Rubrik: Produkte/Hintergrund

Verlust aus der Steckdose: Stromausfälle als Gefahr für Unternehmensdaten

Unsachgemäßes Vorgehen kann die Datenrettung erschweren

(29.03.06) - Stromausfälle sind als Gründe für einen Datenverlust nicht zu unterschätzen. So werden laut einer Untersuchung des Allianz Zentrums für Technik (AZT) in München Stromausfälle in den nächsten Jahren weltweit häufiger auftreten. Kroll Ontrack weist daher darauf hin, dass selbst ein kurzzeitiger Ausfall der Stromversorgung zu schwerwiegenden Datenverlusten führen kann. Sind dabei wichtige Kunden- oder Buchhaltungsdaten verloren gegangen oder beschädigt worden, wirkt sich dies erheblich auf die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs aus. Hauptsächlich sind in der Unternehmenshardware E-Mail-Server oder RAID-Backup-Server betroffen, auf denen sich oft die gesamte E-Mail-Kommunikation oder das digitale Archiv eines Unternehmens befinden. Experten können aber in den meisten Fällen helfen und Daten wiederherstellen.

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Risiko Stromausfall wächst

In einer jüngst vorgestellten Studie warnte der Versicherungskonzern Allianz vor einer weltweit wachsenden Gefahr durch Stromausfälle. Nach der Einschätzung des Allianz Zentrum für Technik (AZT) in München liegen die Ursachen im steigenden Strombedarf, oft überalterten Kraftwerken und Netzen, der Komplexität der Netze sowie zunehmenden Wetterextremen. Laut der AZT Studie "Risiken der Stromversorgung" werden Ausfälle häufiger, länger und regional ausgedehnter.

Datenrettung ist möglich

Eine Unterbrechung der Stromversorgung - oder andere Unregelmäßigkeiten wie zum Beispiel Überspannungen - wirkt sich fatal auf die Hardware aus, die permanent laufen muss - also E-Mail-Server und Backup-RAID-Server-Verbunde. Ein Ausfall kann hier zu Verlust der zuletzt gesicherten Daten, logischen Beschädigungen oder auch dazu führen, dass Einzelplatten des RAID-Verbundes nicht erkannt werden können. Kundendatenbanken können schon durch einen kurzen Stromausfall in sich korrupt werden. Geschäftsnotwendige Informationen stehen dann nicht mehr zur Verfügung.

Art und Grad des Datenverlustes hängen dabei von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört zum Beispiel das Betriebssystem sowie das jeweilige Dateisystem (z.B. FAT, NTFS, UFS oder andere Systeme). Eine Rolle spielt auch, welche Aktion im Moment des Stromausfalls durchgeführt wurde. Kein Hilfsmechanismus bietet im Ernstfall eine vollständige Sicherheit. Manche Betriebssysteme verfügen über automatische Scan-Funktionen und Reparaturtools, die aber oft nicht ausreichen oder sogar den Schaden verschlimmern. Auch die Notversorgung durch USV-Batterien der Rechner und des Netzwerks bieten keine völlige Sicherheit. So liefern Sie nur für eine gewisse Zeit lang Strom und nützen dann nichts, wenn einzelne Rechner oder Netzwerkserver nicht mit einer solchen Batterie ausgestattet sind und daher ausfallen.

Wurden Datenträger durch den Stromausfall und dabei auftretenden Spannungsspitzen geschädigt, können Experten aber in der Regel helfen, die Daten zu retten. Kroll Ontrack verfügt über die nötige Expertise, um Daten von beschädigten oder zerstörten Geräten wiederherzustellen. Werden bei defekten Datenträgern jedoch unprofessionelle Rettungsversuche unternommen, wird die Wieder-herstellung der Daten gefährdet. Betroffene Anwender sollen deshalb auf keinem Fall zur Selbsthilfe greifen. Kroll Ontrack rät davon ab, durch Stromausfall beschädigte Festplatten oder Server zu schütteln oder zu zerlegen. Unsachgemäßes Vorgehen kann die Datenrettung erschweren, wert-volle Informationen können für immer verloren gehen. Auch ist davon abzuraten, sichtbar beschädigte Geräte versuchsweise in Betrieb zu nehmen. (Kroll Ontrack: ra)

 
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