- Anzeige -


Schwachstellen zu kennen, ist nur die halbe Miete

Es liegt fast immer am Zeitdruck: Bekannte Schwachstellen werden nicht behoben oder einfach ignoriert werden

Lori MacVittie, Principal Technical Evangelist, und Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5 Networks erklären, warum Unternehmen bekannte Sicherheitslücken häufig nicht beheben



Zumindest nach außen hin sagen viele Unternehmen, dass der Schwerpunkt ihrer Software-Entwicklung und -Bereitstellung auf dem Thema Sicherheit liegt. Und das sollte auch so sein. Denn täglich werden neue Schwachstellen entdeckt und die Patch-Lücke scheint nicht kleiner zu werden. Eine der häufig vorgeschlagenen Lösungen für mehr Sicherheit ist das Scannen von Quellcode. Statische und dynamische Sicherheitsscans sind zu einem wichtigen Bestandteil kontinuierlicher IT-Bereitstellungsprozesse geworden. So lässt sich jederzeit mit einem Blick auf ein Dashboard ermitteln, was diese Scans finden.

Sicherheitslücken werden häufig ignoriert

Aber zu wissen, dass es im Quellcode Schwachstellen gibt, ist nur die halbe Miete. Die andere Hälfte besteht darin, etwas gegen diese Sicherheitslücken zu unternehmen. Leider wird dies in der Realität nicht immer umgesetzt.

So geben in einer Umfrage von Tripwire (2019 State of Container Security) 17 Prozent der Teilnehmer zu, gefährdete Container einzusetzen, obwohl sie dies wissen. Laut einer Studie von Arxan/IBM aus dem Jahr 2017 verwenden zwar 53 Prozent der Befragten statische Sicherheitstests und 51 Prozent dynamische Sicherheitstests für mobile Anwendungen. Doch trotz erheblicher Bedenken in Bezug auf Security-Vorfälle unternimmt fast die Hälfte (44 Prozent) keine Schritte, um diese zu verhindern.

Zeitdruck wichtiger als Security

Dass bekannte Schwachstellen nicht behoben oder einfach ignoriert werden, liegt fast immer am Zeitdruck. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Entwickler haben nicht genügend Zeit für Sicherheitsaufgaben, so der 2018 DevSecOps Community Survey. Andere Umfragen bestätigen das: Entwickler stehen unter enormem Druck, Code schneller und häufiger zu erstellen. Dies geht häufig zulasten der Sicherheit, die nach wie vor vernachlässigt wird, wenn die Geschwindigkeit im Vordergrund steht.

Das ist auch kein Wunder: Schließlich werden Entwickler in der Regel an einer schnellen Markteinführung gemessen. Entsprechend arbeiten sie auch darauf hin – selbst wenn es bedeutet, Prozesse zu überspringen und damit die Sicherheit zu beeinträchtigen. Wenn Unternehmen also sichere Anwendungen für den Markt bereitstellen wollen, müssen sie sich einem kulturellen Wandel unterziehen. Sie dürfen nicht nur messen, wie schnell Produkte auf den Markt kommen, sondern müssen auch bewerten, wie sicher sie sind.

Individuelle Ansätze finden

Dazu gibt es jedoch keine Standardlösung. Natürlich könnte man für jede Teilaufgabe ein Security-Konzept entwickeln, doch dies ist recht realitätsfern. Zudem stehen nicht nur die Entwickler unter Druck, sondern auch die Fachabteilungen und somit das gesamte Unternehmen. Die entscheidende Frage lautet daher, mit wieviel Aufwand welches Security-Niveau erreicht werden soll. Häufig steht der Aufwand nicht im Verhältnis zum Sicherheitsgewinn, so dass ein genau kalkuliertes Restrisiko im Einzelfall sinnvoll sein kann.

Ein hoher Grundschutz lässt sich aber schon mit bewährten Praktiken und Sicherheitsmaßnahmen erreichen. So löst sich der scheinbare Widerspruch zwischen Agilität und Sicherheit auf, wenn sowohl die Prinzipien des Secure Coding eingehalten als auch im gesamten CI/CD-Prozess der Applikationsentwicklung und -bereitstellung Security-Richtlinien in die Automatisierungsprozesse integriert werden. Damit lässt sich mit vergleichsweise wenig Aufwand ein ausreichendes Sicherheitsniveau gewährleisten. (F5 Networks: ra)

eingetragen: 29.01.20
Newsletterlauf: 16.03.20

F5 Networks: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -


Meldungen: Tipps & Hinweise

Attivo warnt vor Angriffen auf DevOps

Die kontinuierliche Entwicklung im Rahmen von DevOps-Modellen bietet Angreifern die Möglichkeit, schon in der Entwicklungsphase einer Anwendung bösartigen Code einzufügen, der sich dann im gesamten Netzwerk verbreiten wird, warnt Attivo Networks. Die Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD)-Mechanismen, nach denen DevOps arbeitet, bieten laut Attivo Angreifern neue Möglichkeiten, in das Netzwerk einzudringen. Es sei daher besonders wichtig, über innovative DevSecOps-Ansätze alle Versuche der Manipulation in der Entwicklungsphase schon im Keim zu ersticken. DevSecOps bedeutet letztlich, Sicherheit in den DevOps-Zyklus zu bringen. DevOps, das die Anwendungsentwicklung mit der Bereitstellung der Infrastruktur verbindet, hat in der heutigen Welt immer mehr an Bedeutung gewonnen. Es bietet eine agilere Funktionalität, die es Entwicklern ermöglicht, ein ständiges Feedback zu ihrem Code zu erhalten, was eine kontinuierliche Verbesserung ermöglicht. Die Integration der Sicherheit in diesen Zyklus hat den gleichen Effekt und gewährleiste ein hohes Sicherheitsniveau bei der Inbetriebnahme der Anwendung. Eine DevSecOps-Mentalität zu schaffen, kann eine Herausforderung sein, da die Entwicklung an sich keine inhärenten Sicherheitsanforderungen stellt. Und sie erst kurz vor dem Einsatz zu injizieren, führt oft zum Opfern der Sicherheit zugunsten einer schnellen Markteinführung.

Risikofaktor stellt die Schatten-IT

Viele Unternehmen haben sich entscheiden, die Anzahl der Mitarbeiter im Büro wieder auf ein Minimum zu reduzieren. Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee, spricht über die Sicherheitsfallen, in die Unternehmen nicht tappen sollten, während sie ihre verteilte Belegschaft durch die aktuellen Beschränkungen steuern. Die Cloud-Nutzung ist bereits während der ersten Beschränkungsperiode um 50 Prozent gestiegen – so die Ergebnisse des McAfee Cloud Adoption & Risk Reports – Work From Home Edition. Aufgrund des Umzugs ins Homeoffice, vergrößert sich gleichzeitig das Cyber-Risiko für Unternehmen jeder Größe und Branche: Mit jedem Endgerät, das sich von zuhause aus mit dem Unternehmensnetzwerk verbindet, und mit jeder neuen Anwendung, die Arbeitnehmer für die effiziente Heimarbeit einsetzen, wächst die Angriffsfläche für Cyber-Kriminelle. So stieg laut des aktuellen Quarterly Threats Reports ist die Anzahl externer Angriffe auf Cloud-Accounts im zweiten Quartal des Jahres auf 7,5 Millionen.

Telefon-Betrug – Vishing bedroht Tele-Arbeiter

Check Point Research warnt Menschen im Home Office vor gefährlichem Vishing. Hinter Vishing verbirgt sich eine Variante des Phishings, wobei hier die Stimme – V für den englischen Begriff ‚Voice‘ – im Vordergrund steht. Betrüger rufen Angestellte an und geben sich als ein bestimmter Mitarbeiter aus, um Zugang zu bestimmten Teilen des Netzwerks, zu Informationen oder Kompetenzen zu bekommen, wie den Geld-Transfer des Unternehmens – die klassische Hochstapelei. Gleichzeitig sind sie aber auch damit zufrieden, das Ziel direkt zu berauben, statt dessen Firma. Die nun entdeckten Angriffe sind besonders ausgefeilt: Hacker nutzen LinkedIn, um über dort hinterlegte Informationen herauszufinden, welcher Angestellte worauf Zugriff hat und damit das lukrativste Ziel darstellt. Zudem konnten die Sicherheitsforscher feststellen, dass die Kriminellen im englischsprachigen Raum bereits Betrüger rekrutieren, die fehlerfrei Englisch sprechen und von einem sauber geschriebenen Papier ablesen, wenn sie ihren Telefonanruf durchführen. Außerdem ändern sie ständig die Telefonnummern ihrer betrügerischen Anrufer, um nicht auf eine schwarze Liste als Hochstapler zu geraten. Sehr gerne wird behauptet, eine Führungskraft rufe an, häufig aus der Abteilung der Finanzen, der juristischen Abteilung oder des Personalwesens. Mitarbeiter im Home Office sind sehr beliebte Ziele, weil diese Tele-Arbeiter zuhause alleine sind und natürlich weniger gut prüfen können, ob ihr Vorgesetzter wirklich am Telefon spricht.

SSL-Stripping und Man-in-the-middle-Attacken

Die Verschlüsselung von Daten mittels SSL- oder TLS-Zertifikat ist ein probates Mittel, die Sicherheit im Internet zu erhöhen. Ordentlich implementiert und sinnvoll konfiguriert ist moderne Verschlüsselung schwer zu knacken. "Nichtsdestotrotz gibt es Kriminelle, die sich davon nicht einschüchtern lassen, und denen es gelingen kann, die Verschlüsselung zu umgehen", macht IT-Sicherheitsexpertin Patrycja Tulinska aufmerksam. Die Geschäftsführerin der PSW Group nennt mit SSL-Stripping sowie Man-in-the-middle-Attacken in diesem Zusammenhang zwei Gefahren im Internet, die nicht unterschätzt werden dürfen: "Das Programm SSLstrip beispielsweise positioniert sich zwischen Client und Server und greift Daten vor ihrer Verschlüsselung – auf dem Weg zwischen Server und Website – ab. Damit können Angreifer, die dieses Tool nutzen, sämtliche Daten im Klartext mitlesen, die Kunden an einen Online-Shop übermitteln", warnt die Expertin. Da SSL-Stripping keine Warnmeldung im Browser erzeugt, bekommt auch niemand etwas davon mit. "Um SSL-Stripping zu verhindern, können Websitebetreiber die Verschlüsselung für alle Unterseiten der Webpräsenz aktivieren. Zudem sollten eingehende http-Verbindungen auf sichere HTTPS-Verbindungen umgeleitet werden. Auch Cookies sollten keinesfalls über ungesicherte HTTP-Verbindungen zurückgesendet werden", rät Patrycja Tulinska.

Die Datendrift ist ein wichtiges Problem

Künstliche Intelligenz bzw. Machine Learning hat in den letzten zehn Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Viele Branchen investieren jetzt massiv in Lösungen, die auf maschinellem Lernen basieren. Auch die Nachfrage nach qualifizierten Spezialisten ist sprunghaft gestiegen. Mehrere Universitäten weltweit bieten Abschlüsse mit dem Schwerpunkt Data Science oder Künstlicher Intelligenz an, und auch an deutschen Hochschulen gewinnen diese Inhalte deutlich an Bedeutung. Während sich Universitäten dabei vor allem auf die mathematischen und theoretischen Konzepte konzentrieren, können die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse für das Training von Machine-Learning-Modellen bei Problemstellungen in der realen Welt ganz anders aussehen.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.