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Phishing: Worin besteht Inhalt der E-Mail?


Phishing-Angriffe stoppen: So erkennen Sie bösartige E-Mails
Für Außenstehende mag es banal klingen, aber die einfache Frage - "Habe ich mit der E-Mail gerechnet?" würde bereits helfen eine nicht ganz geringe Zahl von Phishing-Angriffen im Keim zu ersticken



Phishing ist nach wie vor eine der größten Gefahren denen Unternehmen sich ausgesetzt sehen. Und das sowohl für die Netzwerk-Sicherheit (95 Prozent aller Angriffe gehen auf erfolgreiche Spear-Phishing-Versuche zurück) als auch in finanzieller Hinsicht (allein in den letzten beiden Jahren haben Unternehmen mehr als 2 Milliarden Dollar durch Phishing und die Folgen verloren). Das Risiko lässt sich allerdings deutlich senken, wenn man sich mit dem Thema näher auseinandersetzt. Je besser sich ein Benutzer mit den Risiken solcher Angriffe auskennt, je mehr Beispiele von Angriffsversuchen er bereits gesehen hat und weiß wie er Angriffsversuche identifizieren kann, desto unwahrscheinlicher ist es, auf solche Attackenhereinzufallen.

Hier sind einige typische Beispiele für Phishing-Kampagnen und einige Tipps, wie man sie erkennt.

Szenario 1: Sie bekommen eine E-Mail von einem Unbekannten

>> Kommt Ihnen die E-Mail-Adresse verdächtig vor?
Einer der wohl wichtigsten Schritte, um eine Phishing-E-Mail zu entlarven ist, einen genauen Blick auf den Absender zu werfen. Noch bevor Sie den Inhalt der betreffenden E-Mail unter die Lupe nehmen, finden Sie heraus wer die E-Mail geschickt hat.

Falls es sich um einen unbekannten Absender handelt, schauen Sie sich die E-Mail-Adresse genau an. Nicht nur den angezeigten Namen, sondern die tatsächliche E-Mail-Adresse und die Domain. Kommen Sie Ihnen verdächtig vor? "Verdächtig" liegt natürlich im Auge des Betrachters, aber typische Merkmale sind falsch geschriebene Wörter, sinnlos aneinander gereihte Buchstaben und Zahlen und oftmals stimmt der angezeigte Name nicht mit der Mailto-Adresse überein.

Beispielsweise eine E-Mail, wie wir sie erhalten haben: Der Name des Absenders macht keinen Sinn und stimmt zudem nicht mit der Mailto-Adresse überein. Außerdem war uns der Domain-Name unbekannt. Insgesamt alles ziemlich verdächtig. Folglich ist es nicht ratsam auf irgendetwas in dieser E-Mail zu klicken. Hätten wir uns allerdings die Adresse nicht genauer angesehen, hätte die vermeintliche Dringlichkeit der Nachricht uns vielleicht doch dazu verleitet: Wenn man die E-Mail ignoriert, können die Dateien auf dem betreffenden Laptop nicht mehr wiederhergestellt werden?! Genau das wollten uns die Angreifer glauben machen. Derartige Ängste zu schüren ist ein beliebtes Mittel um von den Merkmalen abzulenken, die auf eine gefälschte E-Mail hinweisen.

Worin besteht der Inhalt der E-Mail? Haben Sie die E-Mail erwartet?
Wie sieht es aber aus, wenn Sie eine E-Mail von einem unbekannten Absender erhalten, bei dem aber nicht gleich die Alarmglocken schrillen? Je nachdem für welche Art von Unternehmen man tätig ist oder in welcher Position, kommt es durchaus vor seriöse E-Mails von neuen Kontakten zu erhalten.
Anstatt Wege aufzuzeigen, wie Sie erkennen, ob eine E-Mail legitim ist (was meistens von der Situation abhängig ist), befasst man sich besser mit Aspekten, die Sie stutzig werden lassen sollten.

Die E-Mail kam unaufgefordert ein Zeichen, das zunächst alle Phishing-Alarmglocken läuten lassen sollte. Die Firma ist uns nicht bekannt, und erst recht haben wir dort nichts bestellt. Den Anhang werden wir also auf keinen Fall herunterladen.

Für Außenstehende mag es banal klingen, aber die einfache Frage - "Habe ich mit der E-Mail gerechnet?" würde bereits helfen eine nicht ganz geringe Zahl von Phishing-Angriffen im Keim zu ersticken.

Weitere Tipps,woran Sie Phishing-E-Mails von unbekannten Absendern erkennen
Sie können böswillige E-Mails identifizieren, indem Sie auf solche Indikatoren achten:

>> Ungenauer Betreff - kein Hinweis auf eine Bestellnummer, Produktname, usw.

>> Grammatik - das Wort "Bitte" kommt wiederholt vor, Sätze sind umständlich bis unverständlich formuliert

>> Keine persönliche Anrede - als Begrüßung wird nur "Hallo" genutzt, was für eine derart spezifische E-Mail (also keine Massen-Werbe-E-Mail) extrem ungewöhnlich ist

>> Keine Details - sehr allgemeine Formulierungen, keine Angaben zum Produkt oder Service, und es wird kein gemeinsamer Kontakt genannt

>> Dateiname der Name der Rechnung weist nicht auf ein bestimmtes Projekt oder eine bestimmte Firma hin, es werden überhaupt keine Details genannt

>> Andere E-Mail Signatur die E-Mail-Signatur stimmt nicht mit den Absenderdaten überein (z.B. Absender, E-Mail-Adresse)

Szenario 2: Sie erhalten eine E-Mail von jemandem den Sie "kennen"

Wir haben "kennen" in Anführungszeichen gesetzt, weil wir uns in der Vergangenheit schon damit beschäftigt haben wie einfach es istgefälschte E-Mail-Adressen zu erstellen. Es ist wichtig zu wissen, dass Angreifer existierende E-Mail-Adressen leicht imitieren können. Selbst bei bekannten Adressen ist es also immer ratsam, Links und Anhänge nur mit großer Vorsicht zu öffnen.

Um gefälschte E-Mails zu enttarnen, kann man sich also nicht nur auf die Absenderadresse verlassen, aber wie kann man derartige Angriffe dennoch verhindern?

Prüfen Sie die digitale Signatur
Es ist kein großes Geheimnis, dass wir empfehlen alle Unternehmens-E-Mails digital zu signieren. Die digitale Signatur einer E-Mail verbindet die von einem Drittanbieter verifizierte Online-Identität einer Person mit deren E-Mail-Kommunikation. So können Sie digital signierte E-Mails von Ihnen bekannten Personen erhalten und sich sicher sein, dass die E-Mail tatsächlich vom besagten Absender kommt und keine Phishing-E-Mail ist.
Woran erkennen Sie eine digital signierte E-Mail?

Die meisten E-Mail-Clients für Unternehmen zeigen deutlich an, ob eine E-Mail digital signiert wurde. Microsoft Outlook fügt dazu beispielsweise eine rote Schleife hinzu.

Klickt man auf das Symbol, werden zusätzliche Informationen über den Signierenden und das verwendete Zertifikat angezeigt. Sie können die Identität des Signierenden im Detailüberprüfen.

Prüfen Sie den Link immer bevor Sie klicken
Angreifer verstecken böswillige Links gerne im Hypertext. Sie sollten immer die Ziel-Adresse überprüfen (indem Sie z.B. mit dem Mauszeiger darüberfahren) bevor Sie irgendwelche Links klicken. Im vorherigen Beispiel über die Verbreitung des Virus führt der Link zu einer verdächtigen URL "http://globalsign.uk.virus-control.com/...", keine Web-Adresse von GlobalSign...

Plausibilitätsprüfung aller Anhänge
Wie schon erwähnt hilft es, den Anhang aus der Distanz zu betrachten und sich selbst zu fragen, ob es wahrscheinlich ist, dass der Absender Ihnen diese Art von Datei schickt. Sie haben eine E-Mail der Personalabteilung mit einem neuen Plan für eine private Krankenversicherung erhalten, obwohl Sie diese erst vor ein paar Monaten gewechselt haben? Die Finanzabteilung schickt eine Excel-Datei mit dem Ergebnis des ersten Quartals, obwohl das Ergebnis noch nie per Excel-Datei bekannt gegeben wurde? Wenn Sie E-Mails derart hinterfragen wehren Sie bereits viele solcher Angriffe ab.
Seien Sie auf der Hut vor "falschen Freunden"

Phishing-Angriffe sind in den letzten Jahren immer professioneller geworden. Schauen Sie sich zum Beispiel noch einmal die E-Mail über die Virus-Verbreitung an. Zusätzlich zur gefälschten Unternehmens-Adresse, wurden weitere Elemente integriert, die die E-Mail glaubwürdig erscheinen lassen:

>> Eine Domain wurde registriert (virus-control.com), um es glaubwürdig erscheinen zu lassen, dass die bösartige URL tatsächlich zu einem real-existierenden Antiviren-Anbieter gehört.

>> Der Name einer real existierenden Firma, z.B. Kaspersky, ist in die URL mit einbezogen, um den Empfänger in falscher Sicherheit zu wiegen (in der E-Mail oberhalb rot markiert).

>> Die Dringlichkeit der Nachricht die Wichtigkeit wird hervorgehoben, indem Phrasen wie "so schnell wie möglich" im Text vorkommen

Diese Merkmale erschweren es, Phishing-E-Mails zu erkennen und illustrieren warum es so wichtig ist, vor jedem Klick oder Download kurz nachzudenken, ob die E-Mail gefälscht sein könnte.

Im Zweifel nicht klicken!
Falls Sie noch immer unsicher sind, ob die E-Mail seriös ist, empfehlen wir Ihnen im Zweifel lieber übervorsichtig zu sein. Manche Phishing-Versuche können sehr ausgeklügelt sein, mit detailliertem Wissen über den Empfänger und das Unternehmen, was es sehr schwierig macht die Phishing-E-Mail als solche zu erkennen. Es ist nicht verkehrt einen Absender lieber ein Mal mehr zu prüfen bevor man Links anklickt oder Anhänge herunterlädt. Die IT-Abteilung Ihres Unternehmens kann möglicherweise feststellen, ob eine E-Mail sicher ist. Falls Sie Zweifel haben, leiten Sie eine verdächtige E-Mail lieber an Ihre IT/IS-Abteilung weiter ohne Datei herunter zu laden. Sie kann dann geprüft werden, und Sie wissen, ob Phishing-Angriffe gegen das Unternehmen gestartet wurden. (GMO GlobalSign: ra)

eingetragen: 20.08.16
Home & Newsletterlauf: 19.09.16


GMO GlobalSign: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

Supply Chains wirksam absichern

Laut einem Bericht der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) häuften sich in diesem und im vergangenen Jahr Cyber-Angriffe auf Lieferketten. Mario Galatovic, Vice President Products & Alliances bei Utimaco, gibt fünf Tipps, wie sich Unternehmen schützen können. Der Bericht zeigt, dass Hacker ihre Ziele nicht immer direkt angreifen, sondern sich auch Wege über Lieferanten suchen. Bei 62 Prozent der untersuchten Angriffe machten sich die Cyberkriminellen das Vertrauen von Kunden zu deren Lieferanten zunutze. Das zeigt, bei IT-Sicherheit darf man nicht mehr nur das eigene Unternehmen betrachten, sondern muss die gesamte Supply Chain im Blick haben. Es klingt zunächst trivial, doch um Lieferketten schützen zu können, muss man sie im Detail kennen. Wie komplex Supply Chains sein können, zeigt sich oft erst dann, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, wie uns die Coronakrise schmerzlich vor Augen führte. Der erste Schritt zu mehr Sicherheit führt also klar über Supply Chain Visibility.

Unzählige Gründe, die zu DSGVO-Bußgeldern führen

Wenn es um den Datenschutz geht, sind die deutschen Behörden alles andere als zimperlich: Seit Inkrafttreten des Datenschutzgesetzes 2018 hat die Datenschutzbehörde DSGVO-Bußgelder in Höhe von 69 Millionen Euro erlassen – und landet im europäischen Vergleich, direkt nach Italien, auf Rang 2. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. "Ganz offensichtlich läuft auch drei Jahre nach Einführung der DSGVO noch längst nicht alles datenschutzkonform in deutschen Unternehmen", schätzt Geschäftsführerin Patrycja Schrenk. Vor allem seit 2020 stiegen Strafen und Sanktionen empfindlich – sowohl in ihrer Anzahl, als auch in der Höhe der verhängten Bußgelder. So wurden, nach Informationen des Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes, 2019 noch 187 Verstöße gezählt, 2020 hingegen 301. Längst sind nicht nur Großkonzerne wie H&M, Google, oder jüngst: Amazon, betroffen. Das Gros der im drei- bis fünfstelligen Bereich liegenden DSGVO-Sanktionen in 2020 wurde gegen kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine und Soloselbstständige verhängt. "Die DSGVO wurde geschaffen, um Datenkraken das Handwerk zu legen. Doch sie gilt auch für Kleinstunternehmen, kleine und mittelständische Betriebe. Und gerade in dieser Unternehmensgröße kann ein DSGVO-Bußgeld schnell existenzbedrohend werden", mahnt Schrenk zur Einhaltung des Datenschutzgesetzes. Eine DSGVO-Strafe kann für einen Mittelständler schnell existenzvernichtend werden.

Datenrisiko-Report für den Produktionssektor

Wie gut ist die verarbeitende Industrie angesichts steigender Cyberbedrohungen wie gezielten Ransomware-Attacken, staatlich unterstützten Angreifern auf der Suche nach geistigem Eigentum oder böswilligen Insidern aufgestellt? Der neue Datenrisiko-Report für den Produktionssektor von Varonis Systems zeigt ein gravierendes Ausmaß an Exposition interner und sensibler Dateien bei Fertigungsunternehmen. So hat jeder Mitarbeiter durchschnittlich Zugriff auf gut 6 Millionen Dateien (18 Prozent des gesamten Datenbestands), wovon 27.000 sensible Informationen wie geistiges Eigentum, Geschäftspläne und Finanzinformationen enthalten. Im Falle einer Kompromittierung etwa in Folge eines Ransomware-Angriffs sind diese unmittelbar gefährdet. Für den Report wurden insgesamt rund vier Milliarden lokal, in der Cloud sowie in hybriden Umgebungen gespeicherte Dateien im Rahmen von Datenrisikobewertungen bei 50 Produktionsunternehmen weltweit (unter anderem in den USA, Deutschland, Frankreich und UK) analysiert. "Fertigungsunternehmen verfügen über sensible und ausgesprochen wertvolle Daten und werden deshalb immer häufiger zum Ziel von Angriffen. Gerade in jüngster Zeit konnten wir sehen, welche verheerenden Folgen Ransomware gerade auch in diesem Bereich hat und ganze Anlagen außer Betrieb setzen kann", erklärt Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis Systems. "Ein Schlüssel zur Begrenzung des Schadens sind die Zugriffsrechte. Wird ein Nutzerkonto kompromittiert, sind alle Dateien, auf die es zugreifen kann, in akuter Gefahr. Entsprechend gilt es, diesen Explosionsradius auf ein Minimum zu reduzieren."

MDR löst ein echtes Problem

Viele Unternehmen hoffen darauf, für ihre IT-Sicherheit externe Ressourcen an Bord zu holen. Managed Detection and Response, kurz MDR, ist daher eine relativ neue und immer wichtigere Dienstleistung in der Cybersicherheitsbranche. Doch was kann MDR leisten und worauf ist bei der Auswahl eines Dienstes zu achten? Der Artikel gibt dazu drei Ratschläge und fordert Standards für MDR ein: proaktives Handeln, Suche nach Cyberbedrohungen und 24/7-Verfügbarkeit der Dienste. Es gibt zahlreiche verschiedene Definitionen von MDR und welche wohl am besten passt, ist größtenteils eine akademische Frage. Denn Anbieter erbringen MDR-Dienste auf unterschiedliche Weise, was es schwer macht, sie zu kategorisieren und zu vergleichen. Unternehmen und ihre IT-Security setzen jedoch bereits vermehrt auf externe MDR-Dienste, weil sie Mühe damit haben, alleine auf die eigenen Ressourcen aufbauend mit immer mehr und neueren Gefahren Schritt zu halten: Ein durchschnittliches SOC (Security Operations Center) erhält täglich mehr als 10.000 Warnmeldungen. Diese Zahl kann so überwältigend sein, dass viele SOC-Teams tatsächlich weniger als die Hälfte der eingehenden Alarme überhaupt priorisieren können. Den meisten SOC-Teams fehlt nicht nur die Zeit oder Manpower, sondern oft auch das Fachwissen, um eine vollständige Analyse eines Vorfalls durchzuführen, was zu unzureichenden Reaktionen führt. Systeme werden zudem ineffektiv wiederhergestellt. Hier setzt MDR als Dienst an.

Sicherstellung notwendiger Berechtigungen

Unternehmen haben in einer Welt voller Cyber-Sicherheitsbedrohungen viel zu stemmen: Mobile Arbeitsplätze wie das Home-Office wollen genauso abgesichert sein wie die unternehmenseigenen Arbeitsplätze und in beiden Fällen werden unzählige Geräte und Anwendungen genutzt. Blindes oder automatisches Vertrauen würde das Risiko für Datenlecks immens erhöhen – eventuell ausgelöst von Unternehmensinternen, die sich ungeprüft und absolut uneingeschränkt durchs Netzwerk bewegen. "Mit dem Sicherheitskonzept Zero Trust kann es gelingen, die Sicherheit maßgeblich zu steigern. Es basiert auf dem Grundsatz, weder Geräten noch Nutzenden oder Diensten innerhalb sowie außerhalb des eigenen Netzwerks zu vertrauen", rät Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group. Dem Zero Trust-Modell folgend werden selbst Anfragen dann nicht automatisch als vertrauenswürdig eingestuft, wenn sie aus dem Unternehmensnetzwerk kommen: "Das heißt, es werden sämtliche Elemente – also alle Geräte, Dienste und Anwendenden – genauso behandelt, als kämen sie aus offenen und unsicheren Netzwerken. Dem Zero Trust-Prinzip folgend, wird weder authentifizierten Nutzenden sowie Endgeräten noch VPN-Verbindungen getraut – auch wenn sie grundsätzlich als sicher eingestuft werden", verdeutlicht die IT-Sicherheitsexpertin.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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