten und versiegelten Dokumenten anbelangt. Um die Vorteile einer digitalen Signatur in die Praxis umzusetzen, akzeptieren inzwischen immer mehr Bau- und polizeiliche Behörden digital übermittelte Dokumente zur Planprüfung und Freigabe. Trotzdem wissen viele Architekten und Bauunternehmer nicht ausreichend darüber Bescheid, wo überall digitale Signaturen und Siegel anstelle von physisch gestanzten Siegeln (auch bekannt als "wet seals") erlaubt sind. Einige Länder sind in dieser Hinsicht Vorreiter, etliche weitere schließen sich diesem Trend an, und auch staatliche Gremien ziehen nach. Allerdings sind eine Reihe von Verordnungen zu berücksichtigen. Sie rücken die beiden Themen Vertrauen und Identität bei elektronischen Transaktionen in den Vordergrund. Zu diesen Richtlinien zählen eIDAS, FDA CFR 21 Part 11 und die US-amerikanischen Anforderungen für Architektur und Technik. Sie haben die Nachfrage nach vertrauenswürdigen, hochsicheren digitalen Signaturen befeuert.

Die Krux mit der Sicherheit: Digitale Signatur ist nicht gleich digitale Signatur
Es ist wichtig zu wissen, dass "elektronische Signatur" ein Oberbegriff ist, der NICHT mit einer echten "digitalen Signatur" gleichzusetzen ist. Einfache E-Signaturbilder, die von einem Unterzeichner in Dokumente eingefügt werden, sind keine Gewähr, dass die digital signierten oder versiegelten Dokumente nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt nach ihrer Erstellung verändert worden sein könnten. Eine echte digitale Signatur basiert auf kryptographischer Technologie, bei der die Identität des Unterzeichners von einem Dritten überprüft wird.

Komplex und kompliziert?
Die gängigste Option, digitale Signaturen in eine Dokumentenplattform zu integrieren, besteht seit Jahren darin, die komplexen kryptografischen Komponenten zusammenzustellen und die Integration im Wesentlichen intern aufzubauen. Dazu zählen:

>> Signaturzertifikate - Ausgestellt auf die Identitäten des verifizierten Signaturgebers. Sie werden zum Einfügen der Signatur verwendet.

>> Widerrufdienste (z. B. OCSP, CRL) - Sie prüfen den Status/die Gültigkeit der Signaturzertifikate.

>> Zeitstempeldienste - Anstatt sich auf die lokale Systemuhr zu verlassen, kann der Zeitstempel eines Drittanbieters in die Signatur eingebettet werden, um mehr Sicherheit dazu zu bieten, wann die Signatur tatsächlich eingefügt wurde. Technisch ist das bei einer digitalen Signatur nicht erforderlich, aber man braucht den Zeitstempel oft, um Branchen- und Rechtsvorgaben zu erfüllen.

>> Kryptografische Hardware - (normalerweise Hardware-Sicherheitsmodule (HSMs), die entweder vor Ort installiert und gepflegt oder von einem Dritten gehostet werden) zum Speichern und Schützen der privaten Schlüssel der Signaturgeber.

>> Mitarbeiter mit Kryptografie- und PKI-Kenntnissen - Zum Einrichten und Pflegen der Integrationen und Hardware.

Jede einzelne dieser Komponenten muss beim Einfügen einer Signatur separat mit separaten API-Aufrufen an die betreffende Plattform zurückgesendet werden. Das ist so aufwendig wie es klingt. Das für solche Integrationen benötigte kryptografische Wissen ist zudem nicht ganz unerheblich.

Cloud-basierte Plattformen unterstützen existierende Workflows
Cloud-basierte Dienste sollen hier Abhilfe schaffen. Sie liefern alle Komponenten, die man für eine einfache Bereitstellung digitaler Signaturen auf der betreffenden Plattform braucht. Investitionen in Hardware und komplexe eigene Entwicklungen entfallen. Zudem lassen sich moderne Services praktisch beliebig skalieren und digitale Signaturfunktionen in jedem Workflow flexibel einsetzen.

Was für die betreffenden Unternehmen innerhalb der AEC-Branche besonders ins Gewicht fällt: Sie müssen kein eigenes kryptografisches und PKI-Know-how aufbauen oder große Investitionen und Entwicklungskosten tätigen.

Cloud-basierte Dienste bieten:
>> Mehr Flexibilität bei Signieridentitäten -
Bei HSM-Bereitstellungen werden im Allgemeinen nur Identitäten auf Unternehmens- oder Abteilungsebene unterstützt. Es gibt aber Dienste, die auch individuelle Identitäten unterstützen, so dass Mitarbeiter oder Kunden in ihrem eigenen Namen signieren können.

>> Skalierbar Wenn man expandiert, erfordern separat bezogene Bereitstellungen meist zusätzliche HSM-Partitionen und Konfigurationen. Bei Cloud-basierten Diensten skaliert die Lösung mit dem Wachstum des Unternehmens.

>> Wer verwaltet die privaten Schlüssel? - Bei HSM-Bereitstellungen ist der Dienstanbieter für die Verwaltung privater Schlüssel verantwortlich. Dies bedeutet in der Regel Investitionen in und Pflege von on-premises HSMs (mit Backup). Oder man findet einen Cloud-HSM-Anbieter, muss dann aber komplexe Integrationen in die bestehende Plattform einkalkulieren. Aktuelle Dienste erledigen das über eine REST-API und brauchen keine internen Ressourcen.

>> Standardmäßig hohe Verfügbarkeit - HSM-Bereitstellungen kommen nicht ohne zusätzliche, redundante Auslegung aus, was die Kosten in die Höhe treibt. Cloud-basierte Dienste sind standardmäßig hoch verfügbar.

>> Best-Practices-Anforderungen - Wenn Trust-Programme (z. B. Adobe Approved Trust List [AATL]) ihre Anforderungen aktualisieren, neue Vorschriften in Kraft treten oder HSM-Anbieter neue Hardware und Firmware veröffentlichen, werden Cloud-Dienste entsprechend aktualisiert. Zusätzliche Entwicklungsinvestitionen bleiben überschaubar und das Unternehmen richtlinienkonform.

Fazit
Unternehmen aus der Architektur- und Baubranche profitieren von der Nutzung digitaler Signaturen. Signaturfunktionen, die sich in die eigene Dokumentenmanagement-Plattform integrieren lassen, machen es leichtr, innerhalb bestehender Prozesse vertrauenswürdige, konforme Signaturen hinzuzufügen. Durch die Nutzung eines Zertifikats werden Dateien von beispielsweise Adobe und Microsoft Office als vertrauenswürdig eingestuft. Der Benutzer kann echte digitale, zeitgestempelte Signaturen und Siegel erstellen, die vom Unterzeichner stammen und verifiziert werden. Und man muss kein Experte für Kryptografie und Public Key Infrastructure sein.
(GlobalSign: ra)

eingetragen: 15.12.19
Newsletterlauf: 23.01.20

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Zugangsdaten sind stets gefährdet

Wenn es um Passwörter geht, bieten Unternehmen durch ihre Online-Präsenz eine breite digitale Angriffsfläche, die Cyberangreifer auf verschiedene Arten durchbrechen können. Gelingt es ihnen, valide Zugangsdaten eines Accounts zu erbeuten, können sie die gekaperte Identität nutzen, um wertvolle Daten zu entwenden oder in Unternehmensumgebungen weiteren Schaden anrichten. In einer zunehmend von Remote Work geprägten Arbeitswelt erhält die Sicherheit sowie die Glaubwürdigkeit digitaler Identitäten neue Relevanz. Ähnlich wie physische Identifikationsformen müssen auch digitale zuverlässig vor Missbrauch, Diebstahl und Betrug geschützt werden. Der digitale Fingerabdruck und sämtliche Spuren, die Nutzer und Organisationen im Internet hinterlassen, ist jedoch höchst individuell und überaus vielfältig. Dies macht den Schutz von Identitäten sowie die Sicherung von digitalen Unternehmens-Assets durch unberechtigten Zugriff höchst komplex. Für Unternehmen, die große Mengen an Kundendaten sammeln und speichern, sind Datensicherheit und Markenreputation eng miteinander verbunden. Ein vertrauensvoller Umgang ist ein wesentlicher Bestandteil von Geschäftsbeziehungen. Diese Eigenschaft wird auch im digitalen Kontext durch datenschutzrechtliche Regularien gestärkt. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) setzt Unternehmen einen engen Rahmen für den Umgang mit personenbezogenen Daten und schützt die Rechte von Privatpersonen mit Auskunfts- und Benachrichtigungspflichten für die verarbeitenden Unternehmen. Verstöße gegen die Sorgfaltspflicht gegenüber Kundendaten oder der Verlust derselben sind für Unternehmen bußgeldbewehrt. Eine Erfahrung, die eine Hotelkette machen musste: Cyberkriminelle hatten die Accounts zweier Mitarbeiter gehackt und konnten so auf die Konten der Hotelgäste zugreifen. Da dieser Sicherheitsverstoß über Jahre unentdeckt blieb, beläuft sich die Zahl der geschädigten Verbraucher auf über 300 Millionen. Das britische Information Commissioner’s Office (ICO) verhängte dafür ursprünglich eine Strafe von über 110 Millionen Euro, welche auf Grund der umfassenden Kooperationsbereitschaft der Hotelkette und unter Berücksichtigung anderer Urteile auf 20 Millionen herabgesetzt wurde.

Wert der Dokumentation für nachhaltige Datenarchitekturen

Dokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil jeder nachhaltigen Datenarchitektur, jedoch wird sie von Entwickler-Teams, die noch mit manuellen Prozessen arbeiten, aus praktischen Gründen oft vernachlässigt. Denn Entwickler stehen unter ständigem Termindruck und werden eher nach dem Code beurteilt, den sie produzieren, als danach, wie gut sie ihn dokumentieren. Pseudo-agile Strategien sind heute im Data Warehousing üblich. Oft arbeiten Teams in Sprints mit SCRUM-Meetings und ähnlichem. Allerdings tippen die meisten Entwickler immer noch jede Codezeile von Hand und arbeiten mit ETL-Technologie aus den 90er Jahren. Während die Fristen und Iterationen, die sie einhalten müssen, auf agile Zeitrahmen ausgerichtet sind, sind die Werkzeuge und Methoden, die sie verwenden, nicht agil, was sie von Anfang an in einen großen Nachteil bringt. Nur selten wird bei der Definition von Sprints ausreichend auf die Dokumentation geachtet. Unter diesen Einschränkungen stehen die Entwickler immer unter Zeitdruck und müssen Abkürzungen nehmen, um ihren Code abzuliefern. Die Dokumentation ist dabei stets das erste, was vernachlässigt oder ganz fallen gelassen wird.

Produktsicherheit im Fokus

In den letzten Jahren sind aus gutem Grund immer mehr Gerätehersteller dazu übergegangen, die Produktsicherheit stärker in den Fokus zu rücken. Dazu zählt auch, den Aufbau eines Product Security Incident Response Teams (PSIRT) in die strategische Planung einzubeziehen, um das Risiko eines erfolgreichen Exploits zu senken. Unternehmen, die vernetzte Produkte und IoT-Geräte entwickeln, sind sich inzwischen deutlicher bewusst, dass sie für die Sicherheit ihrer Produkte verantwortlich sind. Gesetzliche Vorgaben, der Gedanke an eventuelle Wettbewerbsvorteile oder die Tatsache, selbst schon Opfer eines Vorfalls geworden zu sein, befeuern solche PSIRT-Initiativen zusätzlich. Die Bereitschaft, Budgets und Ressourcen bereitzustellen wächst. Trotzdem sollte man einige grundlegende Voraussetzungen nicht außer Acht lassen, wenn man sich an den Aufbau eines solchen Teams macht. Im Wesentlichen sind es vier Schritte: Die zentrale Frage ist, wer sollte das PSIRT aufbauen und leiten. In vielen Fällen denkt die Führungsebene dabei als erstes an den CISO/CSO. Sozusagen der natürliche Verantwortliche für die gesamte Cybersicherheit. Er kennt die Bedrohungslandschaft, er stellt sicher, dass die richtigen Tools zum Einsatz kommen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und generell zu senken, und er sorgt dafür, dass Systeme und Daten geschützt sind. Das allein sind außerordentlich anspruchsvolle und vielfältige Aufgaben.

Gesichter mit Smileys verdecken oder verpixeln

Urlaub am Strand oder Baggersee und die gemeinsamen Familienerlebnisse auf Fotos verewigen – das wünschen sich zurzeit viele Menschen. Aber ist es wirklich sicher, Bilder von Kindern und Jugendlichen über Messenger-Dienste oder Social-Media-Plattformen zu teilen? Worauf Eltern achten sollten, damit die Urlaubsfotos keine bösen Überraschungen nach sich ziehen, verrät Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der eco Beschwerdestelle. "Es ist völlig nachvollziehbar, dass Eltern im Urlaub Fotos von ihren Kindern machen und diese auch Anderen zeigen möchten", so Koch-Skiba. "Doch entscheidend dabei ist, was auf den Bildern zu sehen ist und mit wem beziehungsweise auf welchen Plattformen sie geteilt werden."

Proaktive Überwachung weitaus effektiver

Einzelne Ereignisse und Veränderungen in Unternehmensnetzwerken können weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen, die sich auf die gesamte IT-Infrastruktur auswirken. Netzwerk-Teams sollten daher nicht nur Performance und Verfügbarkeit überwachen, sondern auch auf ein umfangreiches Change Monitoring setzen. Jürgen Lorry, Presales Manager IT Operations Management DACH von Micro Focus, hat dazu drei Tipps zusammengestellt: In heutigen hochkomplexen, dynamischen Netzwerkumgebungen bestehend aus physischen und virtuellen Infrastrukturen, Cloud- und Legacy-Ressourcen, spielt das Change Monitoring eine entscheidende Rolle, um die Ausfallsicherheit der Netzwerke zu gewährleisten. Unternehmen sollten alle Veränderungen im Kontext der Netzwerkleistung erkennen und schnell bestimmen können, welche Auswirkungen sie haben. Wenn eine Änderung zum richtigen Zeitpunkt ordnungsgemäß durchgeführt wird und alle Konfigurationen den Richtlinien entsprechen, gibt es möglicherweise keine negativen Auswirkungen auf die Leistung. Findet jedoch kein Change Monitoring statt, kann es zu einem Kaskadeneffekt mit erheblichem Schaden kommen. Zudem zeigen nicht alle Änderungen an einer Stelle des Netzwerks sofort ihre Auswirkungen, was die Erkennung weiter erschwert. Die Überwachung von Veränderungen kann Netzwerk-Teams dabei helfen, potenziellen Störungen oder Leistungsproblemen zuvorzukommen: Schnelle Erkennung ermöglicht ein schnelles Stoppen kritischer Entwicklungen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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