Rubrik: Markt/Unternehmen

Masterstudiengang "Digitale Forensik": Ausbildung zu Ermittlern in Sachen Cybercrime

it-sa 2010: Informationsaustausch zwischen Hochschulen und Wirtschaft

(12.10.10) - Auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg werden auf einer Themenfläche Hochschulen neueste Ergebnisse aus der Forschung präsentieren und ihre Studienangebote vorstellen. Die Messefläche ist Teil des vom Verein "it-sa Benefiz" initiierten Programms "campus@it-sa", welches gezielt den Informationsaustausch zwischen Hochschulen und Wirtschaft fördert. Höhepunkt des Programms ist die Veranstaltung "MesseCampus", die mit Vorträgen und Rundgängen Studierende, Professoren und Vertreter der IT-Wirtschaft zusammenbringt.

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Auf der Themenfläche im Rahmen des Programms campus@it-sa können Hochschulen ihre Forschungsergebnisse, Studienangebote und Tools präsentieren. Erneut sind fast alle Plätze auf dem Campus vergeben - 2010 stellen aus:

FH Brandenburg, Institut für Internet-Sicherheit - if(is), FH Gelsenkirchen, GSO-Hochschule Nürnberg, die Hochschulen Aalen, Albstadt-Sigmaringen, Bonn-Rhein-Sieg sowie die Furtwangen University und Universität Erlangen.

·         Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I der Universität Regensburg zeigt dort Tools und Methoden für sicheres Identitätsmanagement in Unternehmen, die dazu dienen Fehler in den Identitätsdaten aufzufinden und Geschäftsrollen für Mitarbeiter zu definieren (Stand 620).

·         Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen informiert über den bis dato im deutschsprachigen Raum einzigartigen Masterstudiengang "Digitale Forensik", bei dem Studierende in sechs Semestern zu Ermittlern in Sachen Cybercrime ausgebildet werden (Stand 618).

·         "Security & Safety Engineering", ein Studienangebot der Furtwangen University, wird am Stand 624 erläutert - hier ist das Ziel eine generalistische Ausbildung in allen Aspekten von Sicherheit und Sicherung, selbstverständlich auch der Informationssicherheit, zu schaffen.

·         Die Universität Erlangen-Nürnberg präsentiert neben ihrem Studiengang Informatik ein Webportal zur Analyse von Schadsoftware (Stand 628).

·         Und die Nürnberger Ohm-Hochschule stellt das Projekt "Anti-Phishing Device" vor: Im Labor für "Pervasive Computing" wird dabei erforscht, wie sich mit einem möglichst einfachen Chipkartenleser Angriffe gegen Internet-Banking verhindern lassen (Stand 622).

·         Die Fachhochschule Gelsenkirchen zeigt neben den aktuellen Forschungsprojekten ihren Masterstudiengang "Internet-Sicherheit", der zusammen mit dem Institut für Internet-Sicherheit angeboten wird (Stand 612).

Veranstaltung MesseCampus 2010

Höhepunkt des Programm campus@it-sa ist am 21. Oktober die Veranstaltung MesseCampus von 11–14 Uhr, auf der mit Vorträgen und Rundgängen Studierende, Professoren und Vertreter der IT-Wirtschaft zusammengebracht werden. Wie schon im Vorjahr stehen kurze Vorlesungseinheiten und ein anschließender Besuch bei ausgewählten Ausstellern zum Thema IT-Sicherheit auf dem Programm. Hierdurch möchte it-sa Benefiz gemeinsam mit dem Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) mit Blick auf zukünftige IT-Sicherheitsfragen dazu beitragen, dass angehende Informatiker sich im Studium mit diesem wichtigen Thema befassen.

Zum Auftakt wird Franz Josef Pschierer, IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung, im Auditorium der it-sa über die Bedeutung der IT-Sicherheit für Wirtschaft und Gesellschaft sprechen. Gleich darauf folgt Prof. Dieter Kempf, Vorstandvorsitzender von DsiN, mit einem Plädoyer für die IT-Sicherheit als zentralen Faktor der Ausbildung.

Kernelement des MesseCampus 2010 sind sechs Kurzvorlesungen zu IT-Sicherheitsthemen und die daran anschließende Diskussionsrunde "Arbeitsmarkt IT-Sicherheit".

Die Vorlesungen sind jeweils neun Minuten lang - der Anteil von 10 Prozent einer 90-minütigen Lehrveranstaltung entspricht einer Studie der Hochschule Darmstadt zufolge dem wünschenswerten Gesamtanteil der Sicherheit am Informatikstudium. Welche beruflichen Chancen die IT-Security-Branche bietet, welche Qualifikationen erwartet werden (reicht ein Bachelor?) und wie man am besten "einsteigt" behandelt anschließend eine Diskussionsrunde mit Vertretern verschiedener Unternehmen.

Im Anschluss an die Vorträge sind die Studenten zu einem Besuch ausgewählter Messestände von Unternehmen eingeladen, um mehr über konkrete Möglichkeiten des Jobeinstiegs zu erfahren. (SecuMedia: ra)

 

 

 

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