Rubrik: Markt/Unternehmen

Extreme Networks nennt ihre Netzwerktrends für 2012

iSCSI wird sich zur Storage-Technologie der Zukunft entwickeln

(08.12.11) - Während sich in 2011 fast alles um Server-Virtualisierung, Cloud Computing und neue mobile Endgeräte drehte, werden sich Unternehmen in 2012 mit den Auswirkungen dieser Entwicklungen auf ihr Netzwerk auseinandersetzen müssen. Was im nächsten Jahr auf die Betreiber von Unternehmensnetzen und Rechenzentren zukommen wird, hat Extreme Networks in drei großen Trends zusammengefasst.

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LAN und SAN wachsen zusammen - iSCSI mit hohem Potential

Schon allein aus Kostengründen werden Betreiber von Rechenzentren kurz- bis mittelfristig ihre Daten- und Speichernetze miteinander verschmelzen. Die Basis dafür wird das offene, interoperable und inzwischen ausreichend schnelle Ethernet mit zunächst 10 GBit/s sein. Erste LAN-SAN-Konvergenzprojekte werden in 2012 noch vornehmlich auf 10-GbE-Ethernet-Converged-Network-Adapter setzen, um Storage-Verkehr performant über eine Ethernet-Infrastruktur zu übertragen. Doch iSCSI hat ein hohes Potential, sich zur Storage-Technologie der Zukunft zu entwickeln. Denn iSCSI läuft nativ über Ethernet-Netze, ist offen und interoperabel und wird von vielen verschiedenen Herstellern angeboten und unterstützt. Für die Berechenbarkeit des Datenflusses im konvergenten Netz werden neue Protokolle wie das Data Center Bridging (DCB) sorgen.

Desktop-Virtualisierung erfordert Umdenken bei der Sicherheit

Nach der Virtualisierung ihrer Server wenden sich Unternehmen jetzt der Virtualisierung ihrer Client-Infrastruktur zu. Das Zauberwort heißt hier Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und bringt Unter-nehmen auch im Netzwerk einige Vorteile: So erlaubt es der Einsatz einer VDI beispielsweise, weitestgehend auf die Aggregationsebene im Unternehmensnetz zu verzichten und die drahtge-bundenen wie drahtlosen Endgeräte über Edge-Switches direkt mit dem Core zu verbinden. Die Vereinfachung der Netzwerkstruktur hat jedoch auch ihren Preis: Denn Benutzer können nun von jedem Ort aus und über beliebige Endgeräte auf zentrale Ressourcen im Rechenzentrum zugreifen. Deshalb muss das Netzwerk zukünftig die jeweiligen Benutzer und Endgeräte kennen, um entsprechende Zugriffsrichtlinien durchsetzen zu können. Identity Management wird daher zunehmend zur Aufgabe des Netzwerks werden.

40-Gigabit-Ethernet hält Einzug im Netzwerk-Core

Um mit den hohen Geschwindigkeiten von konvergierten LAN-SAN-Strecken und performanten Edge-Switches mithalten zu können, muss der Netzwerk-Core sowohl bei der Anbindung einer Aggregationsebene als auch bei Inter-Core-Verbindungen höhere Geschwindigkeiten unterstützen. Daher werden Betreiber von Rechenzentren und Unternehmen in 2012 ihre Core-Switches zunehmend auf 40-Gigabit-Ethernet aufrüsten. Schlüsselfaktoren für den effizienten Netzwerkbetrieb des Netzwerkkerns werden hierbei sowohl eine hohe Energieeffizienz der Core-Switches selbst als auch eine möglichst hohe Port-Dichte im Core sein. (Extreme Networks: ma)

 

 

 

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