Rubrik: Markt/Unternehmen

Schutz vor Gefahren durch soziale Medien darf sich nicht nur auf technische Vorkehrungen beschränken

Websense startet interaktive Diskussionsreihe "SpeakUp" in Deutschland

(12.07.11) - Eine Veranstaltung in Düsseldorf gab den Auftakt zu "SpeakUp", der neuen Diskussionsreihe von Websense zu aktuellen Themen aus der IT. Auf dem Podium stellten sich Experten den Fragen nach den Auswirkungen sozialer Netzwerke in Unternehmen. Websense hat mit der Podiumsdiskussion "Soziale Netzwerke: Ruhm oder Ruin?" ihre deutsche SpeakUp-Veranstaltungsreihe eröffnet. Die Zuhörer spielen dabei eine aktive Rolle, indem sie nicht nur über ein Voting-System ihre Meinung zu den in der Diskussion vertretenen Thesen abgeben, sondern auch mit Wortmeldungen aktiv in die Diskussion eingreifen können.

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Während der Auftakt-Veranstaltung diskutierten Experten im Düsseldorfer Rheinturm über die Chancen und Gefahren der Nutzung von Social Media in Unternehmen. "Der Schutz vor Gefahren durch soziale Medien darf sich nicht nur auf technische Vorkehrungen beschränken", betonte Michael Rudrich, Regional Director Central Europe bei Websense in Hamburg. "Aufklärung und Sensibilisierung müssen Bestandteil der Sicherheitsmaßnahmen sein."

Karsten Kinder, IT-Security Consultant bei SySS in Tübingen, erörterte die Frage des Kommunikationsverhaltens einzelner Mitarbeiter im Unternehmen. Der Umgang mit persönlichen Daten sei eine Frage der Generation, wobei die Jüngeren unter 30 Jahren dabei private Informationen unbesorgter weitergäben.

Markus Schmidt, Informationssicherheitsverantwortlicher bei der Sparkasse Krefeld, sah die Vermischung privater und dienstlicher Kommunikation besonders kritisch. Der Name des Unternehmens und private Aussagen sollen voneinander streng getrennt werden.

Dirk Welper, verantwortlich für die E-Mail-Security bei Evonik Services, dem IT-Dienstleister des Evonik-Chemiekonzerns in Essen, gab zu bedenken, dass ein höheres Kommunikationsauf-kommen die Kontrolle über Inhalte erschwere oder gar unterbinde. 

Internet-Urgestein Ossi Urchs schlug vor, sich bei der Schaffung von Richtlinien für Social Media von den USA inspirieren zu lassen. Dort würden in Unternehmen einfache und klare Leitlinien definiert, während die Regelungen in Deutschland für eine Befolgung oft zu umfangreich und umständlich seien.

Über ein Voting-System äußerte sich das Publikum zu verschiedenen Themen. Auf die Frage, welche sozialen Netzwerke die rund 40 Zuhörer verwenden, schnitt die Business-Plattform Xing mit fast doppelt so vielen Nennungen wie LinkedIn ab. In der Einschätzung der Risiken durch soziale Netzwerke gab die Mehrheit des Publikums die Gefahr des Beeinträchtigung der Privatsphäre an, während technische Risiken, wie etwa Datenverlust, erst danach folgten. (Websense: ra)

 

 

 

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