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Bio-Hacking: Eingriff in biologische Prozesse


Nach Handy, Wohnung und Auto: Wird unser Körper bald Teil des Internets?
Kaspersky Lab und BioNyfiken untersuchen die Konsequenzen von Chips unter der Haut

(06.03.15) - Aus dem "Internet der Dinge" formiert sich allmählich das "Internet of Us". Auch der menschliche Körper wird also Teil des Internets. Welche Auswirkungen sich daraus ergeben, will Kaspersky Lab jetzt zusammen mit BioNyfiken, einer Vereinigung schwedischer Bio-Hacking-Aktivisten, unter die Lupe nehmen. Was bislang Hollywood-Blockbustern und Science-Fiction-Romanen vorbehalten war, wird im Jahr 2015 Realität: Immer mehr Menschen tragen bereits aus medizinischen Gründen kleine technologische Implantate in ihren Körpern, zum Beispiel Herzschrittmacher, Insulinpumpen, Hörhilfen oder Geräte zur tiefen Hirnstimulation. Andere sehen sich als "Smart Humans" und lassen sich freiwillig Chips implantieren, die ihren Alltag erleichtern. Per einfacher Handbewegung können sie so Türen öffnen, an der Kasse bezahlen oder den Rechner entsperren. Mit der Fülle dieser und ähnlicher Möglichkeiten wächst aber auch die Frage, wie sicher persönliche und im Körper implantierte Daten tatsächlich sind.

Kaspersky Lab: Sicherheitsfragen in den Vordergrund
"Beim Internet der Dinge ging es bislang darum, neue Produkte möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Sicherheitsfragen waren da oft nachrangig oder wurden gar nicht berücksichtigt", erklärt Patrick Mylund Nielsen, Senior Security Researcher bei Kaspersky Lab. "Obwohl die Modifikation des Menschen durch Biochips immer ein Science-Fiction-Thema war, haben sich nur wenige mit folgenden Fragen befasst: Welche Konsequenzen ergeben sich daraus, wenn man private Schlüssel unter der Haut trägt? Kann ein Dritter durch einen Handschlag eine virtuelle Kopie von mir werden? Wer verfolgt meine Spuren? Wir jedenfalls sind neugierig hinsichtlich der Beantwortung dieser Fragen!"

"Immer mehr Menschen wollen mit Chipimplantaten experimentieren, technologisch ist das bereits heute machbar", ergänzt Hannes Sjoblad, einer der Gründer von BioNyfiken. "Ganz alltägliche Dinge wie der Zutritt zu Gebäuden, das Entsperren von persönlichen Geräten ohne PINs oder der Zugriff auf bestimmte Daten lassen sich so schnell und einfach regeln. Wir sehen in dieser Technologie eine weitere Stufe der Entwicklung der Mensch-Maschine-Interaktion ähnlich der Einführung grafischer Benutzeroberflächen oder Touchscreens. Mit Kaspersky Lab als einem führenden Anbieter von Sicherheitslösungen mit renommierten Experten hat BioNyfiken den idealen Partner gefunden, um die Risiken von Chipimplantaten zu analysieren. Von Anfang an spielte Kaspersky Lab eine Vorreiterrolle beim Verständnis neuer Technologien und deren sicherheitsrelevanter Auswirkungen."

Forschung und Aufklärung
Neben den Forschungsaktivitäten wird Kaspersky Lab auch Veranstaltungen der wachsenden Szene von Bio-Hackern in Schweden und anderen europäischen Ländern mitorganisieren. Schwerpunkte werden dabei Fragen zu Sicherheit und Datenschutz sein. In Schweden gibt es bereits eine Reihe von Gebäuden, wie beispielsweise das Epicenter, bei denen traditionelle Geräte durch Near Field Communication (NFC) ersetzt werden

"Ich persönlich möchte lieber keinen Chip tragen. Aber der technologische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und es wird immer innovative Vorreiter geben, die bereit sind, Risiken auf sich zu nehmen und mit ihren eigenen Körpern die Grenzen einer Technologie ausloten", sagt Eugene Kaspersky, Chairman und CEO bei Kaspersky Lab. "Es ist in jedem Fall besser, Menschen tun dies ganz bewusst mit offenen Augen für die sicherheitsrelevanten Fragen, als sich - wie so oft - erst im Nachhinein darum zu kümmern. Daher freut es mich, dass BioNyfiken bei der Untersuchung der sicherheitstechnischen Folgen, wenn unsere Körper mit dem Internet verbunden werden mit uns zusammenarbeiten möchte. Vielleicht finden unsere Experten ja gar keine Risiken, aber wenn Menschen zunehmend bereit sind, NFC-Chips in ihren Körpern zu tragen, möchte ich sicher gehen, dass alle potenziellen Auswirkungen vorab eingehend geprüft wurden."

Unter Bio-Hacking versteht man den Eingriff in biologische Prozesse bis hin zu transhumanen Veränderungen durch Chipimplantate unter Berücksichtigung der Hacker-Ethik. Zu den Bio-Hacking-Aktivisten zählt auch die schwedische Gruppe BioNyfiken. Sie möchte die allgemeine Bekanntheit und Akzeptanz der Bewegung vergrößern. Das Tragen eines implantierten Chips unter der Haut ist für BioNyfiken nichts anderes als ein Tattoo oder Piercing.
(Kaspersky Lab: ra)

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Integrierte SOAR-Technologien für XDR und MTR

Sophos gab die Übernahme von Refactr bekannt. Das 2017 in den USA gegründete Unternehmen bietet eine vielseitige DevSecOps-Automatisierungsplattform an, die die Lücke zwischen DevOps und Cybersicherheit schließt. Refactr bedient sowohl den privaten als auch den öffentlichen und staatlichen Sektor, darunter das Center for Internet Security und die Platform One der US Air Force. DevOps- und Sicherheitsteams setzen bei der Verwaltung ihrer Umgebungen häufig auf "IT-as-Code"-Abläufe. Refactrs Technologie ermöglicht trotz dieses Ansatzes eine problemlose Skalierung, da alle Prozesse automatisiert werden können. Mit der Plattform von Refactr können DevOps-Teams beispielsweise bestehende Workflows für Continuous Integration, Continuous Delivery und Continuous Deployment (CI/CD) erweitern, oder Cybersicherheitsteams können den visuellen Drag-and-Drop-Builder der Plattform nutzen. Sophos optimiert die DevSecOps-Automatisierungsplattform von Refactr, um ihre Managed Threat Response (MTR)- und Extended Detection and Response (XDR)-Lösungen mit SOAR-Funktionen (Security Operation, Automation and Response) zu erweitern. Diese tragen zudem zur Automatisierung des Adaptive Cybersecurity Ecosystem von Sophos bei, das die Basis für alle Produktlösungen, Services, Threat Intelligence und den Data Lake von Sophos darstellt.

Detection & Response-Plattform für Linux

Sophos gab die Übernahme von Capsule8 bekannt. Das Unternehmen agiert als Pionier und Marktführer für Laufzeittransparenz sowie Detection & Response für Linux-Produktionsserver und -Container, die On-Premise- und Cloud-Kapazitäten abdecken. Capsule8 wurde 2016 in New York gegründet und befindet sich in Privatbesitz. "Sophos schützt bereits mehr als zwei Millionen Server für über 85.000 Kunden weltweit und unser Server-Sicherheitsgeschäft wächst um mehr als 20 Prozent pro Jahr", so Dan Schiappa, Chief Product Officer bei Sophos. "Umfassender Serverschutz ist eine entscheidende Komponente jeder effektiven Cybersicherheitsstrategie, auf die sich Unternehmen jeder Größe zunehmend konzentrieren. Das gilt insbesondere, da immer mehr Workloads in die Cloud verlagert werden. Mit der Capsule8-Übernahme integriert Sophos fortschrittliche, differenzierte Lösungen zum Schutz von Serverumgebungen in sein Portfolio und baut seine Position als führender globaler Anbieter von Cybersicherheit weiter aus." Capsule8 widmet sich ausschließlich der Entwicklung von Linux-Sicherheit, hat sich als innovativer Technologieführer auf dem Markt etabliert und verzeichnete im zum 31. März 2021 abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 77 Prozent. Angetrieben durch das starke Wachstum bei Cloud Plattformen hat sich Linux zum dominierenden Betriebssystem für Server-Workloads entwickelt. Das leistungsstarke und zugleich ressourcenschonende Design von Capsule8 ist ideal für Linux-Server geeignet, insbesondere solche, die für hochskalierte Workloads, Produktionsinfrastrukturen und die Speicherung kritischer Geschäftsdaten verwendet werden.

Detektion von Schadsoftware

Die Optalio GmbH, Spezialistin für datenbasierte Prozess- und Produktionsoptimierung, ist eine Partnerschaft mit der Nextron Systems GmbH eingegangen. Das Unternehmen aus Dietzenbach bei Frankfurt am Main gehört zu den weltweit führenden Experten bei der Detektion von Schadsoftware und anderen Hacker-Angriffen auf die IT-Infrastruktur von Unternehmen. Durch die Partnerschaft mit Optalio erhalten jetzt auch kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, ihre Systeme mit einer Software zu schützen, die bisher nur Konzernen zur Verfügung stand und nun auch auf die Bedürfnisse von KMUs angepasst wurde. Nextron bietet eine auf dem Markt bislang einzigartige Lösung an, um Schadsoftware auf Endpunkten (PCs, Laptops, Server, etc.) von Unternehmen zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten, die die Kompromittierung eines Systems verhindern. Eine Liste mit über 12.000 sogenannten YARA-Regeln hilft dabei, unterschiedlichste Schadsoftware (Hack-Tools, Malware, Exploits, etc.) ausfindig zu machen. Die Sicherheits-Lösung agiert ähnlich wie ein PCR-Test: Schadprogramme wie aktuelle Ransomware benötigen eine gewisse Inkubationszeit, um sich in einem Netzwerk auszubreiten und Schaden anzurichten. Genauso verhält es sich mit gezielten Hackerangriffen, bei denen ein Schaden oft erst Monate nach dem initialen Angriff entsteht. In dieser Zeit erkennt die Security-Lösung den "Eindringling" anhand bestimmter Merkmale, durch die er sich von guten und berechtigten Programmen und Daten unterscheidet – sodass er anschließend unschädlich gemacht werden kann, ohne dass Gefahr entsteht.

6G-Standards und -Prozessen

Um die Digitalisierung voranzutreiben, ist die nächste Generation des Mobilfunkstandards 6G unabdingbar. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Konsortium mit 17 Partnern ("Open6GHub"), das sich mit 6G-Standards und -Prozessen befasst. Dazu stellt es in den nächsten vier Jahren rund 68 Millionen Euro zur Verfügung. Jeweils rund elf Millionen Euro davon gehen an die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), wo Professor Dr. Hans Schotten das Vorhaben koordiniert. Es geht unter anderem um Datensicherheit, eine hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neuartige Rechnernetze. Mit der 6G-Technologie könnten in Zukunft etwa Biosensoren in der personalisierten Medizin, persönliche Avatare zum Schutz im Straßenverkehr oder als Unterstützung in der Arbeitswelt zum Einsatz kommen. Aber auch bei der Umsetzung der Klimaziele dürfte 6G eine Schlüsselrolle zukommen. Der "Open6GHub" – ein Konsortium aus 17 Forschungseinrichtungen – wird daran arbeiten, 6G als Schlüsseltechnologie einer nachhaltigen Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft zu etablieren. "Wir stellen bei unserer Arbeit den Menschen und seine Souveränität in den Mittelpunkt", erläutert der Koordinator Professor Dr. Hans Schotten. "Er wird künftig in einer hoch-vernetzten Welt mit autonomen Geräten und Fahrzeugen leben." Dabei spielen insbesondere der Schutz privater Daten und eine vollständige Systemtransparenz eine bedeutende Rolle.

SASE wächst am schnellsten

Der SASE-Spezialist Versa Networks hat sich in einer Serie-D-Finanzierungsrunde 84 Millionen US-Dollar gesichert, womit sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf 196 Millionen US-Dollar beläuft. Die Finanzierungsrunde wurde von den Investoren Princeville Capital und RPS Ventures angeführt, mit zusätzlicher Beteiligung von bestehenden Investoren, darunter Sequoia Capital. Die neue Finanzierungsrunde ermöglicht es Versa, neue Go-to-Market-Strategien einzuführen, neue Vertriebs- und Partner-Enablement-Initiativen zu starten sowie neue Märkte anzusprechen, um die Führungsposition im Secure Access Service Edge (SASE)-Markt weiter zu festigen. Die Analysten von Gartner erwarten, dass der SASE-Markt bei einer jährlichen Wachstumsrate von 42 Prozent rund 11 Milliarden US-Dollar umfasst, wobei mindestens 40 Prozent der Unternehmen bis 2024 über Strategien zur Einführung von SASE verfügen werden. In einer kürzlich durchgeführten globalen Studie wurde jedoch festgestellt, dass mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Unternehmen SASE nicht richtig definieren können. Um das Bewusstsein im Markt für SASE und die Vorteile für die Unternehmen zu schärfen, wird Versa die neue Finanzierung nutzen, um in globale Marketing- und Vertriebskampagnen zu investieren. Darüber hinaus wird das Unternehmen seine Partner-Communities weiter unterstützen, um seine weltweite Bekanntheit zu erhöhen. Die Mittel werden auch für die weitere Forschung und Entwicklung von SASE sowie für zukünftige Expansions- und Wachstumspläne verwendet.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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