Hauptbedrohungen in der OT

Sechs Wege, um pharmazeutische Produktionsstätten auf die kommenden Cyber-Bedrohungen im Jahr 2021 vorzubereiten

Die zwei größten Sicherheitsherausforderungen in pharmazeutischen OT (Operational Technology)-Umgebungen sind zum einen die Überprüfung der Sicherheit von Endgeräten, die per Air-Gap (Luftspalt)-Methode abgeschottet sind

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Von Dr. Terence Liu, CEO von TXOne Networks

In der pharmazeutischen Industrie erfordert jede Produktionsanlage und jeder Herstellungsprozess ein besonderes Maß an Sorgfalt. In der letzten Zeit ist dies sogar noch mehr der Fall als sonst, da Angreifer immer schneller aggressive Malware entwickeln, die auf sensible, wichtige Branchen wie die pharmazeutische Industrie und ihre Produktion abzielt. Gerade angesichts der Corona-Pandemie und ihrer noch immer nicht absehbaren politischen, finanziellen und sozialen Folgen, versuchen selbst staatliche Organisationen sich durch illegales Erlangen von Forschungsergebnissen oder Wirkstoffformeln Vorteile zu verschaffen.

So haben etwa laut dem südkoreanischen Geheimdienst sowie dem russischen Sicherheitssoftware-Hersteller Kaspersky nordkoreanische Hacker versucht, illegal an Informationen über den Coronavirus-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Pfizer zu gelangen und hatten es dabei auch auf Daten zur Behandlung einer Corona-Infektion abgesehen. Cyberangriffe durch kriminelle oder terroristische Organisationen stellen gerade für sensible Schlüsseltechnologien wie pharmazeutische Unternehmen ernste Bedrohungen dar. Betriebsunterbrechungen, Ausfallzeiten, verunreinigte Produkte, die Notwendigkeit monatelanger Neu-Evaluierungen, das Auslaufen von Gefahrenstoffen und Datenschutzverletzungen (die zur unfreiwilligen Bekanntgabe von Rezeptur- oder Wirkstoffdaten führen) sind die drohenden Folgen dieser Unsicherheitsfaktoren. Die Stakeholder können und sollten vor den potenziell tödlichen Folgen solcher Vorfälle geschützt werden.

Hauptbedrohungen in der OT

Die zwei größten Sicherheitsherausforderungen in pharmazeutischen OT (Operational Technology)-Umgebungen sind zum einen die Überprüfung der Sicherheit von Endgeräten, die per Air-Gap (Luftspalt)-Methode abgeschottet sind. Bei dieser Methode werden zwei IT-Systeme voneinander physisch und logisch getrennt, die Übertragung von Nutzdaten aber dennoch zugelassen. Zum anderen gilt es, Bedrohungen einzudämmen, die durch Techniker von Drittanbietern verursacht werden, die ihre eigenen Endgeräte in das Netzwerk eines Unternehmens einbringen. Denn wenn Partner, Lieferanten oder Berater zur Wartung der IT vor Ort sind, müssen sie ihre potenziell infizierten Laptops oder USB-Sticks mit dem Netzwerk des Industrial Control Systems (ICS) oder den Produktionsanlagen verbinden. Laut einer aktuellen Umfrage haben 60 Prozent der befragten Unternehmen im Jahr 2020 "Malware-Aktivitäten verzeichnet, die sich von einem Mitarbeiter zum anderen verbreitet haben".

Konventionelle Endpoint Security Lösungen können diese Probleme nicht lösen, da sie für On-Premise IT-Umgebungen entwickelt wurden und für Anwendungsfälle in der Pharmaindustrie nicht geeignet sind. Um die OT-Netzwerke der Pharmaindustrie vor Sicherheitsbedrohungen zu schützen, stellt TXOne Networks, ein führender Anbieter von OT-Sicherheitslösungen, einige Erkenntnisse aus erster Hand vor, was große pharmazeutische Produktionsunternehmen tun können, um die Sicherheit ihrer Produktionsanlagen zu stärken.

Sechs Tipps zur Verbesserung der OT-Sicherheit

Mit diesen sechs Praktiken können die betriebliche Sicherheit verbessert und Produktionsstätten vor möglichen Beeinträchtigungen geschützt werden:

1. Mobil-taugliches Scansystem installieren

Um den aktuellen Zustand der eingesetzten IT besser erfassen zu können, wird eine mobile IT-Sicherheitslösung zum Scannen von Malware benötigt, die zur routinemäßigen Wartung der IT-Systeme von Gerät zu Gerät mitgenommen werden kann, um Bedrohungen so früh wie möglich zu erkennen und zu verhindern, dass sie sich in lokalen Dateien verstecken.

2. Routinemäßige "Log-Only"-Cybersecurity-Checks

Bei sensiblen Produktionsanlagen sollten Unternehmen eine Scan-Lösung einsetzen, die sogenannte "Log-Only"-Scans durchführen kann, bei denen die Ergebnisse lediglich protokolliert und dokumentiert werden. Sicherheitsexperten und IT-Administratoren bevorzugen in der Regel Scanner, die ein Scan-Protokoll erstellen, ohne bei erkannten Bedrohungen sofort Maßnahmen zu ergreifen. Auf diese Weise können sie vermeiden, dass geschäftskritische Programme oder Dateien entfernt werden, und die Unternehmen können bei Bedarf einen maßvolleren Ansatz wählen, um die Bedrohung zu beseitigen.

3. Prüfen auf "Endpunkt-Schwachstellen"

Die bei der Überprüfung der Produktionsanlagen gesammelten Daten können verwendet werden, um zu verstehen, welche Patches und Anwendungen auf jedem einzelnen Endgerät in der Produktion installiert sind, und um nicht gepatchte Geräte, Ressourcen oder Betriebssysteme zu erkennen, deren Produktlebenszyklus abgelaufen ist (sogenannte "End-of-Life Operating Systems"). Dies verbessert die transparente Ermittlung des jeweiligen Status, insbesondere bei eigenständigen IT-Geräten, und vereinfacht den Prozess der Verwaltung eines industriellen Steuerungssystems (Industrial Control System - ICS).

4. Gründliche Plug-and-Scan-Sicherheitsinspektionen

Jedes digitale Endgerät, das vor Ort am Produktionsstandort eingesetzt wird, muss einen Kontrollpunkt durchlaufen, an dem es auf Bedrohungen für die IT-Sicherheit gescannt wird, die sich in seinem Inneren verstecken können. Eine mobile Scanning-Lösung, die einfach und schnell zwischen den jeweiligen Endgeräten ausgetauscht werden kann, ist dafür unerlässlich.

5. Zentrales Protokollieren von Asset-Informationen und Scan-Ergebnisse

Eine werksweite oder sogar unternehmensweite Perspektive macht das Sammeln von Informationen über die Unternehmens-IT zu einem Kinderspiel. Um den Audit-Prozess zu straffen, sollten Pharmaunternehmen ein festes Prüfverfahren ("Audit-Trail") zur Einhaltung der Compliance erstellen. Auf diese Weise können sie allen Beteiligten in der Lieferkette (einschließlich Krankenhäusern, Apotheken und anderen Gesundheitsdienstleistern) auf einfache Weise Sicherheitszeitpläne oder Dokumentationen zum Status der IT zukommen lassen.

6. Nutzen von Security Operation Zentren optimieren

Ein ideales SIEM-System (SIEM - Security Information and Event Management) sollte in der Anwendung so bequem wie möglich sein, indem es zentral organisierte Protokolle und Ereigniserfassung ermöglicht, unabhängig vom Fabrikat der Produktionsgeräte, die ein Unternehmen in Bezug auf IT-Sicherheit untersucht. Die Protokolle sollten sich zum Beispiel leicht in SIEM-Systeme wie etwa QRadar oder Splunk exportieren lassen. Im Idealfall wahrt ein Unternehmen die Datenintegrität und speichert die Daten so, dass sie beispielsweise den Anforderungen der Patientensicherheit bei klinischen Studien und anderen rechtlichen Vorgaben genügen.

Wenn ungesicherte mobile Geräte an einen Produktionsstandort gebracht werden und den IT-Kontrollpunkt eines Unternehmens erreichen, müssen die Sicherheits-Scans schnell und gründlich erfolgen. Aufzeichnungssysteme zum Nachweis der Compliance und zur Überwachung von Produktionsgeräten sollten bequem und so gestaltet sein, dass sie sich gut in die täglichen Arbeitsroutinen einfügen. Jeder Prozess im Sicherheitskonzept eines Unternehmens sollte so einfach und intuitiv wie möglich sein. Ein vielversprechender Weg, diese komplexen und vielfältigen Sicherheitsherausforderungen zu bewältigen, ist der Einsatz von portablen Endpunkt-Sicherheitslösungen zum Schutz der OT-Netzwerke der Pharmaindustrie. Dieser Ansatz funktioniert am besten, wenn die jeweilige mobile Lösung genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten ist.

Fazit

Mobile Sicherheitslösungen, sogenannte Portable Security Lösungen, helfen den Eigentümern und Betreibern von Industrial Control Systems ("ICS") bei der Durchführung von Malware-Scans sowie bei der Erfassung sicherheitsrelevanter Informationen auf Standalone-Computern und in Air-Gapped-Systemen. Diese USB-basierten Lösungen enthalten bereits die benötigte Scan-Software und können so das Erkennen und Entfernen von Malware wesentlich erleichtern, da keine Sicherheits-Software auf den Zielsystemen selber installiert werden muss. So können Pharmaunternehmen bei Bedarf Malware-Scans durchführen, wann und wo immer sie benötigt werden, und müssen sich keine Sorgen über Leistungseinbußen auf den gescannten Geräten machen. So vereinfachen mobile Sicherheitslösungen den Prozess der Sicherheitsüberprüfung und ermöglichen es den Anwendern, ihre Compliance nachzuweisen.

(TXOne Networks: ra)

eingetragen: 06.04.21
Newsletterlauf: 21.06.21

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Meldungen: Unternehmen

Gesucht: Innovative Security-Start-ups

CyberArk gibt die Gründung von CyberArk Ventures bekannt. Der globale Investitionsfonds in Höhe von 30 Millionen US-Dollar wird Unternehmen unterstützen, die komplexe Sicherheitsherausforderungen mit innovativen Technologien bewältigen. Beteiligt in CyberArk Ventures sind auch die vier Venture-Capital-Investoren Venrock, YL Ventures, Team8 Capital und Merlin Ventures.

Überwachungs- und Reaktionsfunktionen für Cybersicherheitsvorfälle

C2A Security und die Stefanini Group haben eine Zusammenarbeit angekündigt, um der Automobilindustrie eine robuste Cybersicherheitslösung anbieten zu können. Die Zusammenarbeit bietet Erstausrüstern und ihren Lieferanten sowohl Stefaninis fortschrittliche Security Operations Center (SOC)-Services als auch die Cybersicherheitslösung für den gesamten Fahrzeuglebenszyklus von C2A Security. So soll die Lücke zwischen Produktsicherheit und Sicherheitsüberwachung geschlossen werden.

ReliaQuest übernimmt Digital Shadows

ReliaQuest, US-Anbieterin im Bereich Security Operations und Cybersicherheit, gab die Vereinbarung zur Übernahme von Threat Intelligence-Expertin Digital Shadows für 160 Millionen US-Dollar bekannt. Die umfassende Expertise von ReliaQuest rund um Detection and Response für Cloud-, Netzwerk- und Endpunktumgebungen trifft damit auf das Know-how von Digital Shadows im Bereich Cyber Threat Intelligence (CTI) und Digital Risk Protection (DRP).

BSI und Samsung intensivieren Partnerschaft

Beim Thema sichere mobile Kommunikation (SMK) von Ministerien und Bundesbehörden arbeiten das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und Samsung zukünftig Hand in Hand: Ein von Samsung entwickeltes Java Card Applet soll – in Kombination mit dem auf dem Galaxy Smartphone verbauten embedded Secure Element (eSE) – die bisher verwendete MicroSD-Karte ersetzen, die gegenwärtig für die Datenverschlüsselung und sichere Datenübertragung genutzt wurde.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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