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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Tipps für das sichere Online-Shopping

Starke Passwörter verwenden: Wer sich die Auswahl seiner Zugangsdaten zu einfach macht, wird schnell ein Opfer von Angreifern

Wenn man die USA ausklammert, liegt Deutschland bei der geographischen Verteilung der betrügerischen Einkaufs-Mails auf Rang 3 hinter Irland und Großbritannien



Hacker greifen den Endverbraucher verstärkt mit Online-Shopping-Betrugsversuchen an. Die Telemetrie-Daten der Bitdefender Labs dokumentieren im November auch in Deutschland ein verstärktes Aufkommen der Shopping-Spam-Nachrichten. Den Cyberkriminellen ist der starke Trend zum Online-Shopping im Rahmen der Pandemie nicht entgangen. Seit Anfang November starten sie Testkampagnen, um ihre E-Mail-Scam-Kampagnen feinzustimmen, finanziellen Gewinn schon jetzt zu erzielen oder Zugangsdaten zu erbeuten. Auch wenn die Mehrzahl der Mails in Englisch verfasst ist und der Spam-Trend rund um Black Friday vor allem in den USA stattfindet, finden sich auch deutsche Beispiele für Online-Betrug. Unter den nicht englischsprachigen Ländern liegt Deutschland sowohl hinsichtlich Vorkommen wie Herkunft der Scams an der Spitze.

Online-Shopping-Scam auch in Deutschland

Einen Höchststand englischsprachiger Shopping-Spam- und Scam-Mails beobachteten die Bitdefender-Experten aktuell vom 8. bis zum 11. November. In den USA trieben Reiseangebote im Vorfeld der bevorstehenden Thanksgiving-Ferien diesen Trend mit an.

Wenn man die USA ausklammert, liegt Deutschland bei der geographischen Verteilung der betrügerischen Einkaufs-Mails auf Rang 3 hinter Irland und Großbritannien: Sechs Prozent der Mails mit Black-Friday-Bezug weltweit verbreiteten sich in Deutschland.

Auch als Herkunftsland spielt Deutschland eine wichtige Rolle: 44 Prozent der Mails haben eine nordamerikanische IP-Adresse als Absender, sechs Prozent aber auch eine deutsche Spam-Scam-Inhalte sind dabei naheliegender Weise oft verlockende Sonderangebote.

Mit einfachen Mitteln die eigene Sicherheit erhöhen

Privatanwender können viel für ihr sicheres Online-Shopping tun. Das fängt schon mit der Cybersicherheitssoftware an. Unverzichtbar ist dabei der Schutz mobiler Geräte, über die der Einkauf erfolgt. Diesen hält aber laut der Bitdefender-Studie 2021 Bitdefender Global Report: Cybersecurity and Online Behaviors jeder dritte Anwender aus verschiedensten Gründen immer noch nicht für nötig.

Ebenso wichtig ist ein umsichtiges Verwalten, um kein Opfer der hochprofessionell agierenden Cyberbanden zu werden. Jeder Verbraucher sollte seine Online-Aktivitäten im Auge haben, die persönlichen Sicherheitsrisiken bewerten und gerade jetzt seine Online-Konten schützen.

Folgende Tipps helfen, das eigene Risiko beim Einkauf am Rechner oder Smartphone zu senken:

• Aktuelle Sicherheit: Internetbrowser sollten auf allen Geräten, über die Nutzer online einkaufen, immer aktuell sein – vom Rechner über das Mobiltelephon bis zum Tablet. Auch Sicherheitslösungen dürfen auf dem Gerät nicht fehlen.

• Datensparsamkeit bei Kreditkartendaten: Niemals sollte der Anwender seine Kreditkartendaten auf unbekannten oder verdächtigen Webseiten eingeben. Das Teilen von Bankdaten an Personen, die einen über Social Media-Kanäle kontaktieren, verbietet sich in jedem Fall.

• Gute Adressen sind sicher: Offizielle Shops von Anbietern oder Webseiten mit einer guten Reputation bieten in der Regel die beste Sicherheit.

• Vorsicht bei allzu attraktiven Angeboten: Angebote, die sich zu gut anhören, um wahr zu sein, sollte man mit besonderer Vorsicht genießen. Gerade hier empfiehlt es, diese Mails und die dahinterstehenden Shops sorgfältig zu prüfen, anstatt überstürzt den Check-out zu starten.

• Zugangsdaten überprüfen und zurücksetzten: Anwender sollten die Daten ihrer Nutzerkonten gerade jetzt wieder überprüfen und sie vorbeugend zurücksetzen. Dies gilt vor allem für die persönlichen Konten bei Online-Shops, E-Mail, Banken, Lieferdiensten und Social-Media-Plattformen. Denn die Scammer wollen vor allem Zugangsdaten stehlen.

• Starke Passwörter verwenden: Wer sich die Auswahl seiner Zugangsdaten zu einfach macht, wird schnell ein Opfer von Angreifern. Kennwörter mit mindestens zwölf bis 15 Zeichen Länge und Passwort-Manager helfen dabei, Online-Identitäten zu schützen.

• Unaufgeforderte Nachrichten überprüfen: Ohne Anlass zugesandte Angebote, Nachrichten und Angebote verdienen Misstrauen. Um sie zu überprüfen, lohnt sich der Blick auf die offiziellen Webseiten der Anbieter, die vielleicht genau vor einer solchen Kampagne oder vor anderen aktuellen Cybersicherheitsproblemen warnen.

• Authentifikations-Tools nutzen: Eine Zweifaktor (2FA)- oder Multi-Faktor (MFA)-Authentifikation sollten Anwender wo immer nur möglich nutzen. Vor allem beim Online-Banking und im E-Commerce.

• Vorsicht bei Paketbenachrichtigungen per Mail: Scams mit Paketdiensten gehören mittlerweile zum Alltag. Gerade jetzt sind sie gefährlich, wenn ein Käufer im vorweihnachtlichen digitalen Shopping den Überblick verliert, auf welche Post er noch wartet.

• Die äußere Form und Inhalte überprüfen: Verbraucher sollten auch die Formalien einer Mail beachten: Verdächtige Layouts und Rechtschreibefehler sind Indizien, die zur Vorsicht mahnen sollten. Auch ungewöhnliche Bitten, Daten zu übermitteln, signalisieren oft Gefahr.

• Sicheres Online-Navigieren: Die Website eines seriösen Anbieters erkennt der Online-Shopper am HTTPS-Zusatz in der Adresse. Besonders gefährlich ist es, Links in einer Mail direkt zu öffnen. Gerade hier empfiehlt sich der Gegencheck auf der offiziellen Website.

• Alert-Einstellungen für Kreditkarten auswählen: Wer mit der Karte bezahlt, kann sich einen Echtzeitalarm vor ungewöhnlichen Geldanforderungen einstellen.

(Bitdefender: ra)

eingetragen: 09.12.21
Newsletterlauf: 09.02.22

Bitdefender: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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