Rubrik: Produkte/Digitale Signatur

Secartis: Aktuelle Fassung mit elektronischer Signatur ersetzt vollständig die Unterschrift von Hand

Elektronische Steuererklärung (ELSTER) mit der Signaturkarte

(08.04.02) ̵ Eine neue Version der Elektronischen Steuererklärung wurde mit Unterstützung der Secartis AG im Auftrag der Oberfinanzdirektion München entwickelt. Die aktuelle Fassung mit elektronischer Signatur ersetzt vollständig die Unterschrift von Hand. Die eingesetzten Signaturkomponenten bereiten den Weg zur Einbindung beliebiger Signaturkarten von Banken, Sparkassen und Trustcentern, die mit der neuen ELSTER-Version verwendet werden können. Die Deutsche Bank 24, die HypoVereinsbank und die Sparkassen-Finanzgruppe nutzen bereits diese Möglichkeit.

„Die Einbindung der elektronischen Signatur in Anwendungen der Steuerverwaltung ebnet den Weg zu elektronischen Arbeitsprozessen. Ein Medienbruch findet bei der Steuererklärung nicht mehr statt, da die elektronische Signatur jetzt die Unterschrift von Hand vollständig ersetzt“, betont Dr. Steffen Frischat, Vorstandsmitglied bei Secartis Das bisherige Ausdrucken und Versenden der elektronischen Steuererklärung

bleibt den Bürgern somit erspart. Auf Seiten der Steuerverwaltung entfällt der Abgleich der elektronischen Daten mit den komprimierten Papierinformationen, was die Bearbeitungszeit verkürzt und Kosten senkt. Bei elektronischen Transaktionen mit der digitalen Unterschrift besteht üblicherweise eine feste Zuordnung einer Karte zu einem Kartenleser. Um jedoch eine maximale Akzeptanz und Nutzung durch die Bürger zu erreichen, sollten die Karten von verschiedenen Anbietern und unterschiedlichen Kartenlesern an die ELSTER-Software

anzubinden sein. Diese Vorgaben konnte Secartis mit dem Konzept für eine Middleware realisieren, die die Anbindungsmöglichkeiten an die ELSTER-Software garantiert.

Ein mit einem Mikroprozessor ausgestatteter Ausweis enthält den digitalisierten Fingerabdruck des Bundesinnenministers, Otto Schily. Nicht nur das Projekt ELSTER zeigt, dass das so genannte eGovernment zum Antreiber und Hoffnungsträger für IT-Security in Deutschland geworden ist. (Bild: Giesecke & Devrient)

Neben dem Kriterium der universellen Anbindung verschiedener Karten und Kartenleser haben auch der Investitionsschutz sowie die Möglichkeit, die Software später auf weiteren Betriebssystemen einzusetzen, einen hohen Stellenwert eingenommen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen auf die Programmierung in Java gesetzt.

Das von den Finanzverwaltungen realisierte Projekt wird noch in diesem Jahr als Pilot in den Bundesländern Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Saarland getestet, bevor anschließend eine bundesweite Einführung des Systems erfolgt. Die entsprechenden Karten werden in diesem Jahr schon von drei Banken an ihre Kunden ausgegeben: Die Deutsche Bank 24, die HypoVereinsbank und die Sparkassen-Finanzgruppe nehmen an dem zukunftsweisenden Projekt teil und sollen so ihren Beitrag zur raschen Verbreitung der elektronischen Steuererklärung leisten. Die technischen Möglichkeiten zur Integration weiterer Karten sind gegeben.

Von ELSTER profitieren Bürger und Finanzamt gleichermaßen. Durch das seit Anfang 2001 bundesweit einsetzbare ELSTER-Formular vermindert sich der Aufwand der Steuerverwaltung für die Datenerfassung. Dadurch können die Finanzämter nicht nur Kosten senken und Bearbeitungszeiten verkürzen, sondern auch Fehlerquellen minimieren. Für den Bürger wird der bisherige Formulardruck und die Klebeheftung des Mantelbogens hinfällig, bei den Anmeldungssteuern entfällt die Papierübermittlung vollständig. „Der Bürger kann zudem sicher sein, dass seine Angaben auch als Eingabewerte korrekt übernommen werden“, weist Frischat auf einen weiteren Vorteil hin. (ma)

Secartis

Tel. (089) 4119-1189, Fax (089) 4119-2020

E-Mail: ulrike.zeitler@secartis.com

Web: www.secartis.com

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