|
|
Studie macht auf das Risiko von Infektionen durch mobile Geräte aufmerksam Um sechs Ecken kennt jeder PC jeden - so gelangen Viren ins Firmennetzwerk (03.05.06) - Unsere PCs werden in Zukunft andere Feinde haben als heute. Nach einer aktuellen Studie von Centennial Software werden Klassiker wie "gefährliche E-Mail-Anhänge" und "Internet-Downloads aus dubiosen Quellen", bald nicht mehr die größte Bedrohung darstellen, sondern mobile Speichergeräte.
Anzeige
Laut Centennial Software werden in diesem Zusammenhang zukünftig so genannte "vergessene Netzwerke" eine Rolle spielen. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk, das Menschen bilden, wenn sie Dateien über ihre mobilen Speichermedien untereinander austauschen. Ein Netzwerk jenseits herkömmlicher Kabel-Verbindungen oder WLAN. Die Möglichkeit, dass Anwender dabei bestehen-de Sicherheitsmechanismen unbewusst umgehen und infizierte Dateien verteilen, stellt ein enormes Risiko für das Firmennetzwerk dar. Bisher reagieren die meisten Sicherheitssysteme nach wie vor lediglich auf Bedrohungen von außen und nehmen die Gefahr hinter den eigenen Mauern nicht wahr. "So wie jeder Mensch jede andere Person auf der Erde über sechs Ecken kennt, sind auch alle Computer miteinander verbunden", sagte Matt Fisher, Vice President von Centennial. "Laut unserer Studie kommt jeder PC bis zu 30 Mal pro Tag mit anderen elektronischen Geräten in Verbindung. Und zwar nicht per Internet, sondern beispielsweise mit Digitalkameras, MP3-Playern und USB-Sticks. Auf der Basis von sechs Verknüpfungen kommt man so auf 700 Millionen andere PCs, mit denen ein weltweiter Austausch erfolgt." Als Sony BMG eine CD mit einem Kopierschutz versah, der versehentlich auch für Hackerangriffe missbraucht werden konnte, waren plötzlich sehr viele Menschen betroffen, da viele diese CD an Freunde verliehen. Ein Beispiel, das zeigt, wie weit der Austausch von digitalen Medien im privaten und beruflichen Bereich verbreitet ist. "Wenn man bedenkt, in welchem Ausmaß alle
existierenden Computer miteinander vernetzt sind, möchte man sich das Risiko
für Unternehmen gar nicht vorstellen. Es gibt bereits die ersten Viren, die
nicht für die Internet-Verbreitung, sondern den Austausch über digitale
Medien entwickelt worden sind. Leider ist sich die Öffentlichkeit dieser
Gefahr noch nicht bewusst", sagte Matt Fisher. (Centennial:
ra) |
||
|