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Bewertungsproblematik bei SSL-Zertifikaten


Rating A+ nur mit Extended Validation-Zertifikat: Richtige Konfiguration von SSL-Zertifikaten wertet Sicherheit von Webseiten auf
Nicht jeder erhält ein EV-Zertifikat, denn die Validierung ist sehr umfassend und setzt eine ausführliche Prüfung der Organisation voraus

(01.10.14) - Das kostenlose SSL-Check-Tool von Qualys SSL Labs erfreut sich bei Webseiten-Betreibern hoher Beliebtheit, um die Sicherheit ihrer SSL-verschlüsselten Webseite zu messen. Zur Bewertung werden verschiedene Parameter herangezogen, Ratings zwischen A bis F geben Auskunft über das Sicherheitslevel einer Webseite. Dabei steht "A+" für "ausgezeichnet" und "F" für "extrem unsicher".

"Nachdem bekannt wurde, dass Google HTTPS-verschlüsselte Webseiten in den Suchergebnissen stärker gewichten wird, wurden wir vermehrt mit der Frage konfrontiert, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um die Note A+ zu erreichen. Tatsächlich erhalten nämlich die wenigsten Webseiten die Bestnote", macht Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW Group, aufmerksam. Zurückzuführen sei dies auf ein Bewertungsproblem der Zertifikatsarten: Der vollautomatisierte Prüfprozess von Qualys SSL Labs behandelt Domain- und Organisations-validierte SSL-Zertifikate gleichwertig; Extended Validation-Zertifikate (EV) werden höher gewertet.

Nicht jeder erhält jedoch ein EV-Zertifikat, denn die Validierung ist sehr umfassend und setzt eine ausführliche Prüfung der Organisation voraus. EV-Zertifikate werden deshalb nur an Organisationen ausgestellt, die in einem öffentlichen Register eingetragen sind. "Das Check-Tool kann jedoch nicht den Zweck einer Webseite beurteilen und in die Kalkulation einbeziehen. Folglich besagen die Bewertungsalgorithmen des SSL-Tests, dass Domain XY ein Organisationsvalidiertes Zertifikat verwendet und damit nicht das bestmögliche. Dass das EV-Zertifikat nicht ausgestellt werden kann, bleibt unberücksichtigt", erklärt Heutger.

Die PSW Group hat einige Tipps zusammengestellt, wie Webseiten-Betreiber SSL-Zertifikate so konfigurieren können, dass die Sicherheit und damit auch das Scoring bei Qualys SSL Labs aufgewertet wird:

>> Private Keys sollten mindestens eine Schlüssellänge von 2048 Bit haben. Lange Schlüssel können wiederum die Performance der Website beeinträchtigen, deshalb raten die Experten zum Einsatz von ECDSA-Schlüssel.

>> Private Schlüssel gut schützen. Dieser sollte auf einem sicheren Rechner generiert werden und nicht von der Zertifizierungsstelle.

>> Zertifikate und Schlüssel regelmäßig erneuern. Wer sein SSL-Zertifikat übrigens bei der PSW Group bestellt, profitiert vom Erinnerungsservice, der rechtzeitig auf die neue Zertifikatsbestellung aufmerksam macht.

>> Das Zertifikat sollte sämtliche Namen abdecken, die für die Webseite verwendet werden sollen.

>> Auf die Zertifizierungsstellen achten. Bekannte, seriöse Zertifizierungsstellen (CAs) haben Vorrang vor unbekannten CAs und werden mit höherem Scoring bewertet. Die PSW Group arbeitet beispielsweise ausschließlich mit SSL-Zertifikaten namhafter Zertifizierungsstellen, wie GeoTrust, Thawte und Comodo.

>> Auf SSL v2 und v3 verzichten und sichere Protokolle nutzen. TLS 1.0 ist ausreichend, wenn die restliche Konfiguration absolut sicher ausfällt. Ideal sind TLS 1.1 oder 1.2 für diese Protokollversionen sind derzeit keine Sicherheitseinschränkungen bekannt.

>> Perfect Forward Secrecy einbeziehen. Die Seite dabei komplett verschlüsseln, auch gemischte Inhalte. Häufig werden Inhalte wie JavaScript-Files, Bilder oder CSS-Dateien in die Seite integriert, ohne dass diese SSL-geschützt sind. Dies ermöglicht Man-in-the-middle-Attacken (MITM) und führt zu einem abgewerteten Rating. Auch Programmierfehler können die Bewertung negativ beeinflussen.

>> Verwendete Cookies müssen als sicher eingestuft werden können. Deshalb ist es sinnvoll Cookies über sichere HTTPS-Verbindungen zu übertragen. Fehler erlauben auch hier MITM-Attacken.

>> HTTP Strict Transport Security (HSTS) als Standard nutzen. Anwendungsprogramme werden so gezwungen, nur über verschlüsselte Verbindungen mit Websites zu kommunizieren. HSTS leitet von gängigen HTTP-Webseiten die in der Regel vom Nutzer aufgerufen werden auf verschlüsselte HTTPS-Seiten weiter.
(PSW Group: ra)

PSW Group: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Supply Chains wirksam absichern

Laut einem Bericht der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) häuften sich in diesem und im vergangenen Jahr Cyber-Angriffe auf Lieferketten. Mario Galatovic, Vice President Products & Alliances bei Utimaco, gibt fünf Tipps, wie sich Unternehmen schützen können. Der Bericht zeigt, dass Hacker ihre Ziele nicht immer direkt angreifen, sondern sich auch Wege über Lieferanten suchen. Bei 62 Prozent der untersuchten Angriffe machten sich die Cyberkriminellen das Vertrauen von Kunden zu deren Lieferanten zunutze. Das zeigt, bei IT-Sicherheit darf man nicht mehr nur das eigene Unternehmen betrachten, sondern muss die gesamte Supply Chain im Blick haben. Es klingt zunächst trivial, doch um Lieferketten schützen zu können, muss man sie im Detail kennen. Wie komplex Supply Chains sein können, zeigt sich oft erst dann, wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, wie uns die Coronakrise schmerzlich vor Augen führte. Der erste Schritt zu mehr Sicherheit führt also klar über Supply Chain Visibility.

Unzählige Gründe, die zu DSGVO-Bußgeldern führen

Wenn es um den Datenschutz geht, sind die deutschen Behörden alles andere als zimperlich: Seit Inkrafttreten des Datenschutzgesetzes 2018 hat die Datenschutzbehörde DSGVO-Bußgelder in Höhe von 69 Millionen Euro erlassen – und landet im europäischen Vergleich, direkt nach Italien, auf Rang 2. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. "Ganz offensichtlich läuft auch drei Jahre nach Einführung der DSGVO noch längst nicht alles datenschutzkonform in deutschen Unternehmen", schätzt Geschäftsführerin Patrycja Schrenk. Vor allem seit 2020 stiegen Strafen und Sanktionen empfindlich – sowohl in ihrer Anzahl, als auch in der Höhe der verhängten Bußgelder. So wurden, nach Informationen des Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes, 2019 noch 187 Verstöße gezählt, 2020 hingegen 301. Längst sind nicht nur Großkonzerne wie H&M, Google, oder jüngst: Amazon, betroffen. Das Gros der im drei- bis fünfstelligen Bereich liegenden DSGVO-Sanktionen in 2020 wurde gegen kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine und Soloselbstständige verhängt. "Die DSGVO wurde geschaffen, um Datenkraken das Handwerk zu legen. Doch sie gilt auch für Kleinstunternehmen, kleine und mittelständische Betriebe. Und gerade in dieser Unternehmensgröße kann ein DSGVO-Bußgeld schnell existenzbedrohend werden", mahnt Schrenk zur Einhaltung des Datenschutzgesetzes. Eine DSGVO-Strafe kann für einen Mittelständler schnell existenzvernichtend werden.

Datenrisiko-Report für den Produktionssektor

Wie gut ist die verarbeitende Industrie angesichts steigender Cyberbedrohungen wie gezielten Ransomware-Attacken, staatlich unterstützten Angreifern auf der Suche nach geistigem Eigentum oder böswilligen Insidern aufgestellt? Der neue Datenrisiko-Report für den Produktionssektor von Varonis Systems zeigt ein gravierendes Ausmaß an Exposition interner und sensibler Dateien bei Fertigungsunternehmen. So hat jeder Mitarbeiter durchschnittlich Zugriff auf gut 6 Millionen Dateien (18 Prozent des gesamten Datenbestands), wovon 27.000 sensible Informationen wie geistiges Eigentum, Geschäftspläne und Finanzinformationen enthalten. Im Falle einer Kompromittierung etwa in Folge eines Ransomware-Angriffs sind diese unmittelbar gefährdet. Für den Report wurden insgesamt rund vier Milliarden lokal, in der Cloud sowie in hybriden Umgebungen gespeicherte Dateien im Rahmen von Datenrisikobewertungen bei 50 Produktionsunternehmen weltweit (unter anderem in den USA, Deutschland, Frankreich und UK) analysiert. "Fertigungsunternehmen verfügen über sensible und ausgesprochen wertvolle Daten und werden deshalb immer häufiger zum Ziel von Angriffen. Gerade in jüngster Zeit konnten wir sehen, welche verheerenden Folgen Ransomware gerade auch in diesem Bereich hat und ganze Anlagen außer Betrieb setzen kann", erklärt Michael Scheffler, Country Manager DACH von Varonis Systems. "Ein Schlüssel zur Begrenzung des Schadens sind die Zugriffsrechte. Wird ein Nutzerkonto kompromittiert, sind alle Dateien, auf die es zugreifen kann, in akuter Gefahr. Entsprechend gilt es, diesen Explosionsradius auf ein Minimum zu reduzieren."

MDR löst ein echtes Problem

Viele Unternehmen hoffen darauf, für ihre IT-Sicherheit externe Ressourcen an Bord zu holen. Managed Detection and Response, kurz MDR, ist daher eine relativ neue und immer wichtigere Dienstleistung in der Cybersicherheitsbranche. Doch was kann MDR leisten und worauf ist bei der Auswahl eines Dienstes zu achten? Der Artikel gibt dazu drei Ratschläge und fordert Standards für MDR ein: proaktives Handeln, Suche nach Cyberbedrohungen und 24/7-Verfügbarkeit der Dienste. Es gibt zahlreiche verschiedene Definitionen von MDR und welche wohl am besten passt, ist größtenteils eine akademische Frage. Denn Anbieter erbringen MDR-Dienste auf unterschiedliche Weise, was es schwer macht, sie zu kategorisieren und zu vergleichen. Unternehmen und ihre IT-Security setzen jedoch bereits vermehrt auf externe MDR-Dienste, weil sie Mühe damit haben, alleine auf die eigenen Ressourcen aufbauend mit immer mehr und neueren Gefahren Schritt zu halten: Ein durchschnittliches SOC (Security Operations Center) erhält täglich mehr als 10.000 Warnmeldungen. Diese Zahl kann so überwältigend sein, dass viele SOC-Teams tatsächlich weniger als die Hälfte der eingehenden Alarme überhaupt priorisieren können. Den meisten SOC-Teams fehlt nicht nur die Zeit oder Manpower, sondern oft auch das Fachwissen, um eine vollständige Analyse eines Vorfalls durchzuführen, was zu unzureichenden Reaktionen führt. Systeme werden zudem ineffektiv wiederhergestellt. Hier setzt MDR als Dienst an.

Sicherstellung notwendiger Berechtigungen

Unternehmen haben in einer Welt voller Cyber-Sicherheitsbedrohungen viel zu stemmen: Mobile Arbeitsplätze wie das Home-Office wollen genauso abgesichert sein wie die unternehmenseigenen Arbeitsplätze und in beiden Fällen werden unzählige Geräte und Anwendungen genutzt. Blindes oder automatisches Vertrauen würde das Risiko für Datenlecks immens erhöhen – eventuell ausgelöst von Unternehmensinternen, die sich ungeprüft und absolut uneingeschränkt durchs Netzwerk bewegen. "Mit dem Sicherheitskonzept Zero Trust kann es gelingen, die Sicherheit maßgeblich zu steigern. Es basiert auf dem Grundsatz, weder Geräten noch Nutzenden oder Diensten innerhalb sowie außerhalb des eigenen Netzwerks zu vertrauen", rät Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group. Dem Zero Trust-Modell folgend werden selbst Anfragen dann nicht automatisch als vertrauenswürdig eingestuft, wenn sie aus dem Unternehmensnetzwerk kommen: "Das heißt, es werden sämtliche Elemente – also alle Geräte, Dienste und Anwendenden – genauso behandelt, als kämen sie aus offenen und unsicheren Netzwerken. Dem Zero Trust-Prinzip folgend, wird weder authentifizierten Nutzenden sowie Endgeräten noch VPN-Verbindungen getraut – auch wenn sie grundsätzlich als sicher eingestuft werden", verdeutlicht die IT-Sicherheitsexpertin.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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