- Anzeigen -

Digitale Souveränität verbessern


Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Fraunhofer SIT und Telekom starten mit kostenloser Lösung
Die Volksverschlüsselung erzeugt die kryptografischen Schlüssel direkt auf dem Endgerät des Nutzers



Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle: Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und die Deutsche Telekom starten am 29. Juni die Volksverschlüsselung. Sie besteht aus der vom Fraunhofer SIT entwickelten benutzerfreundlichen Software und der dazugehörigen Infrastruktur, die von der Deutschen Telekom in einem Hochsicherheitsrechenzentrum betrieben wird. Mit der Volksverschlüsselung können Windows-Nutzer die eigenen Rechner mit wenigen Klicks verschlüsselungsfähig machen. Die Software steht ab sofort auf einer Website zum kostenlosen Download zur Verfügung. Dort wird auch der Quelltext der Software einsehbar sein.

"Verschlüsselung ist die Grundlage einer selbstbestimmten digitalen Kommunikation. Wir unterstützen die Volksverschlüsselung als einen wichtigen Baustein dieser Selbstbestimmung und werden damit unserer digitalen Verantwortung gerecht", sagte Thomas Kremer, Datenschutzvorstand der Telekom, in Berlin. "Kopf in den Sand stecken und denken ,Meine Mails interessieren doch eh niemanden macht Nutzer zum Spielball. Wir wollen dagegen den digital mündigen Bürger", betonte er weiter.

Prof. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer SIT, sagte: "Mit der Volksverschlüsselung können Bürgerinnen und Bürger ihre digitale Souveränität verbessern und sich wirkungsvoll vor unerwünschter Massenüberwachung schützen. Mit unserem neuen Angebot unterstützen wir die digitale Agenda der Bundesregierung und erfüllen die Forderungen der "Charta zur Stärkung der vertrauenswürdigen Kommunikation, die auf dem vergangenen IT-Gipfel von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vorgestellt und unterzeichnet wurde."

Die Volksverschlüsselung ist eine Software, die sowohl die notwendigen kryptografischen Schlüssel generiert, als auch die E-Mail-Programme der Benutzer entsprechend konfiguriert. Für die eigentliche Verschlüsselung brauchen die meisten Nutzer kein neues Programm, da die meisten E-Mailprogramme von Haus aus verschlüsseln können, wenn entsprechende Schlüssel vorhanden sind. Somit können selbst unerfahrene Nutzer verschlüsselte E-Mails verschicken.

Die Volksverschlüsselung erzeugt die kryptografischen Schlüssel direkt auf dem Endgerät des Nutzers. Diese privaten Schlüssel verbleiben ausschließlich in der Hand des Nutzers und befinden sich zu keiner Zeit in den Händen des Betreibers der Infrastruktur. Zur Nutzung der Verschlüsselung genügt die Installation der Software und eine einfache sichere Identifikation. In der ersten Ausbaustufe erfolgt die Authentifizierung elektronisch über den Telekom Log-In oder mit Hilfe des elektronischen Personalausweises. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich persönlich bei einer Reihe von Fraunhofer-Veranstaltungen zu registrieren.

In weiteren Schritten soll die Registrierung zeitnah vereinfacht werden. So ist zum Beispiel geplant, dass sich Interessierte in Telekom Shops ausweisen und für die Volksverschlüsselung registrieren lassen können. Thomas Kremer: "Die Volksverschlüsselung auf breite Füße zu stellen und viele Nutzer zu haben, ist unsere Priorität. Denn nichts ist unerfreulicher als verschlüsselt kommunizieren zu wollen, aber keine Empfänger dafür zu finden."

Nach ihrer Veröffentlichung soll die Volksverschlüsselung sukzessive weiterentwickelt werden: Aktuell können Windows-Nutzer über E-Mailprogramme wie Outlook oder Thunderbird verschlüsselt per E-Mail kommunizieren. In weiteren Schritten sind Versionen für Mac OS X, Linux, iOS und Android geplant. Die Software unterstützt zunächst den S/MIME-Standard, in einem nächsten Schritt wird sie zusätzlich OpenPGP unterstützen.
Mit der Volksverschlüsselung erfüllen Fraunhofer SIT und die Telekom ein Bekenntnis zur Stärkung einer vertrauenswürdigen Kommunikation, das Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit einer gleichnamigen Charta im Rahmen des IT-Gipfels 2015 abgegeben haben. Die Charta war in der Fokusgruppe "Verschlüsselung" innerhalb der Plattform "Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft" des IT-Gipfels entwickelt worden.

Zentrale Fragen und Antworten zur Volksverschlüsselung

Was ist die Volksverschlüsselung?
Mit der Volksverschlüsselung hat das Fraunhofer SIT eine Initiative gestartet, um die Nutzung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Bevölkerung zu verbreiten und damit den Schutz der elektronischen Kommunikation von Privatpersonen sowie Unternehmen zu erhöhen. Mit der Veröffentlichung der Volksverschlüsselungs-Software starten das Fraunhofer SIT als Entwickler und die Deutsche Telekom AG als Betreiber der Infrastruktur das erste kostenfreie Angebot der Volksverschlüsselung.

Warum soll ich als Nutzer meine Mails überhaupt verschlüsseln?
Mit Verschlüsselung können Nutzer zum Beispiel sensible persönliche Daten besonders schützen, etwa E-Mails mit medizinischen oder finanztechnischen Informationen. Die unerlaubte Massenüberwachung von E-Mails verstößt zudem gegen das deutsche Grundrecht und bedroht auch die Meinungsfreiheit. Mit der Ende-zu-Ende-Sicherheit der Volksverschlüsselung sichern Nutzer deshalb zugleich ihre digitale Souveränität.

Was ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stellt sicher, dass ein Absender eine Nachricht so verschlüsselt, dass nur der intendierte Empfänger sie wieder entschlüsseln kann. Auch wenn die Nachricht auf ihrem Weg viele Server passiert, bleibt ihr Inhalt immer vertraulich. Das garantiert die Kryptografie.

Wie arbeitet die Volksverschlüsselungs-Software?
Die Software erzeugt zunächst auf dem Gerät des Nutzers die kryptografischen Schlüssel, mit denen sich E-Mails und Daten verschlüsseln und signieren lassen. Nachdem der Nutzer seinen Registrierungsschlüssel eingegeben hat oder sich erfolgreich per DTAG Telekom Login (entspricht dem Anmeldeverfahren etwa an dem Kundencenter) oder dem elektronischen Personalausweis identifiziert hat, werden bei der Zertifizierungsstelle der Volksverschlüsselung digitale Zertifikate für Verschlüsselung, Authentisierung und Signatur erzeugt.

Nach Empfang der Zertifikate sucht die Software automatisch auf dem Gerät des Nutzers nach E-Mailprogrammen, Browsern und anderen Anwendungen, die Kryptografie nutzen können. Die Schlüssel und Zertifikate werden dann automatisch in die vorhandenen Anwendungsprogramme zur Nutzung der Zertifikate eingebracht.

Nach diesem einmaligen Schritt lassen sich E-Mails etwa in MS Outlook und Thunderbird einfach verschlüsseln und signieren.

Was ist das Besondere an der Volksverschlüsselung?
Die Volksverschlüsselung setzt auf Benutzerfreundlichkeit. Die Software übernimmt automatisch alle Schritte des Prozesses, angefangen von der Schlüsselerzeugung über die Zertifizierung bis hin zur Einrichtung und Konfiguration der Anwendungsprogramme auf den verschiedenen Geräten des Nutzers. Der Nutzer muss sich nicht mehr um die Installation der Schlüssel und Zertifikate und die Konfiguration der Anwendungen kümmern. Auch technisch weniger bewanderten Nutzern ist es somit möglich, ohne großen Aufwand ihre E-Mails und Daten zu verschlüsseln.

Welche Kosten/Gebühren fallen an?
Die Nutzung von Infrastruktur und Software ist für Privatanwender kostenlos.

Kann die Volksverschlüsselung auch mit Web-Mail genutzt werden?
Die Volksverschlüsslung stellt X.509-Zertifikate aus und unterstützt damit alle S/MIME-fähigen E-Mail-Clients. Die Integration in Web-Mail-Dienste ist anbieterabhängig und erfordert die Zusammenarbeit mit den Dienstanbietern. Eine enge Zusammenarbeit mit den Dienstanbietern wird vom Fraunhofer SIT angestrebt, damit E-Mail-Verschlüsselung sich weit verbreitet und auch im Web zur Normalität wird.

Was ist S/MIME?
S/MIME heißt Secure / Multipurpose Internet Mail Extensions. Das ist ein internationaler Standard, der festlegt, wie verschlüsselte E-Mails verschickt werden. S/MIME nutzt X.509-Zertifikate.

Kann die Volksverschlüsselung auch mobil über Apps genutzt werden?
In einem ersten Schritt ist die Volksverschluesselung für Windows PCs ausgelegt. Perspektivisch soll die Verschlüsselungs-Software auch auf mobilen Geräten so einfach nutzbar sein wie im ersten Schritt für Windows. Hierzu ist geplant, Versionen für Android und iOS zu entwickeln, siehe nächste Frage.

Auf welchen Systemen läuft die Volksverschlüsselungs-Software?
Die Software gibt es bislang für Windows. Versionen für Mac OS X, Linux, iOS und Android sind geplant.

Ist die Volksverschlüsselung auf Hintertüren überprüfbar?
Ja. Wir wollen allen Interessierten freie Einsicht in den Source Code ermöglichen. So können sich Experten selbst davon überzeugen, dass keine Hintertüren (Backdoors) in der Software existieren. Außerdem veröffentlichen wir auch das Kommunikationsprotokoll, über das die Volksverschlüsselungs-Software mit der Zertifizierungsstelle kommuniziert.

Warum muss ich mich identifizieren?
Von der Volksverschlüsselung werden hochwertige Klasse 3-Zertifikate ausgestellt. Ein wesentliches Sicherheitsmerkmal dieser Zertifikate ist, dass die Identität des Zertifikatsinhabers im Rahmen der Zertifizierung zuverlässig festgestellt werden konnte.

Welche Anwendungen werden unterstützt?
Die Volksverschlüsselung erzeugt Zertifikate, die von allen E-Mail-Clients, Browsern und Web-Anwendungen genutzt werden können, die X.509 unterstützen. Von der neuen Software können aktuell die E-Mail-Clients MS Outlook und Thunderbird, sowie die Browser Internet Explorer, Chrome und Firefox automatisch zur Nutzung der Zertifikate konfiguriert werden. Die automatische Integration ist für weitere Anwendungen geplant, ebenso eine Unterstützung von OpenPGP in einem späteren Release.

Worin liegt der Unterschied zwischen Verschlüsseln und Signieren einer Nachricht?
Eine verschlüsselte Nachricht ist eine Nachricht, die auf dem Transportweg vollkommen unlesbar ist. Nur der Empfänger der Nachricht kann die Nachricht entschlüsseln, das heißt "lesbar" machen.

Eine signierte Mail klärt eindeutig die Urheberschaft einer Mail. Das bedeutet: Mails können nicht mehr unter falschem Namen und vorgetäuschter Mailadresse verschickt werden.
(Fraunhofer SIT: ra)

eingetragen: 06.07.16
Home & Newsletterlauf: 11.08.16


Fraunhofer SIT: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

Hilfe von Identitätsorchestrierung

Ping Identity übernimmt mit Singular Key, Anbieterin von No-Code-Identität und Sicherheitsorchestrierung. Das US-Start-up für End-to-End-Security optimiert die Integration von Identitätsdiensten und bietet ein No-Code-Tool, mit dem sich Workflows über mehrere Identitätstechnologien und -plattformen hinweg erstellen lassen. Identitätsüberprüfung, Fraud-, Risiko- und Zugriffsmanagement, Autorisierung, privilegierte Zugangsmöglichkeiten sowie Identitäts-Governance werden dabei in einer einheitlichen Identitätsstruktur verwaltet. Unternehmen können mit Hilfe von Identitätsorchestrierung auf einfache Weise dynamische User Journeys erstellen und über sämtliche Entwicklungen des Identitäts- und Zugriffsmanagements hinweg verwalten. Der intelligente Security Layer-Ansatz von Singular Key sorgt dabei für mehr Agilität und Flexibilität in Unternehmensprozessen, da Identitäts-Workflows vereinfacht werden und schnell und ohne Codierung bereitgestellt werden können. Singular Key wird über die PingOne Cloud-Plattform zur Verfügung stehen und bestehende Kunden sowie Neuanwender dabei unterstützen, ihre End-to-End User Journeys sowohl über die Systeme von Ping Identity als auch über Dienste von Drittanbietern hinweg zu verbessern.

Grundlage für die dynamischen Cyber-Abwehrlösungen

Mandiant, Anbieterin von dynamischer Cyber-Abwehr und -Reaktion, schließt ihre Umfirmierung von FireEye. Das Unternehmen firmiert als Mandiant und handelt ihre Aktien seit Handelsbeginn der Nasdaq am 5. Oktober 2021 unter dem Börsenkürzel MNDT statt FEYE. Die Entscheidung, den Unternehmensnamen und das Börsenkürzel zu ändern, spiegelt die Strategie des Unternehmens wider, sich auf die Mandiant-Sicherheitslösungen zu konzentrieren, die über die Cloud-basierte Plattform "Mandiant Advantage" bereitgestellt werden. Im Rahmen dieser Strategie gab das Unternehmen am 2. Juni 2021 bekannt, dass es eine endgültige Verkaufsvereinbarung für den Geschäftsbereich FireEye Products mit einem Konsortium unter der Führung der Symphony Technology Group (STG) geschlossen hat. Der Verkauf inkludiert den Namen FireEye. Kevin Mandia, CEO von Mandiant: "Die Umfirmierung unseres Unternehmens in Mandiant, Inc. steht im Einklang mit unserer Mission, jedem Unternehmen Vertrauen in seine Cyberabwehr zu verleihen."

Ganzheitlicher Ansatz zur Identitätssicherheit

One Identity, Anbieterin im Bereich Unified Identity Security, hat OneLogin, eine Anbieterin von Identity Access Management (IAM)-Lösungen, übernommen, um die Unified-Identity-Security-Plattform von One Identity zu erweitern. In Kombination mit den bestehenden Lösungen für Privileged Access Management (PAM), Identity Governance and Administration (IGA) und Active Directory Management and Security (ADMS) ermöglicht das Unternehmen seinen Kunden jetzt einen ganzheitlichen Ansatz zur Identitätssicherheit auf Basis zuverlässiger, bewährter Technologien in jeder wichtigen Kategorie. Mit der Ergänzung durch die OneLogin-Software bietet One Identity nun Lösungen für jede der vier Säulen, die notwendig sind, um kritische Cybersicherheits-Lücken zu schließen. Gartner Research führt die beiden Lösungen von One Identity und OneLogin im Leaders-Quadranten der Gartner Magic Quadrant Reports für die Bereiche PAM, IGA und IAM, während Tausende von Unternehmen Active Roles verwenden, um Microsoft AD und Azure AD abzusichern und zu stärken. "Mit der Verbreitung menschlicher und maschineller Identitäten, dem Wettlauf in die Cloud und Remote Working wird die Identität schnell zum neuen Prüfstein – deshalb war es noch nie so wichtig wie aktuell, Identitäten mit einem End-to-End-Ansatz zu schützen", so Bhagwat Swaroop, Präsident und General Manager von One Identity. "Indem wir OneLogin in unser Portfolio und unsere Cloud-basierte Unified Identity Security-Plattform integrieren, unterstützen wir unsere Kunden dabei, sämtliche Identitäten ganzheitlich zu korrelieren, alles zu verifizieren, bevor jemand oder etwas Zugriff auf kritische Assets bekommt, nebst der Möglichkeit, verdächtige Login-Aktivitäten in Echtzeit zu erkennen. Mit Identität als Herzstück, können unsere Kunden jetzt eine adaptive Zero-Trust-Strategie umsetzen und ihre allgemeine Cybersicherheitslage drastisch verbessern."

Messung und Bekämpfung von Cyber-Risiken

Angesichts stark zunehmender und immer heftigerer Cyber-Angriffe hat die Netzwerk- und IT-Dienstleisterin BT eine millionenschwere Investition in das kalifornische Unternehmen Safe Security angekündigt. Das Unternehmen mit Hauptsitz im Silicon Valley ist im Management von Cyber-Risiken branchenführend. Mit der SAFE-Plattform (Security Assessment Framework for Enterprises) von Safe Security können Unternehmen einen "Gesundheits-Check" ihrer Schutzmechanismen durchführen und die Wahrscheinlichkeit eines größeren Cyberangriffs ermitteln. Cyberkriminelle nehmen sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen und öffentliche Organisationen ins Visier. Branchenanalysen gehen davon aus, dass die Kosten der weltweiten Cyberkriminalität im Jahr 2020 über eine Billion US-Dollar betragen haben. Angesichts der jüngsten Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Energie- oder Gesundheitsversorgung stehen Unternehmen und Regierungen unter großem Druck, objektiv zu ermitteln, wie gut sie gegen die neuesten Formen von Cyber-Attacken geschützt sind. Die Investition in Safe Security ermöglicht es BT, die SAFE-Plattform mit den eigenen Managed Security Services zu kombinieren. Damit können Kunden in einer Echtzeit-Analyse sehen, wie sicher sie in einer sich schnell verändernden Cyber-Bedrohungslandschaft sind. Eine Besonderheit von SAFE ist, dass es auch die finanziellen Risiken von Kunden berechnen kann und Maßnahmen vorschlägt, um diese zu begrenzen und Lücken in der Gefahrenabwehr zu schließen. SAFE schützt bereits mehrere Fortune-500-Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt.

Mangelnde Cyberresilienz im Mittelstand

Eine neue Bundesregierung wird viele Herausforderungen in der Cybersicherheitspolitik bewältigen und die Weichen für die kommenden Jahre stellen müssen. Als Anregung für diese Diskussion hat Kaspersky jetzt ein Impulspapier veröffentlicht. Es enthält zehn Punkten zur Cyber-Sicherheitspolitik. Kaspersky adressiert unter anderem den IT- und Cybersicherheits-Fachkräftemangel, Aufholbedarf zum Thema digitale Sicherheit innerhalb der Gesellschaft, die zu geringe Etablierung von Security-by-Design als Gestaltungsprinzip bei der Entwicklung neuer Technologien und Lösungen und die noch mangelnden Cyberresilienz im Mittelstand. Zudem solle die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sicherer und vertrauensvoller gestaltet werden. Zur Erhöhung der Resilienz und Leistungsfähigkeit sei eine faktenbasierte Cybersicherheits- sowie Wettbewerbs- und Beschaffungspolitik erforderlich. Kompetenzen in der Cybersicherheit sollten gebündelt sowie der europäische digitale Binnenmarkt harmonisiert werden. Außerdem befürwortet Kaspersky die Bildung eines Digitalministeriums auf Bundesebene, wobei hier das Thema Cybersicherheit mit einer hohen Relevanz behandelt werden sollte. So lasse sich die weitere Digitalisierung des Staates, seiner Verwaltung sowie der Wirtschaft und Gesellschaft zügig, sicher, vertrauensbasiert und effektiv vorantreiben.

- Anzeigen -

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.