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Unzählige Gründe, die zu DSGVO-Bußgeldern führen

PSW Group mahnt zur Einhaltung der DSGVO: Strafen und Sanktionen können schnell existenzbedrohend werden

Gros der im drei- bis fünfstelligen Bereich liegenden DSGVO-Sanktionen in 2020 wurde gegen kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine und Soloselbstständige verhängt



Wenn es um den Datenschutz geht, sind die deutschen Behörden alles andere als zimperlich: Seit Inkrafttreten des Datenschutzgesetzes 2018 hat die Datenschutzbehörde DSGVO-Bußgelder in Höhe von 69 Millionen Euro erlassen – und landet im europäischen Vergleich, direkt nach Italien, auf Rang 2. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. "Ganz offensichtlich läuft auch drei Jahre nach Einführung der DSGVO noch längst nicht alles datenschutzkonform in deutschen Unternehmen", schätzt Geschäftsführerin Patrycja Schrenk.

Vor allem seit 2020 stiegen Strafen und Sanktionen empfindlich – sowohl in ihrer Anzahl, als auch in der Höhe der verhängten Bußgelder. So wurden, nach Informationen des Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes, 2019 noch 187 Verstöße gezählt, 2020 hingegen 301. Längst sind nicht nur Großkonzerne wie H&M, Google, oder jüngst: Amazon, betroffen. Das Gros der im drei- bis fünfstelligen Bereich liegenden DSGVO-Sanktionen in 2020 wurde gegen kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine und Soloselbstständige verhängt. "Die DSGVO wurde geschaffen, um Datenkraken das Handwerk zu legen. Doch sie gilt auch für Kleinstunternehmen, kleine und mittelständische Betriebe. Und gerade in dieser Unternehmensgröße kann ein DSGVO-Bußgeld schnell existenzbedrohend werden", mahnt Schrenk zur Einhaltung des Datenschutzgesetzes. Eine DSGVO-Strafe kann für einen Mittelständler schnell existenzvernichtend werden.

Es gibt unzählige Gründe, die zu DSGVO-Bußgeldern führen können. Darunter befinden sich einige klassische Fallstricke, wie Patrycja Schrenk informiert: "Beispielsweise setzt die Unternehmenswebsite Cookies, in die Nutzende nicht eingewilligt haben. Oder die Datenschutzerklärung auf der Website ist fehlerhaft oder fehlt ganz. Verpassen Unternehmen, in denen mindestens 20 Personen ständig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten befasst sind, einen Datenschutzbeauftragten zu stellen, kann auch das ein DSGVO-Bußgeld nach sich ziehen." Auch jedem Auskunftsersuchen muss die notwendige Beachtung geschenkt werden, sollen keine Sanktionen der Aufsichtsbehörden drohen: Artikel 15 der DSGVO spendiert Betroffenen das Recht, über die zu ihrer Person gespeicherten Daten Auskunft zu verlangen. Unternehmen müssen diesem Auskunftsersuchen binnen eines Monats nachkommen.

Die Höhe eines Bußgeldes wird übrigens von der zuständigen Datenschutzbehörde festgelegt. Feste Rezepte gibt es nicht – jeder Fall wird separat betrachtet. Artikel 83 der DSGVO nennt zwar die "allgemeinen Bedingungen für die Verhängung von Geldbußen" und hält einen Katalog von Bemessungskriterien zur Kalkulation der Bußgeldhöhe bereit. Aber: "Die Datenschutzbehörden haben einen großen Ermessensspielraum in ihrer Bewertung von Datenschutzvorfällen, sodass die Höhe der DSGVO-Bußgelder massiv variieren kann", ergänzt Patrycja Schrenk. Verschiedene Faktoren haben dabei Einfluss auf die Höhe eines Bußgelds, darunter die Schwere der Datenschutzverletzung oder die Bereitschaft des Unternehmens, die Datenschutzverletzung abzustellen.

Das Bußgeld an sich ist jedoch nicht das einzige, was es zu bedenken gilt. Hinzu kommen der Image-Verlust, der nach einem Datenskandal unvermeidbar ist, und der nicht konkret beziffert werden kann, sowie etwaige Schadenersatzansprüche. Auch strafrechtliche Konsequenzen sind denkbar. Es ist daher essenziell, die korrekte Umsetzung der DSGVO-Vorschriften zu beachten, um Risiken zu minimieren. "Geschäftsführung oder Vorstand müssen die Rechte von Betroffenen sowie die Datenschutz-Vorschriften kennen und sich – falls erforderlich – qualifizierte Unterstützung ins Boot holen. Ich raten jedem, individuelle Anforderungen durch eine Ist-Analyse herauszuarbeiten. Erst dann zeigt sich, wo Lücken bestehen und wie diese sich schließen lassen. Hat das Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten benannt, wird dieser helfen können", mahnt Schrenk mit Nachdruck. Auch externe Datenschutzbeauftragte sind in diesem Fall hilfreich, denn sie verfügen über das notwendige Know-how und bieten transparente Kostenstrukturen, sodass Unternehmen gut planen können. (PSW Group: ra)

eingetragen: 20.10.21
Newsletterlauf: 15.12.21

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Meldungen: Unternehmen

Hilfe von Identitätsorchestrierung

Ping Identity übernimmt mit Singular Key, Anbieterin von No-Code-Identität und Sicherheitsorchestrierung. Das US-Start-up für End-to-End-Security optimiert die Integration von Identitätsdiensten und bietet ein No-Code-Tool, mit dem sich Workflows über mehrere Identitätstechnologien und -plattformen hinweg erstellen lassen. Identitätsüberprüfung, Fraud-, Risiko- und Zugriffsmanagement, Autorisierung, privilegierte Zugangsmöglichkeiten sowie Identitäts-Governance werden dabei in einer einheitlichen Identitätsstruktur verwaltet. Unternehmen können mit Hilfe von Identitätsorchestrierung auf einfache Weise dynamische User Journeys erstellen und über sämtliche Entwicklungen des Identitäts- und Zugriffsmanagements hinweg verwalten. Der intelligente Security Layer-Ansatz von Singular Key sorgt dabei für mehr Agilität und Flexibilität in Unternehmensprozessen, da Identitäts-Workflows vereinfacht werden und schnell und ohne Codierung bereitgestellt werden können. Singular Key wird über die PingOne Cloud-Plattform zur Verfügung stehen und bestehende Kunden sowie Neuanwender dabei unterstützen, ihre End-to-End User Journeys sowohl über die Systeme von Ping Identity als auch über Dienste von Drittanbietern hinweg zu verbessern.

Grundlage für die dynamischen Cyber-Abwehrlösungen

Mandiant, Anbieterin von dynamischer Cyber-Abwehr und -Reaktion, schließt ihre Umfirmierung von FireEye. Das Unternehmen firmiert als Mandiant und handelt ihre Aktien seit Handelsbeginn der Nasdaq am 5. Oktober 2021 unter dem Börsenkürzel MNDT statt FEYE. Die Entscheidung, den Unternehmensnamen und das Börsenkürzel zu ändern, spiegelt die Strategie des Unternehmens wider, sich auf die Mandiant-Sicherheitslösungen zu konzentrieren, die über die Cloud-basierte Plattform "Mandiant Advantage" bereitgestellt werden. Im Rahmen dieser Strategie gab das Unternehmen am 2. Juni 2021 bekannt, dass es eine endgültige Verkaufsvereinbarung für den Geschäftsbereich FireEye Products mit einem Konsortium unter der Führung der Symphony Technology Group (STG) geschlossen hat. Der Verkauf inkludiert den Namen FireEye. Kevin Mandia, CEO von Mandiant: "Die Umfirmierung unseres Unternehmens in Mandiant, Inc. steht im Einklang mit unserer Mission, jedem Unternehmen Vertrauen in seine Cyberabwehr zu verleihen."

Ganzheitlicher Ansatz zur Identitätssicherheit

One Identity, Anbieterin im Bereich Unified Identity Security, hat OneLogin, eine Anbieterin von Identity Access Management (IAM)-Lösungen, übernommen, um die Unified-Identity-Security-Plattform von One Identity zu erweitern. In Kombination mit den bestehenden Lösungen für Privileged Access Management (PAM), Identity Governance and Administration (IGA) und Active Directory Management and Security (ADMS) ermöglicht das Unternehmen seinen Kunden jetzt einen ganzheitlichen Ansatz zur Identitätssicherheit auf Basis zuverlässiger, bewährter Technologien in jeder wichtigen Kategorie. Mit der Ergänzung durch die OneLogin-Software bietet One Identity nun Lösungen für jede der vier Säulen, die notwendig sind, um kritische Cybersicherheits-Lücken zu schließen. Gartner Research führt die beiden Lösungen von One Identity und OneLogin im Leaders-Quadranten der Gartner Magic Quadrant Reports für die Bereiche PAM, IGA und IAM, während Tausende von Unternehmen Active Roles verwenden, um Microsoft AD und Azure AD abzusichern und zu stärken. "Mit der Verbreitung menschlicher und maschineller Identitäten, dem Wettlauf in die Cloud und Remote Working wird die Identität schnell zum neuen Prüfstein – deshalb war es noch nie so wichtig wie aktuell, Identitäten mit einem End-to-End-Ansatz zu schützen", so Bhagwat Swaroop, Präsident und General Manager von One Identity. "Indem wir OneLogin in unser Portfolio und unsere Cloud-basierte Unified Identity Security-Plattform integrieren, unterstützen wir unsere Kunden dabei, sämtliche Identitäten ganzheitlich zu korrelieren, alles zu verifizieren, bevor jemand oder etwas Zugriff auf kritische Assets bekommt, nebst der Möglichkeit, verdächtige Login-Aktivitäten in Echtzeit zu erkennen. Mit Identität als Herzstück, können unsere Kunden jetzt eine adaptive Zero-Trust-Strategie umsetzen und ihre allgemeine Cybersicherheitslage drastisch verbessern."

Messung und Bekämpfung von Cyber-Risiken

Angesichts stark zunehmender und immer heftigerer Cyber-Angriffe hat die Netzwerk- und IT-Dienstleisterin BT eine millionenschwere Investition in das kalifornische Unternehmen Safe Security angekündigt. Das Unternehmen mit Hauptsitz im Silicon Valley ist im Management von Cyber-Risiken branchenführend. Mit der SAFE-Plattform (Security Assessment Framework for Enterprises) von Safe Security können Unternehmen einen "Gesundheits-Check" ihrer Schutzmechanismen durchführen und die Wahrscheinlichkeit eines größeren Cyberangriffs ermitteln. Cyberkriminelle nehmen sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen und öffentliche Organisationen ins Visier. Branchenanalysen gehen davon aus, dass die Kosten der weltweiten Cyberkriminalität im Jahr 2020 über eine Billion US-Dollar betragen haben. Angesichts der jüngsten Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Energie- oder Gesundheitsversorgung stehen Unternehmen und Regierungen unter großem Druck, objektiv zu ermitteln, wie gut sie gegen die neuesten Formen von Cyber-Attacken geschützt sind. Die Investition in Safe Security ermöglicht es BT, die SAFE-Plattform mit den eigenen Managed Security Services zu kombinieren. Damit können Kunden in einer Echtzeit-Analyse sehen, wie sicher sie in einer sich schnell verändernden Cyber-Bedrohungslandschaft sind. Eine Besonderheit von SAFE ist, dass es auch die finanziellen Risiken von Kunden berechnen kann und Maßnahmen vorschlägt, um diese zu begrenzen und Lücken in der Gefahrenabwehr zu schließen. SAFE schützt bereits mehrere Fortune-500-Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt.

Mangelnde Cyberresilienz im Mittelstand

Eine neue Bundesregierung wird viele Herausforderungen in der Cybersicherheitspolitik bewältigen und die Weichen für die kommenden Jahre stellen müssen. Als Anregung für diese Diskussion hat Kaspersky jetzt ein Impulspapier veröffentlicht. Es enthält zehn Punkten zur Cyber-Sicherheitspolitik. Kaspersky adressiert unter anderem den IT- und Cybersicherheits-Fachkräftemangel, Aufholbedarf zum Thema digitale Sicherheit innerhalb der Gesellschaft, die zu geringe Etablierung von Security-by-Design als Gestaltungsprinzip bei der Entwicklung neuer Technologien und Lösungen und die noch mangelnden Cyberresilienz im Mittelstand. Zudem solle die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sicherer und vertrauensvoller gestaltet werden. Zur Erhöhung der Resilienz und Leistungsfähigkeit sei eine faktenbasierte Cybersicherheits- sowie Wettbewerbs- und Beschaffungspolitik erforderlich. Kompetenzen in der Cybersicherheit sollten gebündelt sowie der europäische digitale Binnenmarkt harmonisiert werden. Außerdem befürwortet Kaspersky die Bildung eines Digitalministeriums auf Bundesebene, wobei hier das Thema Cybersicherheit mit einer hohen Relevanz behandelt werden sollte. So lasse sich die weitere Digitalisierung des Staates, seiner Verwaltung sowie der Wirtschaft und Gesellschaft zügig, sicher, vertrauensbasiert und effektiv vorantreiben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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