Rubrik: Markt/Unternehmen

Kroll Ontrack präsentiert zum fünften Mal ihre jährliche Top-Ten kurioser Datenverluste

Technologie-Fortschritt bietet keine Gewähr - vor Datenverlust kann man nie sicher sein

(18.12.08) - Auch im Backofen sind Daten gefährdet. Dies und nicht nur dies mussten Anwender erfahren, die im Jahr 2008 mit kuriosen und spektakulären Geschichten in den Reinräumen von Kroll Ontrack vorstellig wurden. Das Unternehmen präsentiert zum fünften Mal in Folge seine jährliche Hitparade der kuriosesten Fälle von Datenverlust, die in den weltweit 32 Niederlassungen des Unternehmens eingegangen sind. Was die Datenrettungsingenieure zusammengetragen haben, zeigt ein weiteres Mal, dass man vor Datenverlust nie sicher sein kann - egal wann, wie und wo.

10. Datenhavarie - Eine Weltumsegelung endete beinahe im Datenschiffbruch, als das Boot am letzten Tag mitsamt Notebook kenterte. Kroll Ontrack gelang es 100 Prozent der Daten wiederher-zustellen und so nicht wiederbringbare Erinnerungen zu bergen.

9. Hochzeitskorrosion - Nach dem Hurrikan Katrina 2005 ging ein frisch verheiratetes Paar davon aus, dass sowohl ihre Verlobungs- als auch Hochzeitsfotos auf einer vom Hochwasser geschädigten Festplatte für immer verloren sind. Eine scheinbar endgültige Bestätigung dafür lieferte ein örtlicher Datenrettungsanbieter. Er meinte, die Festplatte wäre "so stark korrodiert", dass nichts zu machen ist. Zweieinhalb Jahre später wagte das Paar dennoch einen zweiten Versuch bei Kroll Ontrack. Alle Fotos konnten wiederhergestellt werden.

8. Bordgefechte - Eine Anwältin dachte sich, Urlaub und Arbeit miteinander verbinden zu können, als sie mit ihrem Vater zum Angeln ging. Wütend darüber, dass sie ihr Notebook auf das Fischerboot mitnahm, ließ der Anglerfreund ihres Vaters kurzerhand ihre Tasche mitsamt Notebook und Backup-Medien über Bord gehen. Komplett bekleidet und ohne viel Hoffnung sprang die Anwältin hinterher. Zu ihrem Glück konnten die Ingenieure bei Kroll Ontrack die wertvollen Geschäftsinformationen wiederherstellen.

7. High Noon - Pünktlich zur finalen Nachproduktion eines Westerns setzte sich bei einem unabhängigen Filmproduzenten ein Headcrash in Szene. Die ungewöhnlichen Geräusche kamen nicht aus einer Revolverkugel, sondern aus dem MacBook Pro, welches daraufhin abstürzte. In speichertechnischer Wildwestmanier lag kein Backup vor. Der Filmemacher fürchtete um ein Jahr harter Arbeit. Die Daten wurden wiederhergestellt, der Film ist heute weltweit auf DVD erhältlich.

6. Datenodyssee - Aus einem Einfamilienhaus wurde neben einer Handtasche und einem Auto auch ein Notebook gestohlen. Das Auto wurde am folgenden Tag an einem Fluss gefunden, aber von Notebook oder Handtasche fehlte jede Spur. Tage später tauchte ein ehrlicher Finder vor dem Haus der Opfer auf - mit einer tropfenden Notebook-Tasche samt Notebook. Seine Kinder hätten die ans Ufer geschwemmte Tasche gefunden. Die Spur zum Eigentümer gab die dazu gepackte Handtasche.

5. Haustiervandalismus - Ein wütender Hund schnappte sich das externe USB-Laufwerk vom Esstisch und zerstörte es so, dass die Daten am PC nicht mehr lesbar waren. Familienfotos der letzten fünf Jahre drohten verdaut worden zu sein - Kroll Ontrack gelang die Datenrettung.

4. Babyzähne - Kroll Ontrack erhielt eine aus einer Kamera stammende SD-Karte mit Bissspuren. Der Kunde gab an, dass wohl ein "wildes Tier” daran herumgekaut hätte. Das wilde Tier war der zweijährige Sohn, der den Datenrettern jedoch eine Chance gelassen hatte.

3. Saugeffekt - Staubsauger behandeln beim wöchentlichen Hausputz 1-GB-Speicher-Sticks nicht besser als Essenskrümel. Die Saugkraft war in diesem Fall so stark, dass sich Teile des USB-Speichers von der Platine gelöst hatten.

2. Panther-Monitoring - Ein Wildtierprojekt eines Forschungsinstituts kam beinahe zum Erliegen. Ein Florida-Panther hatte den Flashchip des Ortungshalsbands beschädigt. Die wichtigen Daten, die dem Erhalt der bedrohten Tierart dienlich sind, konnten wiederhergestellt werden.

1. Ofenfrisch - Ein Mann griff vor einer Reise zu einer unkonventionellen Datensicherung und versteckte sein Notebook im Backofen. Seine Frau schob das Brathähnchen hinterher, ohne mit einem Notebook als Beilage zu rechnen. Das Geflügel wurde knusprig, das Notebook auch. Die Daten blieben aber frisch und konnten wieder ausgelesen werden.

"Heutzutage ist es nahezu unmöglich, den Alltag ohne digitale Daten zu bewältigen. Jeder Anwender nennt mittlerweile eine Fülle digitaler Informationen sein Eigen. Dieses digitale Gedächtnis ist aber immer bedroht. Kommt es zu Datenverlust, bietet eine professionelle Datenrettungsfirma in der Regel die größte Aussicht auf eine erfolgreiche Datenrettung", erklärt Edmund Hilt, Managing Director bei der Kroll Ontrack. "Da zur Datenrettung spezielle Voraus-setzungen - wie etwa ein Reinraum, fortschrittliche Technologie und Ausstattung sowie umfassend ausgebildete Ingenieure - erfüllt sein müssen, kann die Wahl eines erfahrenen Datenrettungs-anbieters den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die diesjährige Liste der Datenkatastro-phen zeigt, dass für uns kein Vorfall zu außergewöhnlich oder zu schwierig ist, um sich der Sache anzunehmen. Die Kompetenz beweisen auch unsere erfolgreichen Einsätze im Falle einer Ameiseninvasion (2007), dem Fund schmutziger Socken im Laufwerksgehäuse (2006) sowie beim Kakerlakenbefall (2005) und in der ersten Hilfe bei vom Flugzeug überfahrenen Notebooks (2005)." (Kroll Ontrack: ma)

 

 

 

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