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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Crowdsourced Security setzt sich durch

YesWeHack Bug-Bounty-Plattform weiter auf Erfolgskurs

Der Gesamtbetrag der an Hacker ausgezahlten Belohnungen stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 140 Prozent



Die Bug-Bounty-Plattform YesWeHack befindet sich weiterhin auf Erfolgskurs: Im Jahr 2021 konnte die Plattform ihren Jahresumsatz weltweit mehr als verdoppeln. Die YesWeHack-Community von ethischen Hackern wuchs weltweit um 75 Prozent, sodass inzwischen über 35.000 ethische Hacker auf der Plattform aktiv sind. Im Durchschnitt treten YesWeHack pro Monat 1.200 bis 1.300 neue Hacker bei. Der Erfolg von YesWeHack zeigt, wie sich Crowdsourced Security weltweit, aber auch in der DACH-Region weiter durchsetzt.

Internationale Expansion geht weiter voran

2021 konnte YesWeHack seine internationale Expansion weiter vorantreiben: Die Plattform baute eine Präsenz in META (Mittlerer Osten, Türkei, Afrika) auf und half Unternehmen in insgesamt über 40 Ländern dabei, ihre Sicherheitslage zu verbessern.

Die Anzahl der aktiven Bug-Bounty-Programme auf der YesWeHack-Plattform nahm 2021 um 100 Prozent zu. Dabei wurde über alle Branchen hinweg eine zunehmende Akzeptanz von Bug Bounty festgestellt. Der Technologiesektor ist weiterhin die wichtigste Branche für YesWeHack. 44 Prozent der Programme stammen aus diesem Bereich, im Vergleich zu 35 Prozent im Jahr 2020. An zweiter Stelle steht die Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche, auf die 18 Prozent der Bug-Bounty-Programme von YesWeHack im Jahr 2021 entfallen.

2021: ein Rekordjahr für Sicherheitslücken

Die letzten zwölf Monate stellten ein weiteres Rekordjahr für Sicherheitslücken dar. 2021 verzeichnete YesWeHack doppelt so viele von seinen Hackern identifizierte Schwachstellen als noch im Vorjahr. 35 Prozent von diesen wurden als "kritisch" oder "hoch" eingestuft. Dies bedeutet, dass viele Unternehmenssysteme und -anwendungen ernsthaft beeinträchtigt worden wären, wenn die Schwachstellen nicht gefunden oder behoben worden wären.

Die steigende Anzahl wie auch die Auswirkungen der in 2021 entdeckten Schwachstellen – zum Beispiel SolarWinds und Log4J – haben Unternehmen dazu veranlasst, immer mehr in Crowdsourced Security zu investieren. 2021 zählte der von YesWeHack ins Leben gerufene Online-Aggregator FireBounty.com insgesamt 24.000 veröffentlichte Vulnerability Disclosure Policies (VDP), also Richtlinien, wie Schwachstellen von ethischen Hackern gefunden und berichtet werden sollen. Was die Art der entdeckten Schwachstellen angeht, treten Implementierungs- und Designfehler (Secure Design, Zugriffskontrolle) das zweite Jahr in Folge am häufigsten auf. Dieser Trend lässt sich insbesondere durch die zunehmende Komplexität der eingesetzten Anwendungen erklären.

Belohnungsbeträge für Hacker steigen

Auch der Gesamtbetrag der an Hacker ausgezahlten Belohnungen stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 140 Prozent. Die höchste Auszahlung im letzten Jahr betrug 40.000 Euro. Mit 230.000 Euro wurde der YesWeHack-Community letztes Jahr zudem die bisher höchste Belohnung angeboten – im öffentlichen Bug-Bounty-Programm der Schweizerischen Post.

Einer der Gründe, warum YesWeHack bei ethischen Hackern und Kunden immer beliebter wird, ist das kontinuierliche Engagement für einen reibungslosen Ablauf sowie eine hohe Qualität der Programme. 2021 wurden beispielsweise 78 Prozent der entdeckten Schwachstellen innerhalb von 24 Stunden nach ihrer Annahme belohnt, 89 Prozent innerhalb von 28 Tagen nach ihrer Einreichung. 60 Prozent der Sicherheitslücken wurden innerhalb eines Monats behoben.

Crowdsourced Security wird weiter zunehmen

Romain Lecoeuvre, CTO und Mitbegründer von YesWeHack, warnt, dass die Beschleunigung der Digitalisierung, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, nicht dazu führen darf, dass Unternehmen in ihren Sicherheitsanstrengungen nachlassen: "Viele Entwickler stehen aktuell unter dem Druck, Anwendungen so schnell wie möglich bereitzustellen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Dies führt dazu, dass der Geschwindigkeit Vorrang vor der Sicherheit eingeräumt wird. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass Entwicklungs- und Sicherheitsteams mithilfe von ethischen Hackern Hand in Hand zusammenarbeiten, um einen DevSecOps-Ansatz zu verfolgen."

Guillaume Vassault-Houlière, CEO und Mitbegründer von YesWeHack, betont zudem, dass Crowdsourced Security eine gute Möglichkeit für Unternehmen ist, Datenschutzbestimmungen einzuhalten: "Im Laufe der Jahre ist die Öffentlichkeit immer sensibler geworden, was den Schutz ihrer Daten angeht. Im Interesse der Transparenz arbeiten inzwischen viele Organisationen mit ethischen Hackern zusammen, um Schwachstellen in ihren Systemen zu finden und ihren Nutzern mehr Sicherheit zu bieten. Der unbefugte Zugriff auf personenbezogene Daten ist in der Tat eines der Hauptrisiken, die in den auf unserer Plattform verfügbaren Programmen identifiziert werden. Für gewöhnlich werden hier auch die höchsten Belohnungen geboten. In diesem Kontext ist Crowdsourced Security nicht nur der effektivste Weg, um Schwachstellen im Code aufzudecken, sondern auch, um Verbraucherinnen und Verbrauchern Gewissheit über die Sicherheit eines Produkts oder einer Dienstleistung sowie über den Schutz ihrer Daten zu geben." (YesWeHack: ra)

eingetragen: 15.02.22
Newsletterlauf: 23.03.22

YesWeHack: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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