Rubrik: Produkte/Antivirus/Anti-Malware

Tool zum Aufspüren des Bundestrojaners für 64-Bit-Systeme erhältlich

Spionagedateien werden mit Namen und Pfad benannt, müssen jedoch manuell vom System entfernt werden

(18.10.11) - Nach intensiver Analyse der bisher bekannten 32-Bit-Version des Bundestrojaners, ist es dem Unternehmen ArchiCrypt nach eigenen Angaben gelungen, ein Tool zu entwickeln, dass nun auch 64-Bit kompatibel ist. Der Bundestrojaner, der vom Chaos Computer Club (CCC) gehackt wurde, war in den letzten Tagen das Top Thema aller Medien in Deutschland.

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Obwohl noch nicht bekannt ist, ob es eine 64-Bit Version der Überwachungssoftware gibt, hat ArchiCrypt bereits jetzt ein Tool entwickelt, das den mutmaßlichen Bundestrojaner durch seine Heuristik-Technologie entdecken kann.

"Da noch keine Informationen zu einer 64-Bit-Version des Bundestrojaners vorliegen, ist es leider auch nicht möglich entsprechende Software zur Verfügung zu stellen, die diesen entfernt", sagt Patric Remus, Inhaber des Unternehmens ArchiCrypt. Trotzdem sei es gelungen, einen Scanner zu entwickeln, der auf Basis der bisher zugrunde liegenden Informationen der 32-Bit-Version des Trojaners nach Merkmalen sucht, die eine 64-Bit-Version der Schadsoftware aufweisen muss. "Der ArchiCrypt-Anti-Bundestrojaner erkennt diese Merkmale eindeutig", versicherte Patric Remus.

Das Tool "ArchiCrypt Anti-Bundestrojaner" für 64-Bit-Systeme wird ab laut Herstellerangaben kostenlos unter http://www.my-archicrypt.de/tutorials zum Download zur Verfügung gestellt. Das Tool benötigt keine vorherige Installation und kann nach dem Download sofort ausgeführt werden. Die Analyse des Systems dauert ab Start etwa 20 Minuten. Ein zusätzlicher Vorteil dieses Analyseverfahrens ist, dass auch die angeblich in Umlauf befindlichen Varianten des Trojaners aufgespürt werden können.

ArchiCrypt verweist in diesem Zusammenhang auf eine angebliche Aussage der Firma, die den Trojaner im Auftrag staatlicher Stellen programmiert haben soll. Danach soll es angeblich eine Basis-Version und eine erweiterte Version der Abhörsoftware geben, die in unterschiedlichen Bundesländern zu Einsatz gekommen sein sollen.

Das ArchiCrypt-Analyseverfahren könne laut Herstellerangaben auch die sich im Umlauf befindenden Varianten des Trojaners. Die mit heuristische Verfahren gefundenen. "ArchiCrypt hat keinesfalls das Ziel, rechtsstaatliche und demokratisch legitimierte Maßnahmen der Ermittlungs-behörden zu verhindern. Unser Ziel ist es Software, bei deren Entwicklung oder Einsatz offensicht-lich erhebliche Fehler begangen wurden, zu stoppen", erklärte Remus weiter.

(ArchiCrypt: Globell: ra)

 

 

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