Rubrik: Produkte/E-Mail-Security

E-Mails einfacher verschlüsseln und signieren

Der Open-Source-E-Mail-Client wird weiterentwickelt

(06.02.05) - Da freuen sich doch alle Anbieten von kostenpflichtigen Konkurrenzprodukten und werden bestimmt die Neutralität des Bundesamtes für Sicherheit (BSI) loben: Benutzer des freien E-Mail-Programms "KMail" können ihre Kommunikation zukünftig leichter verschlüsseln und signieren. Darauf wies jetzt der BSI hin, der die Weiterentwicklung vorangetrieben hat. So wurde die grafische Benutzerführung von KMail innerhalb des Open-Source-Projektes "Ägpyten-2" deutlich verbessert. Besonders durch den neu entwickelten Zertifikatsmanager Kleopatra steigt der Komfort bei der Nutzung des Verschlüsselungsstandards S/MIME. Hintergrund für das Projekt des Bundes-amtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Verfügbarkeit freier Arbeitsplatz-Systeme als Alternative zu proprietären Systemen.

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"Die Umsetzung des Projekts 'Ägypten-2' ist ein weiterer Beitrag, die Softwarevielfalt zu fördern", erklärte Dr. Udo Helmbrecht, Präsident des BSI. "Unser Ziel ist es, Erweiterungen für ein freies Arbeitsplatz-System zu schaffen, die 'Freie Software' zu einem alternativen Desktop für Behörden und Unternehmen zu machen. Das bedeutet auch, dass die Technik entsprechend benutzer-freundlich sein muss", sagte Helmbrecht weiter.

Bereits vor drei Jahren hatte das BSI die Unternehmen Intevation, g10 Code und Klaraelvdalens Datakonsult im Rahmen des Projekts "Aegypten-1" beauftragt, den vom BSI geforderten Ver-schlüsselungsstandard S/MIME für die freien E-Mail-Programme KMail und Mutt bereitzustellen. Primäres Ziel des Nachfolgeprojekts "Aegypten-2", das im Dezember 2003 startete und im November des vergangenen Jahres abgeschlossen wurde, war es, die Benutzerfreundlichkeit der Verschlüsselung zu verbessern.

Das BSI setzt das mit den überarbeiteten Krypto-Komponenten versehene KMail intern ein, um eine interoperable sichere E-Mail-Kommunikation über unterschiedliche Betriebssysteme hinweg zu ermöglichen. Bei den zuvor durchgeführten Sphinx-Interoperabilitätstests hatte KMail laut BSI eine verlässliche Kommunikation mit proprietären Produkten bewiesen.

"Diese Tests bilden die Voraussetzung für die Beschaffung von Software innerhalb der Bundesver-waltung", hebt der BSI-Präsident hervor. "Der Aufbau entsprechender Public Key-Infrastrukturen (PKI) in der Bundesverwaltung setzt schließlich auch voraus, dass alle Teilnehmer die E-Mails aller anderen prüfen und lesen können." 

Allgemeine Informationen zum Projekt Ägypten unter: http://www.bsi.bund.de/fachthem/verwpki/
vpkiallgemeines.htm

Detailinformationen zu Ägypten-2 (in englisch) unter: http://www.gnupg.org/aegypten2/index.html . (BSI: ma)

 
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