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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Verschlüsselung spielt eine wichtige Rolle

Sicher ist sicher: So muss mobile Kommunikation verschlüsselt werden

Verschlüsselung bietet die Möglichkeit, in Form der digitalen Signatur, die Authentizität und den Ursprung von Informationen sicherzustellen

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Wenn Mitarbeiter über Smartphone und Tablet E-Mails verschicken, Nachrichten austauschen oder Dateien ins Intranet hochladen, spielt Verschlüsselung eine wichtige Rolle. Virtual Solution erklärt, welche Verfahren höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Verschlüsselung sorgt dafür, dass nur Befugte den Inhalt von Nachrichten oder Dokumenten zu Gesicht bekommen. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, in Form der digitalen Signatur, die Authentizität und den Ursprung von Informationen sicherzustellen. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Verfahren und Standards – nicht alle zur Verfügung stehenden Methoden sind auch wirklich sicher.

Eine sicher eingesetzte Verschlüsselung zeichnen folgende Punkte aus:

>> Die Verbindung von symmetrischen und asymmetrischen Verfahren. Eine geringe Latenz ist wesentlich für eine Kommunikation in Echtzeit, etwa bei Voice- und Videoinhalten per Messenger. Geschwindigkeit ist der große Pluspunkt einer symmetrischen Verschlüsselung, bei der Sender und Empfänger den gleichen Schlüssel nutzen. Der große Nachteil ist, dass dieser Schlüssel zwischen Sender und Empfänger übertragen werden muss und bei der Übertragung abgefangen werden könnte. Asymmetrische Verfahren, die mit einem Schlüsselpaar aus öffentlichem und privatem Schlüssel arbeiten, lösen dieses Problem: Der private Schlüssel ("Private Key") wird nie übertragen, sondern verbleibt beim Sender.

Der öffentliche Schlüssel ("Public Key") kann jedem zugänglich gemacht werden, da er lediglich zum Verschlüsseln benutzt werden kann. Der große Nachteil hier: Aufgrund der komplexen Mathematik sind asymmetrische Verfahren sehr viel langsamer und bilden deshalb einen Performance-Flaschenhals bei Geräten mit begrenzter CPU-Leistung wie Smartcards oder Mobiltelefone. Eine praktische Lösung ist deshalb die Kombination von beidem: Bei dem hybriden Verfahren erfolgt der erste Aufbau der Verbindung über ein asymmetrisches Private- und Public-Key-Paar, danach wird ein symmetrischer Schlüssel zur Absicherung der Kommunikation genutzt.

>> Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Ein anderer Aspekt ist die Unterscheidung zwischen Punkt-zu-Punkt- (P2P) und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E). P2P sichert bei Versand und Empfang beispielsweise von E-Mails ausschließlich den Übertragungskanal zwischen Client und E-Mail-Server, nicht aber den Inhalt. Das heißt: Nur auf dem Weg zwischen zwei Netzknoten besteht ein Schutz, an unsicheren Übergangspunkten können Unbefugte mitlesen. Bei E2E dagegen können Nachrichten ausschließlich vom tatsächlichen Sender und Empfänger gelesen werden. Eine Nachricht wird vor dem Versand mit dem öffentlichen Schlüssel des Adressaten verschlüsselt und erst beim Entschlüsseln durch den Empfänger mittels dessen geheimen Schlüssels dekodiert. Dafür gibt es gängige E2E-Methoden wie S/MIME (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions) oder PGP (Pretty Good Privacy), die auch bei Chats, Voice- und Videocalls zwischen mehreren Teilnehmern eine wichtige Rolle spielen: Hier wird oft übersehen, dass ein zwischengeschalteter Server individuelle Streams eventuell entschlüsseln muss, um sie zusammenmischen zu können.

>> Die Verschlüsselung der lokal gespeicherten Daten. Eine Verschlüsselung allein der Kommunikationsstrecke ("data in transit") verhindert nicht, dass die Daten auf dem mobilen Gerät ("data at rest") unverschlüsselt gespeichert werden. Spätestens sobald eine Anwendung die Daten zur Darstellung entschlüsselt, können diese auch von anderen Apps ausgelesen werden. Um die Daten vor Zugriffen zu schützen, hilft eine moderne Sicherheitslösung auf Basis einer Container-Technologie weiter. In einem abgeschotteten Bereich werden E-Mails, Kontakte, Kalender, Notizen oder auch Dokumente aus dem Intranet verschlüsselt gespeichert. Der Zugriff auf diese App bzw. diese Daten wird durch eine PIN, biometrische Verfahren wie Touch und Face ID oder per Smartcard abgesichert. Damit befinden sich die sensiblen Daten auf dem mobilen Gerät in einer sicheren Umgebung – egal, ob ein dienstliches oder privates Smartphone genutzt wird.

"Angreifer finden immer innovativere Wege, um Systeme zu kompromittieren und Daten zu stehlen. Damit die mobile Kommunikation höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht wird, müssen die Daten sowohl bei der Übertragung als auch der Speicherung auf dem Endgerät verschlüsselt werden", erklärt Dr. Hermann Granzer, CTO bei Virtual Solution in München. "Möglich wird das erst durch die Kombination aus hybrider Verschlüsselung, E2E-Verschlüsselung und der vollkommenen Abschottung der Daten auf dem Mobilgerät. Mit einer Lösung auf Basis der Container-Technologie sind Behörden und Unternehmen auf der sicheren Seite." (Virtual Solution: ra)

eingetragen: 31.05.21
Newsletterlauf: 05.08.21

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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