Rubrik: Markt/Unternehmen

Herstellung von IT-Security als kontinuierlichen Prozess begreifen

Laut Ampeg muss die Wirksamkeit der IT-Sicherheit grundlegend verbessert werden

(26.04.11) - Anlässlich des "Safer Internet Day 2011" legte die "Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit" (NIFIS e.V.) eine Umfrage vor, die zeigte, dass viele Unternehmen IT-Sicherheit noch immer vernachlässigen. So wird "Sicherheit [...] als einmaliges Ereignis verstanden. Investitionen werden vorgenommen, dauerhafte Pflege und Wartung aber sträflich vernachlässigt". Im April kritisierte die NIFIS erneut den oft laxen Umgang mit IT-Sicherheit in Unternehmen. Diese "...riskieren mit unerkannten Sicherheitslücken den Unternehmenserfolg", sagt Mathias Gärtner, stellvertretender Vorsitzender der NIFIS. Die Sicherheitsspezialisten von Ampeg sehen das ebenso. Jedoch erscheinen ihnen die "Zehn ersten Schritte zur besseren Informations-sicherheit" (1) der NIFIS nicht ausreichend, um IT-Security professionell zu betreiben. Ampeg empfiehlt eine strategischere Herangehensweise.

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"Wir schätzen die Bedrohung durch unerkannte Sicherheitslücken ebenso hoch ein wie die NIFIS", sagt Peter Graf, Geschäftsführer von Ampeg. "Der mit der Warnung veröffentlichte Leitfaden reicht aus unserer Sicht aber nicht aus, um wirksame IT-Sicherheit herzustellen. Die Tipp-Liste mag einige Denkanstöße enthalten - z.B. dass Unternehmen den Schutzbedarf durch eine Risiko-analyse feststellen und alle Systeme durch Passwörter schützen sollten. Wer aber den Anspruch hat, IT-Sicherheit professionell zu betreiben, der sollte die Herstellung von IT-Sicherheit als kontinuierlichen Prozess begreifen und bei dessen Ausgestaltung strategisch vorgehen. Folgendes Vorgehen ist geboten:

1. Sicherheitsrichtlinien festlegen

In den Sicherheitsrichtlinien beschreibt ein Unternehmen, wie das übergeordnete Ziel der Risikominimierung erreicht werden soll. Nach einer - auch in den NIFIS-Tipps geforderten - Risikoanalyse werden Ziele und Regeln für die einzelnen Risikobereiche definiert.

2. Konkrete Zielsetzungen und Messung

Aus den Richtlinien müssen messbare Ziele für die IT-Sicherheitsmaßnahmen (Firewalls, Virenscanner, Patch-Management, Security-Awareness etc.) abgeleitet werden. Anhand von Kennzahlen muss dann der Erfüllungsgrad bestimmt und laufend überwacht werden.

3. Kontinuierliche Verbesserungen

Ist der Erfüllungsgrad für die einzelnen Maßnahmen bekannt, werden auch Schwachpunkte transparent. Ein Sicherheitsverantwortlicher, der beispielsweise weiß, dass das gewünschte Sicherheitsniveau nicht erreicht wird, kann Verbesserungen im IT-Sicherheitsbetrieb einleiten. Die Wirksamkeit der IT-Sicherheit wird somit erhöht und das Restrisiko minimiert. (Ampeg: ma)

(1) NIFIS-Leitfaden:

Tipp 1: Führen Sie eine Risikoanalyse durch

Tipp 2: Informationssicherheit beginnt von oben

Tipp 3: Richten Sie Passwörter und Benutzernamen für jeden Rechnerzu-gang ein

Tipp 4: Ohne Virenscanner (auf jedem Rechner) und Firewall (mindestens eine Firewall zwischen Internet und Intranet) darf heute kein EDV-System mehr betrieben werden

Tipp 5: Informationssicherheit stellt die Betriebsfähigkeit des Unternehmens sicher

Tipp 6: Erstellen Sie einen Notfallplan

Tipp 7: Regeln Sie die private Nutzung Ihrer Infrastruktur

Tipp 8: Mobile Datenträger sind notwendige Arbeitswerkzeuge

Tipp 9: Ihre physikalische Infrastruktur sollte der Wichtigkeit entsprechend gesichert sein

Tipp 10: Erstellen Sie Zugriffsregeln auf Ihre Daten auf den Servern

 

 

 

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