Zutrittskontrollsysteme & IT-Sicherheit


Fehleinschätzungen rund um Mobile Access-Lösungen auf
Die Nutzung von Mobile-IDs ist sicherer als die Verwendung von Ausweiskarten



Das Thema Mobile Access liegt im Trend, das heißt, zunehmend werden Smartphones für den Gebäudezutritt genutzt. Bei etlichen Unternehmen dominieren hinsichtlich des Einsatzes von Mobile Access-Lösungen allerdings noch Unkenntnis und Fehleinschätzungen. Die vier gängigsten Vorbehalte zeigt der weltweit führende Anbieter von sicheren Identitätslösungen, HID Global, auf.

Viele physische Zutrittskontrollsysteme für den Zugang zu Gebäuden, Parkgaragen oder bestimmten Unternehmensbereichen sind seit Jahrzehnten unverändert im Einsatz und völlig veraltet. Mobile Access-Lösungen sind heute State of the Art, allerdings haben immer noch einige Unternehmen Vorbehalte beim Einsatz von Zutrittslösungen mit mobilen Geräten. HID Global erklärt, warum sie völlig unbegründet sind.

1. Vorbehalt: Aufwändige Neuinstallation
Eine weit verbreitete Auffassung ist, dass die Implementierung eines neuen Zutrittskontrollsystems einen hohen Aufwand nach sich zieht. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass das Upgrade eines bestehenden Zutrittskontrollsystems völlig nahtlos erfolgen kann. Viele moderne Sicherheitslösungen können problemlos in die vorhandene Infrastruktur integriert werden sogar unter Verwendung der bisher genutzten Komponenten wie Lesegeräte, Panels oder auch der Verkabelung.

Die Investition der Unternehmen bleibt damit geschützt. Auch bisher im Unternehmen eingesetzte Smartphones können einfach für die Mobile Access-Nutzung vorbereitet werden; es sind weder spezielle mobile Geräte erforderlich noch der Einsatz einer neuen microSD-Karte. Sollte die Zutrittskontrolle jedoch bereits stark veraltet sein, empfiehlt sich allein unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit ein Upgrade. Die neue Technologie sollte dann, um zukunftsfähig zu sein, auch mobile Geräte als Zugangsschlüssel unterstützen.

2. Vorbehalt: Eingeschränkte Funktion
Was passiert, wenn ein Smartphone keinen Empfang hat? Es gibt Bereiche in Gebäuden, in denen die Netzabdeckung zu gering für den Empfang eines Signals ist. Dieser Aspekt ist allerdings unerheblich, da die Kommunikation direkt zwischen einem physischen Zutrittskontrollleser und einem Smartphone ausschließlich über Bluetooth oder NFC erfolgt. Das heißt: Eine Datenverbindung über LAN, Mobilfunk oder Internet ist nur für die Übertragung der mobilen ID zum Smartphone, Tablet oder Wearable nötig. Ist sie auf dem mobilen Gerät eingerichtet, lässt sich das Gerät auch ohne Netz als Schlüssel verwenden.

3. Vorbehalt: Hohes Sicherheitsrisiko
Es mag einfacher erscheinen, eine Sicherheitslösung zu kompromittieren, auf die remote zugegriffen werden kann, als eine Ausweiskarte, die der Anwender bei sich trägt. Richtig ist genau das Gegenteil: Die Nutzung von Mobile-IDs ist sicherer als die Verwendung von Ausweiskarten. Alle Identitätsdaten sind verschlüsselt und manipulationssicher gespeichert und zwar als kryptographisch geschützte Datenobjekte im Gerätespeicher des Smartphones. Zudem sind alle mobilen IDs auch an ein spezifisches Gerät gekoppelt und nicht übertragbar. Eine vergleichbar hohe Sicherheit wäre mit einer ID-Ausweiskarte nur äußerst aufwändig und schwer realisierbar.

Viele Unternehmen werfen auch die Frage auf, was im Fall eines Smartphone-Diebstahls passieren kann. Analog zum Verlust einer Ausweiskarte kann die unautorisierte Nutzung von Identitätsdaten durch ihre Sperrung unterbunden werden. Sollte das Gerät doch einmal in fremde Hände gelangen, schützt ein optionaler PIN die App vor unautorisiertem Zugriff auf die mobile ID.

Geht man davon aus, dass der Mitarbeiter einen etwaigen Smartphone-Verlust eher registriert als den einer Ausweiskarte, ermöglicht dies dem Unternehmen zudem eine schnellere Reaktion. Ein weiterer Vorteil von Mobile Access-Lösungen ist auch die Möglichkeit zur Durchführung dynamischer Sicherheits-Updates. Der Austausch oder das Update von Ausweiskarten hingegen ist ein zeitaufwändiger und kostenintensiver Prozess.

4. Vorbehalt: Totale Überwachung
Es hält sich auch das Vorurteil, dass die Einführung einer Mobile Access-Lösung Unternehmen eine weitere Möglichkeit zur Mitarbeiterüberwachung oder den Zugriff auf private Daten eröffnet. Diese Skepsis, so verständlich sie auch sein mag, ist jedoch haltlos. Für die Nutzung einer Mobile Access-Lösung ist es lediglich erforderlich, auf dem Endgerät die für die App-Nutzung erforderliche Betriebssystemversion sowie eine Push-ID zu installieren. Standortdaten werden beispielsweise nicht erhoben. Da die Mobile Access-Applikationen überdies in einem abgekapselten Sandbox-Bereich laufen, ist auch der Zugriff auf die Anwenderdaten ausgeschlossen.

"Traditionelle physische Zutrittskontrollsysteme werden in der Gebäudesicherheit weiterhin ihre Berechtigung behalten, da sich die Systeme nicht gegenseitig ausschließen. In einer Zeit, in der mobile Geräte zunehmend unseren Alltag prägen, stellt sich allerdings die Frage, wie lange das noch so sein wird", betont Markus Baba, Area Sales Manager bei HID Global in Walluf. "Aufgrund der steigenden Nachfrage und des hohen Interesses von Kunden an den Lösungen, sehen wir einen klaren Trend in Richtung Mobile Access. Die Vorteile für Unternehmen sprechen für sich: Mobile Zutrittskontrollen sind sicherer, leichter zu administrieren und ermöglichen Kosteneinsparungen durch Prozessoptimierung. Und nicht zu vergessen ist, dass auch der Benutzerkomfort steigt, da Ausweiskarten oder Schlüssel überflüssig werden."
(HID Global: ra)

eingetragen: 22.01.17
Home & Newsletterlauf: 06.02.17


HID Global: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

Vorteile einer offensiv ausgerichteten Cyber-Sicherheit

Viele Cybersicherheitsexperten haben erkannt, dass bloßes Reagieren in Sachen IT-Sicherheit nicht mehr ausreicht. Sie gehen in die Offensive: Penetrationstests, Red Teaming und proaktives Threat Hunting ergänzen die klassische Strategie, indem sie Schwachstellen und mögliche Einfallstore ebenso frühzeitig erkennen, wie globale oder regionale und branchenspezifische Hacker-Aktivitäten.

Auch Telefonbetrug wird durch KI überzeugender

Die wichtigste Veränderung im Vergleich zum letzten Jahr ist die allgemeine Verfügbarkeit leistungsstarker generativer KI. Diese Technologie wird die Erstellung von E-Mails mit Angeboten verändern, die zu gut sind, um wahr zu sein. Gefälschte E-Mails mit Versandbestätigungen sind zu jeder Zeit ein beliebtes Mittel von Online-Betrügern.

Wo Remote-Backup zu kurz greift

Die COVID-Pandemie löste eine schnelle und weit verbreitete Verlagerung hin zur Remote-Arbeit aus. Dieser Trend hält aus gutem Grund bis heute an, denn er hat viele Vorteile. Beispielsweise bietet Remote-Arbeit Mitarbeitern mehr Flexibilität bei der persönlichen Zeitplanung, erspart das Pendeln zur Arbeitsstelle, fördert das Wohlbefinden und steigert oftmals die Produktivität.

Steigende Gefahren und hoher Kostendruck

Zu klein, um für Hacker attraktiv zu sein? Diese Selbsttäuschung funktioniert nicht mehr, denn Cyberkriminelle nutzen heute breit gestreute Angriffsstrategien. Ist nur eine einzige Attacke erfolgreich, kann dies die gesamte Existenz des Unternehmens bedrohen.

Wie können Organisationen die Führungsetage einbeziehen?

Überall auf der Welt werden Unternehmen jeder Art und Größe von Cyberangreifern bedroht und täglich machen neue Angriffe Schlagzeilen. Dennoch gehen viele CEOs immer noch nicht aktiv an dieses Problem heran.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>

Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.