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Damit Missgeschicke nicht zum Desaster werden


Tipps, wie man im Urlaub einem Datenverlust vorbeugen kann
Verhaltensmaßnahmen, wenn Daten verschwunden sind

(06.10.14) - Die schönste Zeit im Jahr wird von deutschen Urlaubern jedes Jahr mit unzähligen Fotos, aufgenommen mit den unterschiedlichsten Geräten, wie z.B. Handy, Kompakt- oder hochwertiger digitaler Spiegelreflexkamera, dokumentiert und für die Erinnerung festgehalten. Ferne Länder, Familienfotos, glückliche Kinder und Selfies vor imposanter Kulisse sollen die Emotionen und Erinnerungen wieder aufleben lassen, wenn man zurück in den eigenen vier Wänden ist. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass die Fotos plötzlich verschwunden sind sei es durch ein Missgeschick und eigenes Verschulden oder durch einen technischen Defekt. Kroll Ontrack erklärt, was im Falle einer Beschädigung oder des Verlusts von Kamera oder SD-Karten getan werden kann.

Das Thema Datenwiederherstellung wird oft vernachlässigt und gewinnt meist erst dann für den Einzelnen an Bedeutung, wenn es schon zu spät ist. Dabei ist es so schnell geschehen: aus Versehen bei grellem Sonnenlicht am Strand die Löschtaste gedrückt. Oder das Handy beziehungsweise die Kamera sind ins Wasser, schlimmstenfalls ins Salzwasser, gefallen und die empfindliche Elektronik wurde dadurch beschädigt. Häufig passiert es auch, dass die Datenübertragung zum PC aus Versehen abgebrochen wurde auch hier sind zunächst einmal häufig die Bilder futsch.

Tastatur mit Faustschlägen traktiert, Festplatte beschädigt, Kamera mit dem Auto überfahren
Die Szenarien, was alles passieren kann, sind so vielfältig wie kurios. So war kürzlich eine Mutter von drei Kindern verzweifelt, als sie nach dem Urlaub die gesamten Urlaubsfotos waren bereits auf den Computer übertragen den Computer starten wollte und eine Fehlermeldung erschien. Heraus kam, dass eins der Kinder aus Wut während eines Computerspiels mit den Fäusten auf die Tastatur eingeschlagen hatte. Oder der Fall eines weltbekannten Radfahrers und Fotografen, der Fotos und Videos seiner 40.000 Kilometer langen Benefiz-Radtour auf einer Festplatte gespeichert hatte, die aufgrund starker Beschädigung nicht mehr funktionierte. Oder der Mann, der beim Parken die Autotür öffnete, um festzustellen, dass er zwei Parkplätze belegte. Dabei fiel die Fotokamera aus der Tür und der Besitzer überfuhr sie beim Korrigieren der Parkposition mehrmals. In allen Fällen konnte Kroll Ontrack die vielen Fotos wiederherstellen.

Damit für Sie derartige Missgeschicke nicht zum Desaster werden, gibt Kroll Ontrack folgende Tipps für den Schutz der Fotos im Vorfeld und der Schadensbegrenzung, wenn es doch passiert ist:

1. Vermeiden Sie Bedienfehler: Machen Sie sich mit der Funktionsweise Ihrer Kamera vertraut und lesen Sie die Gebrauchsanweisung. Ändern Sie den Anzeigenmodus nicht, bevor die Kamera das Bild verarbeitet und gespeichert hat. Ganz wichtig ist auch: Unter keinen Umständen die Speicherkarte entfernen, während Bilder auf den Rechner geladen werden. Wenn die Speicherkarte mit der Verarbeitung der Fotos fertig ist, entfernen Sie die Karte und trennen Sie den Reader vorschriftsmäßig. Setzen Sie nicht alles auf eine Karte und speichern Sie auf mehreren Speichermedien. Nach dem Urlaub laden Sie die Fotos so bald wie möglich auf den Computer.

2. Sichern Sie Ihre Daten mit einem Backup: Mit einem Backup sind Ihre Fotos gesichert, wenn Kamera oder SD-Karte beschädigt werden oder abhanden kommen. Egal, ob Sie dafür externe Festplatten, DVDs oder den Online-Speicher Ihres Handyanbieters nutzen, im Problemfall können Sie Ihre Daten leicht wiederherstellen und der Ärger wird deutlich geringer ausfallen.

3. Vorsicht beim Erwerb von Fake-Karten: Wenn Karten nicht direkt im Fachhandel gekauft werden, kann es passieren, dass man eine gefälschte Karte erwischt, die dann nicht über die ausgewiesene Kapazität verfügt. Das heißt, der Speicher ist schneller voll als geplant und die Bilder werden im schlimmsten Fall nicht gespeichert.

4. Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen: Was im Alltag wegen gut geschützter Internetverbindungen genügt, kann auf Reisen unzureichend sein. Checken Sie deshalb die Stärke Ihres Passworts, die Einstellungen für Cookies und dass die Anti-Viren-Software aktiv ist. So verringert sich die Gefahr, sich beim Surfen über einen WLAN-HotSpot oder in einem Internet-Café einen Virus einzufangen, wenn Sie dort zum Beispiel Fotos vom Handy herunterladen. Auch wenn Sie eine Speicherkarte oder einen USB-Stick nutzen, sollten Sie diese vor der Verwendung zu Hause überprüfen, um sich keinen Virus einzuschleppen. Wenn Sie außerdem die automatische Bluetooth- und Internet-Verbindung deaktivieren, haben Sie unter Kontrolle, wann Ihr Gerät auf Netzwerke zugreift und damit auch angreifbar ist.

5. Bringen Sie die Systeme auf den neuesten Stand: Software-Updates enthalten oft Fehlerkorrekturen und schließen Sicherheitslücken. Deshalb sollten Sie regelmäßig prüfen, ob neue Versionen verfügbar sind und diese installieren. Auch Hardwarekomponenten können durch sogenannte Firmware-Updates aktualisiert werden. Generell gilt: Je aktueller der Systemstand, desto schneller, sicherer und stabiler das Gerät.

6. Schützen Sie Kamera und Handy vor äußeren Einflüssen: Wer auch am Pool oder Strand fotografieren möchte, sollte die Kamera in einer Hülle vor Sand und Spritzwasser schützen und während des Gebrauchs lieber etwas Abstand zum Wasser und planschenden Personen halten. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Geräte nicht zu sehr erhitzen also nicht stundenlang in der prallen Sonne liegen lassen. Falls die Kamera doch mal sehr heiß geworden ist, gilt: Lassen Sie die Kamera in Ruhe abkühlen, bevor Sie sie wieder in Betrieb nehmen.

7. Im Verlustfall: Erfahrungsgemäß ist die Diebstahlgefahr im Urlaub größer als zu Hause. Sei es, weil man durch die neuen Eindrücke abgelenkt und weniger aufmerksam ist oder weil sich Diebe auf Touristen spezialisiert haben. Hat man seine Kamera tatsächlich verloren, hilft im deutschsprachigen Raum ein Blick beziehungsweise eine Suchmeldung auf folgendes Forum, die einen eigenen "Lost and found-Bereich" haben: http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=1475022

8. Im Ernstfall Ruhe bewahren: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass Sie Ihre Fotos aus Versehen löschen oder Kamera bzw. SD-Karte beschädigt werden. Selbst wenn es auf den ersten Blick scheint, als ob die Daten verloren sind, muss das nicht unbedingt der Fall sein. Ein Notebook mit einer mutmaßlich beschädigten Festplatte sollte vorsichtig transportiert werden. Schütteln oder Zerlegen kann den Schaden noch schlimmer machen. Finger weg auch von Haartrocknern bei einem Wasserschaden oder dem Kühlschrank bei überhitzten Speichern. Entnehmen Sie die SD-Karte dem Gerät und bewahren Sie an einem trockenen und kühlen Ort auf. Oft entstehen irreversible Schäden an den Dateien erst durch die eigenen Rettungsversuche.
Vor der finalen Auftragserteilung an die Datenrettungsspezialisten steht eine umfassende Beratung und Voranalyse, bei der die rettbaren Inhalte festgestellt werden und Sie entscheiden können, ob und was Sie retten wollen. (Kroll Ontrack: ra)

Kroll Ontrack: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Supply Chains wirksam absichern

Laut einem Bericht der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) häuften sich in diesem und im vergangenen Jahr Cyber-Angriffe auf Lieferketten. Mario Galatovic, Vice President Products & Alliances bei Utimaco, gibt fünf Tipps, wie sich Unternehmen schützen können. Der Bericht zeigt, dass Hacker ihre Ziele nicht immer direkt angreifen, sondern sich auch Wege über Lieferanten suchen. Bei 62 Prozent der untersuchten Angriffe machten sich die Cyberkriminellen das Vertrauen von Kunden zu deren Lieferanten zunutze. Das zeigt, bei IT-Sicherheit darf man nicht mehr nur das eigene Unternehmen betrachten, sondern muss die gesamte Supply Chain im Blick haben. Es klingt zunächst trivial, doch um Lieferketten schützen zu können, muss man sie im Detail kennen. Wie komplex Supply Chains sein können, zeigt sich oft erst dann, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, wie uns die Coronakrise schmerzlich vor Augen führte. Der erste Schritt zu mehr Sicherheit führt also klar über Supply Chain Visibility.

Unzählige Gründe, die zu DSGVO-Bußgeldern führen

Wenn es um den Datenschutz geht, sind die deutschen Behörden alles andere als zimperlich: Seit Inkrafttreten des Datenschutzgesetzes 2018 hat die Datenschutzbehörde DSGVO-Bußgelder in Höhe von 69 Millionen Euro erlassen – und landet im europäischen Vergleich, direkt nach Italien, auf Rang 2. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. "Ganz offensichtlich läuft auch drei Jahre nach Einführung der DSGVO noch längst nicht alles datenschutzkonform in deutschen Unternehmen", schätzt Geschäftsführerin Patrycja Schrenk. Vor allem seit 2020 stiegen Strafen und Sanktionen empfindlich – sowohl in ihrer Anzahl, als auch in der Höhe der verhängten Bußgelder. So wurden, nach Informationen des Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes, 2019 noch 187 Verstöße gezählt, 2020 hingegen 301. Längst sind nicht nur Großkonzerne wie H&M, Google, oder jüngst: Amazon, betroffen. Das Gros der im drei- bis fünfstelligen Bereich liegenden DSGVO-Sanktionen in 2020 wurde gegen kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine und Soloselbstständige verhängt. "Die DSGVO wurde geschaffen, um Datenkraken das Handwerk zu legen. Doch sie gilt auch für Kleinstunternehmen, kleine und mittelständische Betriebe. Und gerade in dieser Unternehmensgröße kann ein DSGVO-Bußgeld schnell existenzbedrohend werden", mahnt Schrenk zur Einhaltung des Datenschutzgesetzes. Eine DSGVO-Strafe kann für einen Mittelständler schnell existenzvernichtend werden.

Datenrisiko-Report für den Produktionssektor

Wie gut ist die verarbeitende Industrie angesichts steigender Cyberbedrohungen wie gezielten Ransomware-Attacken, staatlich unterstützten Angreifern auf der Suche nach geistigem Eigentum oder böswilligen Insidern aufgestellt? Der neue Datenrisiko-Report für den Produktionssektor von Varonis Systems zeigt ein gravierendes Ausmaß an Exposition interner und sensibler Dateien bei Fertigungsunternehmen. So hat jeder Mitarbeiter durchschnittlich Zugriff auf gut 6 Millionen Dateien (18 Prozent des gesamten Datenbestands), wovon 27.000 sensible Informationen wie geistiges Eigentum, Geschäftspläne und Finanzinformationen enthalten. Im Falle einer Kompromittierung etwa in Folge eines Ransomware-Angriffs sind diese unmittelbar gefährdet. Für den Report wurden insgesamt rund vier Milliarden lokal, in der Cloud sowie in hybriden Umgebungen gespeicherte Dateien im Rahmen von Datenrisikobewertungen bei 50 Produktionsunternehmen weltweit (unter anderem in den USA, Deutschland, Frankreich und UK) analysiert. "Fertigungsunternehmen verfügen über sensible und ausgesprochen wertvolle Daten und werden deshalb immer häufiger zum Ziel von Angriffen. Gerade in jüngster Zeit konnten wir sehen, welche verheerenden Folgen Ransomware gerade auch in diesem Bereich hat und ganze Anlagen außer Betrieb setzen kann", erklärt Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis Systems. "Ein Schlüssel zur Begrenzung des Schadens sind die Zugriffsrechte. Wird ein Nutzerkonto kompromittiert, sind alle Dateien, auf die es zugreifen kann, in akuter Gefahr. Entsprechend gilt es, diesen Explosionsradius auf ein Minimum zu reduzieren."

MDR löst ein echtes Problem

Viele Unternehmen hoffen darauf, für ihre IT-Sicherheit externe Ressourcen an Bord zu holen. Managed Detection and Response, kurz MDR, ist daher eine relativ neue und immer wichtigere Dienstleistung in der Cybersicherheitsbranche. Doch was kann MDR leisten und worauf ist bei der Auswahl eines Dienstes zu achten? Der Artikel gibt dazu drei Ratschläge und fordert Standards für MDR ein: proaktives Handeln, Suche nach Cyberbedrohungen und 24/7-Verfügbarkeit der Dienste. Es gibt zahlreiche verschiedene Definitionen von MDR und welche wohl am besten passt, ist größtenteils eine akademische Frage. Denn Anbieter erbringen MDR-Dienste auf unterschiedliche Weise, was es schwer macht, sie zu kategorisieren und zu vergleichen. Unternehmen und ihre IT-Security setzen jedoch bereits vermehrt auf externe MDR-Dienste, weil sie Mühe damit haben, alleine auf die eigenen Ressourcen aufbauend mit immer mehr und neueren Gefahren Schritt zu halten: Ein durchschnittliches SOC (Security Operations Center) erhält täglich mehr als 10.000 Warnmeldungen. Diese Zahl kann so überwältigend sein, dass viele SOC-Teams tatsächlich weniger als die Hälfte der eingehenden Alarme überhaupt priorisieren können. Den meisten SOC-Teams fehlt nicht nur die Zeit oder Manpower, sondern oft auch das Fachwissen, um eine vollständige Analyse eines Vorfalls durchzuführen, was zu unzureichenden Reaktionen führt. Systeme werden zudem ineffektiv wiederhergestellt. Hier setzt MDR als Dienst an.

Sicherstellung notwendiger Berechtigungen

Unternehmen haben in einer Welt voller Cyber-Sicherheitsbedrohungen viel zu stemmen: Mobile Arbeitsplätze wie das Home-Office wollen genauso abgesichert sein wie die unternehmenseigenen Arbeitsplätze und in beiden Fällen werden unzählige Geräte und Anwendungen genutzt. Blindes oder automatisches Vertrauen würde das Risiko für Datenlecks immens erhöhen – eventuell ausgelöst von Unternehmensinternen, die sich ungeprüft und absolut uneingeschränkt durchs Netzwerk bewegen. "Mit dem Sicherheitskonzept Zero Trust kann es gelingen, die Sicherheit maßgeblich zu steigern. Es basiert auf dem Grundsatz, weder Geräten noch Nutzenden oder Diensten innerhalb sowie außerhalb des eigenen Netzwerks zu vertrauen", rät Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group. Dem Zero Trust-Modell folgend werden selbst Anfragen dann nicht automatisch als vertrauenswürdig eingestuft, wenn sie aus dem Unternehmensnetzwerk kommen: "Das heißt, es werden sämtliche Elemente – also alle Geräte, Dienste und Anwendenden – genauso behandelt, als kämen sie aus offenen und unsicheren Netzwerken. Dem Zero Trust-Prinzip folgend, wird weder authentifizierten Nutzenden sowie Endgeräten noch VPN-Verbindungen getraut – auch wenn sie grundsätzlich als sicher eingestuft werden", verdeutlicht die IT-Sicherheitsexpertin.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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