Verantwortungslosigkeit kann zum Sicherheitsrisiko werden

Wie Hersteller und Anwender die Risiken der Konnektivität einschränken können

Für die Sicherheit der IoT-Geräte sind verschiedene Beteiligte zuständig, wie etwa Fachverbände, Behörden und nationale Regierungen. Eine Hauptverantwortung liegt jedoch bei Herstellern und Anwendern



Von Jörg von der Heydt, Regional Director DACH bei Bitdefender

Die Anbindung der lokalen IT an das Internet wird immer dichter. Smarte Hardware und Sensoren werden zunehmend Teil von Unternehmensnetzen, was die Angriffsfläche unübersichtlicher und damit fehleranfälliger macht. Hersteller und Anwender stehen zunächst in der Pflicht, für Sicherheit zu sorgen. IT-Administratoren dürfen die Kontrolle über die neuen Anschlüsse an das Internet der Dinge nicht verlieren oder müssen sie erst erlangen.

Neben Videokameras oder anderer konnektiver Hardware öffnet auch das Remote-Office neue Risiken. Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, eröffnen unter Umständen neue Schwachstellen, in dem sie ihre Internet-of-Things (IoT)-Hardware über ihr PC-System unbewusst und damit unkontrolliert an ein Unternehmensnetzwerk anbinden. Geräte mit Internetanschluss in den verschiedensten Branchen – etwa in den Bereichen Industrie oder im Gesundheitswesen – sorgen für mehr Berührungspunkte an das Internet und damit für neue potenzielle Hintertüren ins Netz. Auch wenn IoT und IT noch nicht völlig verschmelzen, steigt das Risiko für den Anwender.

Selbst wenn der Trend sich etwas abschwächt – die Zeichen stehen weiter auf Expansion: 2021 wuchs laut den Experten von IOT Analytics Index die Zahl der IoT-Geräte um acht Prozent auf 12,2 Milliarden weltweit. Laut dem 2022 Mobile Security Index von Verizon gaben 31 Prozent der befragten Verantwortlichen für den Einkauf, das Management und das Sichern von IoT-Geräten zu, dass Hacker ihre IoT kompromittiert hatten. Bei zwei Dritteln davon kam es zu größeren Folgen ("major impact"): 59 Prozent beklagten einen Ausfall der Systeme, 56 Prozent einen Datenverlust und 29Prozent mussten Compliance-Bußgelder bezahlen. 41 Prozent der Befragten gaben zu, IoT-Sicherheitsbelange zu opfern, um ihre Aufgaben erledigen zu können.

Für die Sicherheit der IoT-Geräte sind verschiedene Beteiligte zuständig, wie etwa Fachverbände, Behörden und nationale Regierungen. Eine Hauptverantwortung liegt jedoch bei Herstellern und Anwendern. IT-Administratoren müssen sich darüber im Klaren sein, dass "Verantwortungslosigkeit" für sie zum Sicherheitsrisiko werden kann.

Was können Hersteller tun? – Sicherheitsstandards durchsetzen

• >> Sicherheit mit entwickeln: Um IoT-Funktionalitäten sicherer zu gestalten, bedarf es oftmals nur weniger Vorkehrungen, denn viele Risiken sind auf Nachlässigkeit und Intransparenz in der Entwicklung zurückzuführen. Wenn Hersteller undokumentierte User mit Default-Passwörtern anlegen, sind diese dem Anwender nicht bekannt. Mit der Zeit vergessen, sind sie dennoch voll funktionsfähig und verfügen oft über umfangreiche Rechte. Hacker machen sich dies zu Nutze und suchen mit automatisierten Tools nach Schwachstellen. Deshalb müssen Hersteller diese Konten offenlegen, damit die Anwender sie deaktivieren oder mit eigenen Zugangsdaten versehen können. IT-Administratoren müssen damit rechnen, dass Cyberkriminelle die Rechte unbekannter Nutzer eskalieren.

• >> Risikobewusstsein schärfen: Hersteller sollten das Ändern des Passwortes beim Einrichten standardmäßig vorschreiben, um die Anwender zu einem besseren und bewussteren Umgang mit den eigenen Passwörtern zu erziehen. Dies schafft einfach und sehr effektiv mehr Sicherheit. Zudem schützt es auch IoT-Identitäten, die dann von einer Identitäts-Management-Lösung überwacht werden können.

• >> Updates automatisieren: Da der Anwender meist zu bequem dazu ist, Aktualisierungen vorzunehmen, oder dies ganz einfach vergisst, sollten Hersteller diese Aufgabe selbst übernehmen und automatisierte Updates anbieten. Denn es ist wichtig, die Software bei IoT-Produkten immer auf dem neuesten Stand zu halten. Anwender erwarten das Einhalten des Plug-and-Play-Versprechens oder haben schlicht keine Zeit für den IoT-Administrationsaufwand. Die Verantwortung, aktuelle Software anzubieten, liegt im Internet der Dinge in noch höherem Maße beim Hersteller als in der klassischen IT.

• >> Standardbetriebssysteme benutzen: Laut Bitdefender-Angaben verursachen proprietäre Betriebssysteme 96 Prozent aller entdeckten Sicherheitslücken. Und das obwohl ihr Anteil an den beobachteten Geräten lediglich 34 Prozent ausmacht. Daher sollten Standardbetriebssysteme ein Einkaufskriterium bei der Wahl für eine IoT-Hardware sein.

• >> Sicherheit durch Zusammenarbeit: Genauso wichtig ist die Zusammenarbeit der Hersteller mit IT-Sicherheitsexperten, welche oft auch gut funktioniert. Es gibt jedoch immer noch Hersteller von IoT-Hardware, die keinen Sicherheitsansprechpartner nennen. Dies verzögert das gemeinsame Beheben von Verwundbarkeiten zum Schaden der Anwender. IT-Administratoren sollten die Kommunikation des IoT-Hardware-Herstellers ihrer Wahl verfolgen, um sich über eventuell entdeckte Zero-Day-Lücken zu informieren.

Was können Anwender tun? – Den Wert von Sicherheit erkennen

• >> Sich nicht in falscher Sicherheit wiegen: IoT-Hardware ist schnell vom einzelnen Mitarbeiter oder auch von Gebäudetechnikern, die nicht immer die IT-Sicherheitskompetenz einer IT-Abteilung haben, installiert. Diese ignorieren oft das dadurch entstehende Risiko. Dieses besteht zum Beispiel darin, eine gekaperte IP-Videokamera für eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke zu nutzen. Andere Angreifer versuchen, darüber ins Unternehmensnetz zu gelangen. Diese Gefahr merkt der Privatanwender unter Umständen nicht, weil sie ihn und das Verhalten seines Rechners nicht unmittelbar betrifft. Der Anwender sollte dies immer im Kopf haben und vorsichtig den Weg in das Internet der Dinge suchen. IT-Administratoren sollten ihre Mitarbeiter über diese Risiken aufklären. Eine Beschaffungsabteilung, die eigene IoT-Hardware bereitstellt, hilft Wildwuchs zu verhindern und kann Kontrolle gewinnen.

• >> Qualität hat ihren Preis: Sicherheit ist in der Regel kein leeres Markenversprechen, und deshalb sollten Anwender lieber nicht am falschen Ende sparen. Wer wenig Geld ausgeben will, kauft sich eher ein Risiko ein. Im Vergleich zu No-Brands, welche oft in Sachen Sicherheit zu wünschen übriglassen und keinen oder zumindest keinen realistisch erreichbaren Support haben, bieten teure Geräte hier einen Mehrwert in Sachen Sicherheit, Dokumentation und Support. Davon profitiert jedes Sicherheitsteam in einem Unternehmen.

• >> Kurze Lebensdauer = Sicherheit mit Verfallsdatum: Viele Geräte sind nur für eine kurze Einsatzzeit entwickelt worden und sind nicht dafür vorgesehen, diese zu überschreiten. Unternehmen verwenden etwa ihre Videokamera oder ihr Türsicherungssystem oft so lange, wie sie funktionieren. In der Zwischenzeit haben Hersteller ihren Support möglicherweise eingestellt und die Systeme veralten sicherheitstechnisch im Hintergrund. Ohne Updates entstehen so Sicherheitslücken durch Gefahren, die in der Zwischenzeit den Hackern bekannt werden. IT-Sicherheitsverantwortliche sollten veraltete Hardware entfernen.

• >> Passwortdisziplin: Voreingestellte Passwörter sollten sofort geändert werden. Im weiteren Betrieb empfiehlt sich ein kontinuierlicher Wechsel oder ein geeigneter Passwortmanager. Für die meisten Hacker sind voreingestellte Kennworte leicht zu knacken, wenn sie mit Tools gezielt nach IoT-Geräten suchen.

• >> Last but not least – Nicht den eigenen Datenschutz vergessen: Alle IoT-Geräte geben Daten weiter – das ist ihre Aufgabe, dafür wurden sie entwickelt. Ein Server für diese Informationen außerhalb der EU hat sicher andere und oft schwächere Vorgaben für den Datenschutz. Wer über die zunehmende Menge an Daten, die auch über das Internet der Dinge in Zukunft transportiert werden, die Kontrolle bewahren will, sollte von Anfang an darauf achten.

Last Line of Defense

IT-Sicherheitsverantwortliche müssen angesichts solcher von außen angetragener Probleme vor allem die Sichtbarkeit über die Konnektivität an das Internet erlangen und aufrechterhalten. Die Unübersichtlichkeit und Dynamik dieses Bereiches der IT, der als Schatten-IT sich oft ihrer Kontrolle entzieht, macht diese Aufgabe nicht einfach. Wichtig ist vor allem, spätestens den Zugriff auf das Unternehmensnetz über IoT zu kontrollieren. Eine IT-Sicherheit, die ganzheitlich die IT beobachtet, kann auch die IoT-Endpunkte und ihre Auswirkung auf das Verhalten von PCs, Systemen und Applikationen im Blick haben. (Bitdefender: ra)

eingetragen: 08.01.23
Newsletterlauf: 14.03.23

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Malware basiert auf XFS

Eine neue Malware namens "EU ATM Malware" zielt auf Geldautomaten in Europa ab und wird im Darknet verkauft. Sie soll eine Effektivität von 99 Prozent in Europa (60 Prozent in anderen Ländern) haben. Die Hintermänner bieten sie über verschiedene Bezahlmethoden an, darunter Abonnements und eine Demo-Version.

Ausweitung der Systemprivilegien möglich

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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