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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Ransomware-Attacken nutzen das Active Directory

Ransomware: Active Directory ist meist der erste Brückenkopf

Mit geeigneten Lösungen für Identity Detection and Response (IDR) kann ein identitätsbasierter Angriff gestoppt werden



Nahezu alle heutigen Ransomware-Attacken nutzen das Active Directory ihrer potentiellen Opfer als Brückenkopf im internen Netz, warnen die Sicherheitsspezialisten von Attivo Networks. Zugangsdaten für den initialen Angriff seien leicht zu beschaffen, sei es durch eigene Phishing-Versuche oder den Kauf einschlägiger Daten in den dunklen Ecken des Internets. Selbst mit Passwortrichtlinien und Phishing-Aufklärung sind gestohlene Zugangsdaten reichlich vorhanden, billig und im Dark Web leicht zu erwerben. Wenn ein Angreifer ein großes Unternehmen ins Visier nehmen will, ist es fast unvermeidlich, dass er sich ein Passwort oder eine andere schwache Kennung sichern kann, die ihm einen ersten Zugang ermöglicht.

Laut Verizon Data Breach Investigations Report spielten im Jahr 2021 gestohlene Zugangsdaten bei über 60 Prozent der Sicherheitsverletzungen eine Rolle. Diese werden dann laut Attivo genutzt, um über das oft nicht ausreichend gesicherte Active Directory (AD) weitere Zugangsdaten und vor allem höhere Zugriffsrechte zu erhalten. Dieser Mangel an Sicherheit im AD liegt demnach vor allem daran, dass zwecks Authentifizierung für seine Benutzer leicht zugänglich sein muss und daher exponiert und schwer zu sichern ist. Zudem ist die Rolle von AD im Netzwerkbetrieb so umfangreich, dass die meisten Unternehmen nicht über das nötige Detailwissen verfügen, um AD-Sicherheitsprobleme zu lösen.

Visibility ist entscheidend

Dabei geht es nicht nur darum, bekannte Sicherheitslücken zu schließen oder Fehlkonfigurationen zu korrigieren. Jede ungeschützte Einstellung oder jeder schlecht angepasste Parameter kann es einem Angreifer ermöglichen, das System zu infiltrieren. Der Schutz von AD umfasst die Sichtbarkeit von Schwachstellen, die Live-Erkennung von Angriffen sowie die Verwaltung von Sicherheitsrichtlinien. Zudem müssen Verantwortliche unverzüglich erkennen können, wenn die Compliance mit zwingenden Vorschriften nicht eingehalten wird und Benutzer Sicherheitsrichtlinien nicht konsequent befolgen.

Mit geeigneten Lösungen für Identity Detection and Response (IDR) kann ein identitätsbasierter Angriff gestoppt werden, indem die Angriffsfläche verkleinert und dem Angreifer der Zugang zu den Ressourcen verwehrt wird, die er zur Ausweitung seines Angriffs benötigt. "Insbesondere geht es dabei darum, die Eskalation von Zugriffsrechten zu verhindern, damit ein Ransomware-Angriff oder ein Eindringen von Bedrohungsakteuren so wenig Schaden wie möglich anrichtet", kommentiert Jens Wollstädter, Regional Manager DACH von Attivo Networks. "Allerdings ist es durchaus nicht einfach, solche Aktivitäten zu erkennen, da es viele Techniken gibt, um auf AD zuzugreifen und es auszunutzen, darunter Golden-Ticket-Angriffe, Kerberoasting und Windows Security Identifier (SID) History Injection."

Zero Trust und Mehrfaktor-Authentifizierung

Um auf Anmeldeinformationen basierende Angriffe abzuwehren, sollten Unternehmen laut Attivo Networks bewährte Sicherheitspraktiken wie Zero-Trust befolgen und eine Multi-Faktor-Authentifizierung einführen, anstatt sich auf von Natur aus unsichere Ein-Faktor-Schutzmaßnahmen wie Passwörter zu verlassen. Neue IDR-Lösungen (Identity Detection and Response) bieten eine Reihe von Werkzeugen an, die eine frühzeitige Abwehr von Angriffen mit Zugangsdaten ermöglichen.

IDR ergänzt Lösungen für Endpoint Detection and Response (EDR) und ist immer häufiger Bestandteil von Extended Detection and Response (XDR). Dabei konzentriert IDR sich auf den Schutz von Anmeldeinformationen, Berechtigungen, Cloud-Berechtigungen sowie der Systeme, die diese verwalten. IDR bietet die Möglichkeit, zu erkennen, wenn Angreifer Anmeldeinformationen von Unternehmen ausnutzen, missbrauchen oder stehlen.

Außerdem können IDR-Systeme Deception-Technologien umfassen, die Active Directory-Objekte und kritische Daten verstecken, während gefälschte Daten an Endpunkten oder anderen wichtigen Stellen im Netzwerk platziert werden, um Angreifer von den Produktressourcen weg und zu den Täuschungsmanövern zu leiten. Sobald die Täuschungssysteme aktiviert sind, analysieren sie das Verhalten der Angreifer und liefern Informationen für künftige Reaktionen.

Zudem helfen IDR-Lösungen Unternehmen dabei, ihre Angriffsfläche zu verwalten, indem sie Einblick in kritische Schwachstellen wie an Endpunkten gespeicherte Anmeldeinformationen oder AD-Fehlkonfigurationen geben, die Angreifern den Zugriff auf vertrauliche Daten ermöglichen. Sie können auch übermäßig freizügige Berechtigungen in Cloud-Umgebungen identifizieren, die ungewollt sensible Daten exponieren. (Attivo Networks: ra)

eingetragen: 16.02.22
Newsletterlauf: 30.03.22

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Datensicherung und Wiederherstellbarkeit

Insider sind weiterhin eine der größten Bedrohungen für Organisation und ihre wertvollen Daten. Um sich vor Datenverlust zu schützen, benötigen Organisationen eine passende Strategie zur Datensicherung, die die Wiederherstellbarkeit aller Daten zu jedem Zeitpunkt ihres Lebenszyklus gewährleistet.

Vorsicht im Umgang mit E-Mails aller Art

Check Point Software Technologies weist auf die Notwendigkeit hin, dass jeder Einzelne der IT-Sicherheit Priorität einräumt, sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben, um das ständig wachsende Risiko von IT-Angriffen abzuwehren. Nach Angaben von Check Point Research (CPR) haben die Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent zugenommen.

Jede Maschine benötigt eine Identität, um sich zu authentifizieren

Nach dem Cyberangriff auf ein australische Telekommunikationsunternehmen stellten investigative Reporter fest, dass das Unternehmen angeblich den öffentlichen Zugang zu der betroffenen API deaktiviert hatte. Ihr Entwicklerportal, das zufälligerweise seit Januar ein abgelaufenes SSL-Zertifikat hat, wodurch APIs nicht vertrauenswürdig sind, war weiterhin zugänglich.

Erste Hilfe bei Hackerangriff: Was Betroffene tun können

Hackerangriffe auf Firmennetzwerke verlaufen häufig still und leise. Bis die ausgenutzte Schwachstelle oder der Schaden erkannt werden, können mehrere Tage bis hin zu einigen Monaten vergehen, warnen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group.

Trainings für Anwender, um Malware besser zu erkennen

Nach einer repräsentativen Studie des Bitcom aus 2021 entstand der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 durch Cyberangriffe ein Schaden von 220 Milliarden Euro, und laut Verizon Data Breach Incident Report sind Anmeldedaten mit über 60 Prozent die begehrteste Datenkategorie bei Sicherheitsverletzungen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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