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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Verlust von vertraulichen Dokumenten

Warum Unternehmen dringend ihre Drucker absichern müssen

Sicherer und DSGVO-konformer Umgang mit Druckern



Kaum ein Unternehmen kommt ohne ihn aus, seine Bedeutung für die IT-Sicherheit ist allerdings meist unterschätzt: der Drucker. Die oft vergessene Gefahr, die von ungesicherten Druckgeräten ausgeht, kann schnell zu schwerwiegenden Konsequenzen führen. Welche das sind und wie sich Unternehmen dagegen schützen können, zeigt Apogee, Multi-Brand-Anbieterin von Managed-Workplace-Services.

Während sich ein Großteil der IT-Security-Maßnahmen auf das Absichern von Laptops, Servern und Desktops konzentriert, ist der Sicherung von Druckern im Unternehmensumfeld in vielen Fällen immer noch ein stiefmütterliches Verhältnis zu attestieren. Wer allerdings glaubt, dass die Druckersicherheit guten Gewissens vernachlässigbar ist, der könnte schnell mit den Folgen konfrontiert sein: Als Entrypoint in das Firmennetz sind ungeschützte Drucker ein einfaches und willkommenes Ziel für Cyberkriminelle, was sich im schlimmsten Fall in DDoS-Attacken, Datendiebstahl oder der Infizierung mit Ransomware auswirken kann.

Der Verlust von vertraulichen Dokumenten und das Abgreifen von Druckaufträgen können die Probleme noch potenzieren, wenn Unternehmen ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen und gegen die DSGVO verstoßen. So drastisch die Konsequenzen auch sein können – mit der richtigen Strategie können IT-Abteilungen die Gefahrenquelle Drucker eindämmen. Managed-Workplace-Service-Anbieter Apogee zeigt, worauf es dabei ankommt.

>> Die Hardware-Seite. Ein direkt im Drucker eingebauter Selbstcheck kann etwa manipulierte Software oder ungewollte Zugriffe erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Realisierbar ist dieser Ansatz mit zwei Arten von BIOS, wobei eins direkt auf der Platine des Geräts arbeitet und nur einen physischen Zugriff erlaubt. Stellt das System eine Veränderung der Firmware fest, etwa nach einem Angriff von außen, verbindet sich der Drucker nicht direkt mit dem Netzwerk, sondern aktiviert das geschützte zweite BIOS und verhindert damit eine Ausbreitung von potentiellen Gefahren im Unternehmensnetzwerk.

>> Die Software-Seite. Auch in der Welt der Drucker funktioniert IT-Security nicht ohne Monitoring. Mit einer zentralen Software-Lösung können Mitarbeiter die nötigen SSL-Zertifikate für die Verschlüsselung von Druckaufträgen direkt auf den Drucker einspielen, Sendungen von Druckaufträgen überprüfen, offene Ports erkennen und die Administrator-Passwörter auf den Endgeräten kontrollieren. Integrierte Dashboards und das einfache Erstellen von Reportings sind ebenfalls wichtige Aspekte, die Lösungen mitbringen sollten, um das Orchestrieren der oft hohen Zahl an Druckern zu erleichtern. Eine Selbstverständlichkeit sollte in diesem Zusammenhang auch das regelmäßige Einspielen von Sicherheitsupdates sein.

>> Die Mitarbeiter. Keine effektive Strategie zur sicheren Verwendung von internetfähigen Endgeräten kommt ohne die Sensibilisierung für potentielle Risiken aus. Drucker bilden hier keine Ausnahme, es besteht sogar eine starke Notwendigkeit, Mitarbeiter zu schulen – denn auch der Drucker kann nur so sicher sein, wie Menschen ihn bedienen. Damit der Sicherheitsfokus nicht nur auf den Laptops der Mitarbeiter oder der Server liegt, sondern auch auf dem sicheren und DSGVO-konformen Umgang mit Druckern, bieten sich etwa Schulungen, Tutorials und Anleitungen an. Im Zweifelsfalle sollten Unternehmen diese Aufgabe an externe Experten übermitteln, fehlt es vielen IT-Abteilungen doch an einem gewissen Verständnis für die Wichtigkeit dieser Prozesse.

"Ungesicherte Drucker sind ein echtes Geschenk für Angreifer und machen es ihnen sehr leicht, tiefer in die Infrastruktur von Unternehmen einzudringen, Nutzer zu kompromittieren und sensible Daten zu stehlen", erklärt Karin Daher, General Manager bei Apogee Deutschland. "Wir können aus diesen Gründen nur dazu raten, das Thema der Druckersicherheit sehr ernst zu nehmen, auf das Zusammenspiel zwischen Hardware- und Software-Sicherheitslösungen zu setzen sowie die Mitarbeiter intensiv zu schulen." (Apogee: ra)

eingetragen: 22.08.22
Newsletterlauf: 28.10.22

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Datensicherung und Wiederherstellbarkeit

Insider sind weiterhin eine der größten Bedrohungen für Organisation und ihre wertvollen Daten. Um sich vor Datenverlust zu schützen, benötigen Organisationen eine passende Strategie zur Datensicherung, die die Wiederherstellbarkeit aller Daten zu jedem Zeitpunkt ihres Lebenszyklus gewährleistet.

Vorsicht im Umgang mit E-Mails aller Art

Check Point Software Technologies weist auf die Notwendigkeit hin, dass jeder Einzelne der IT-Sicherheit Priorität einräumt, sowohl im Geschäfts- als auch im Privatleben, um das ständig wachsende Risiko von IT-Angriffen abzuwehren. Nach Angaben von Check Point Research (CPR) haben die Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 59 Prozent zugenommen.

Jede Maschine benötigt eine Identität, um sich zu authentifizieren

Nach dem Cyberangriff auf ein australische Telekommunikationsunternehmen stellten investigative Reporter fest, dass das Unternehmen angeblich den öffentlichen Zugang zu der betroffenen API deaktiviert hatte. Ihr Entwicklerportal, das zufälligerweise seit Januar ein abgelaufenes SSL-Zertifikat hat, wodurch APIs nicht vertrauenswürdig sind, war weiterhin zugänglich.

Erste Hilfe bei Hackerangriff: Was Betroffene tun können

Hackerangriffe auf Firmennetzwerke verlaufen häufig still und leise. Bis die ausgenutzte Schwachstelle oder der Schaden erkannt werden, können mehrere Tage bis hin zu einigen Monaten vergehen, warnen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group.

Trainings für Anwender, um Malware besser zu erkennen

Nach einer repräsentativen Studie des Bitcom aus 2021 entstand der deutschen Wirtschaft im Jahr 2020 durch Cyberangriffe ein Schaden von 220 Milliarden Euro, und laut Verizon Data Breach Incident Report sind Anmeldedaten mit über 60 Prozent die begehrteste Datenkategorie bei Sicherheitsverletzungen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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