Rubrik: Produkte/Hintergrund

Zunehmende Beliebtheit von Flash-Speichern steigert parallel auch Datenverlust-Risiko

Sticks werden sogar für das Backup eingesetzt und oft zu sorglos gehandhabt

(16.07.05) - Kroll Ontrack verweist auf das Datenverlust-Risiko beim Einsatz von Wechselmedien beziehungsweise USB-Sticks. Hierzu zählen alle handlichen Speicher-Geräte, die mit Flash-Technologie ausgestattet sind und entweder über einen Slot oder eine standardisierte USB-Schnittstelle (1.1 oder 2.0) genutzt werden. Diese werden aufgrund der schnell wachsenden Kapazitäten im Gigabyte-Bereich mittlerweile teilweise sogar für das Backup eingesetzt und in der Regel zu sorglos gehandhabt. Früher lediglich für den gelegentlichen Transport von Office-Dateien als Nachfolger der Diskette verwendet, sind mittlerweile professionelle Fotos, Videos, Musik-Dateien aber auch geschäftskritische Präsentationen, Termin- und Kontakt-Einträge auf den mobilen Speichermedien angelegt.

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Die häufigsten Bedienfehler sind zum Beispiel unkorrektes Entfernen des Datenträgers bei Schreib-zugriffen, wie das Herausziehen von Flash-Medien ohne Ausschalten der Endgeräte (zum Beispiel Digitalkameras) oder auch die Entfernung des Mediums vom PC ohne die korrekte Abkoppelung der Schnittstelle über die Software. Häufig kann die Ursache aber auch an Fehlern von Softwarepro-grammen wie dem Betriebssystem oder der Bildbearbeitungssoftware liegen. Schließlich und endlich führt natürlich auch das versehentliche Löschen der Daten oder Formatieren des Mediums zu Datenverlust. Als Resultat erscheint meist die Meldung, dass das Betriebssystem keine Daten beziehungsweise die Partition nicht erkennt oder auch die trügerische Frage "Soll der Datenträger formatiert werden?".

Zusätzlich kann auch ein Schaden in den Bauteilen einen Datenverlust herbei führen. Hardware-fehler, wie die defekte Steuerungselektronik eines USB-Sticks, sind je nach Qualität und Verarbeitung des Produkts nicht auszuschließen. Im Inneren arbeiten ähnlich wie bei Festplatten so genannte Controller, die aufgrund von Qualitätsunterschieden ebenfalls Fehler produzieren können.

Neben Datenverlust auch Datendiebstahl denkbar

Speziell bei den USB-2.0-Speichersticks geht Datenübertragung besonders schnell vonstatten, was einerseits für den autorisierten Benutzer praktisch ist, andererseits aber Findigen den Datenklau besonders einfach macht. Industriespione müssen nur einen freien PC im Unternehmen mit ungesichertem Zugang finden, um dann wertvolle oder sensible Daten flink auf den Speicher-Stick zu spielen. Als Gegenmaßnahme empfiehlt es sich, im BIOS die USB-Steckplätze des PCs oder des Betriebssystems zu deaktivieren. Ein weiteres Risiko ergibt sich dadurch, dass der kompakte Speicher-Stick verloren gehen kann.

Hier haben die Hersteller bereits Schutzmaßnahmen eingeführt, so etwa die Möglichkeit, die Daten zu verschlüsseln und/oder den Zugriff mittels Passwort oder neuerdings sogar Biometrie-Technik abzusichern. Ebenfalls sicherheitskritisch ist der Einsatz des Speicher-Sticks für den Datenaus-tausch zwischen Büro und heimischem PC. Da hier die Netzwerk-Schutzinfrastruktur der Unter-nehmen nicht greift, besteht die Gefahr, dass schädlicher Programmcode oder unerwünschte Inhalte in das Netzwerk Eingang finden. Durch den Einsatz von Antiviren-Software nicht nur auf Netzwerkebene, sondern auch an jedem Client-PC kann dieses Risiko verringert werden. (Kroll Ontrack: ma)

 
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