Rubrik: Produkte/Dienstleistungsangebote

Datenrettung in virtuellen SAN-Umgebungen - auch für "HP EVA"

Fatal wird es, höhere Gewalt massive Unordnung in das virtuelle Speichersystem bringt

(04.09.08) - Virtualisierung und Server-Konsolidierung sind heute im Trend. Trotz aller Vorteile und in der Regel zuverlässiger Funktion ist Datenverlust aber auch in virtuellen Umgebungen nicht ausgeschlossen. Da immer größere Datenvolumina in hochkomplexen virtuellen Speicherstrukturen untergebracht sind, ist im Ernstfall professionelle Expertise gefragt, um kritische Datenbestände schnell wieder verfügbar zu machen. Kroll Ontrack behauptet, auch in solchen Umgebungen Daten retten zu können.

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Eines der Kompetenzfelder des Unternehmens in diesem Bereich ist die Datenrettung in virtuellen SAN-Umgebungen, die auf "HP EVA" (Enterprise Virtual Array) basieren. Das SAN-Array-System von HP ermöglicht vielfältige wirtschaftliche Speicheroptionen. Durch äußere Einwirkungen wie Überflutung oder Brand, Hardwarefehler bei Festplatten oder Administrationsfehler kann es wie in jeder Speicherumgebung auch hier zu Datenverlust kommen.

HP schöpft bei der EVA-Familie die Möglichkeiten zur Kombination verschiedener RAID-Verbunde aus. Daraus resultiert mehr Flexibilität: So kann je nach Bedarf die Festplattengruppe in die virtuellen RAID-Typen 0 (hohe Performance), 1 (hohe Redundanz) und 5 (Performance und Redundanz) eingeteilt werden. Das Hinzufügen von Festplatten zur Gruppe erfolgt nahtlos. Mehr Kapazität und Performance sowie eine transparente und automatische Umverteilung der Daten sind weitere entscheidende Vorteile dieses Konzepts.

Hochkomplexe Datenrettung

Fatal wird es, wenn zum Beispiel höhere Gewalt massive Unordnung in das hochkomplexe virtuelle Speichersystem bringt. So geschehen im virtuellen RAID5 einer hochrangigen Behörde mit 80 Festplatten à 320 GB, wo nach einem Wasserschaden im Server-Raum 24 Platten ausfielen. Ein solcher Fall übersteigt die Ausfalltoleranz von RAID-Verbunden. Der unsachgemäße Ausbau der Datenträger machte es dem internen IT-Personal ebenso wie dem Hersteller der Backup-Lösung endgültig unmöglich, die Informationen zu retten.

Allein schon der prinzipielle Aufbau des Systems illustriert die Probleme, die Dateiorte wieder korrekt zu lokalisieren. Die 80 Festplatten waren in 10 RAID5-Verbunden organisiert. In der zweiten Ebene, der Virtualisierungsebene, wurden die Daten noch einmal umorganisiert. Ein Drittel des Speicherbereichs wurde als erste logische Einheit (LUN) in RAID1 gespiegelt, eine zweite LUN aus Gründen des schnellen Zugriffs mit RAID0 "gestriped" und eine dritte LUN mit RAID5 eingerichtet. Der Controller für das ganze virtuelle System teilte in einer zentralen Liste alle Bereiche den einzelnen LUNs zu und verteilte die logischen Einheiten physisch über alle 80 Platten. Bei Verlust dieser zentralen Verzeichnisse auch etwa durch Ausfall des Controllers verbleibt dann oft noch der Scan nach einzelnen Signaturmustern: Jede Datei hat einen typischen Aufbau. Bilder eines Computertomographie-Systems oder spezifische Kundeneinträge zum Beispiel lassen sich anhand dieses Musters durchaus noch erkennen. (Kroll Ontrack: ma)

 

 
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