Rubrik: Produkte/Hintergrund

Biometrie einmal anders: Die PC-Tastatur wird zum Zugangskontroll-System

SYSTEMS 2005: Daten-Zugang anhand der Art des Tippens auf der Tastatur

(04.11.05) - Der Computer im Büro wird eingeschaltet. Freundlich bittet der PC seinen Anwender um einen Satz. Einen kurzen Satz. Man tippt ihn ein. Er meldet: "90 Prozent Übereinstimmung" und damit ist man drin im System. Dass die Tastatur ihren Herrn und Meister erkennt, anhand der Art des Tippens den Zugang zu bestimmten Dateien und Programmen zulässt, ist eine Errungen-schaft der Universität Regensburg.

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Ganz konkret von Prof. Dr. Dieter Bartmann und seinem Team, wie der sympathische Gelehrte ausdrücklich betont, "seinem Team". Seit 1992 forscht und entwickelt er diese Technologie. Die Mannjahre, die notwendig waren, um das Gehirn einer Tastatur zu entwickeln, schätzt er auf rund 15 Mannjahre.

"Dahinter stehen komplizierteste mathematische Berechnungen", sagt er, und man glaubt das sofort. Bartmann ist auf der Suche nach einem Investor, einem Unternehmen, das die Früchte von 13 Jahren Forschung und Entwicklung und einem in der Welt einmaligen Ergebnis gut findet, lizenziert und vertreibt.

Als Universität sind dem Team die Hände gebunden. Sie können und dürfen nicht. Aber vielleicht Microsoft oder Logitech oder andere? Prof. Bartmann erwähnt, dass gehobene Institutionen der Regierung in den USA seine Entwicklung zurzeit im Feldversuch ausgiebig testen. Er meint: "Das hat das Zeug zum Blockbuster der IT." (Universität Regensburg: ra)

 
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