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Mit Virtual Tape Libraries die Datensicherung vereinfachen Zeitfenster für Backup und Recovery immer kleiner werden (07.03.07) - Nach einer Schätzung der Universität Berkeley wurden 2002 weltweit 2,23 Milliarden Gigabyte (2,23 Exabyte) an neuen Daten geschaffen und auf Festplatten oder Bandlaufwerken gespeichert [1]. Mittlerweile geht Nigel Dessau, Vize-Präsident für Storage Marketing and Business Operations bei Sun, davon aus, dass eher fünf Exabytes pro Jahr neu entstehen. Um jährlich 50 Prozent soll laut IDC bis 2010 die Menge an gespeicherten Daten steigen [2].
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Herstellern von Speichermedien müssen bei dieser Vorhersage der Marktforscher die Ohren klingen. Bislang waren meist Bandbibliotheken das Mittel der Wahl, um diese Datenflut zu archivieren - schließlich boten sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch das gilt nicht mehr uneingeschränkt. Da sich alle neun Monate die Kapazitäten von Festplatten verdoppeln, die Preise aber gleichzeitig sinken, holen Diskspeicher auch bei der Archivierung auf. So wächst der Bereich des Disk-Storage bei allen wichtigen Anbietern kontinuierlich. Doch Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, dass die Zeitfenster für Backup und Recovery immer kleiner werden. Daher sind schnelle Geräte wichtiger denn je. Immer mehr Hardware einzubauen ist schon seit langem nicht mehr zeitgemäß. Die Lösung: Virtual Tape Libraries. Diese "getarnten" Disk-Speicher werden immer beliebter, der Markt wächst schnell. 2011 erwartet wiederum IDC, werden weltweit 1,4 Milliarden Euro für VTLs ausgegeben [2]. VTLs emulieren alle für die Backup-Umgebung benötigten Hardwareanforderungen. So ermöglichen sie die gleiche Funktion wie echte Bandroboter, vermeiden aber deren physikalische Grenzen. Dadurch spart man Hardware, Budget und Zeit. Festplatten sind immer schneller als Bandspeichersysteme und dank intelligenter Verwaltungssoftware können auf einem Gerät gleichzeitig mehrere Speichervorgänge durchgeführt werden. Die alte Bandbibliothek kann man freilich dennoch weiter nutzen - beispielsweise als letzte Backup-Instanz, auf die dann von der VTL geschrieben wird. Schließlich ist aus Sicherheitsgründen auch heute noch das Speichern auf Band manchmal empfehlenswert. Eine VTL als Cache beschleunigt auch hier die Prozesse. Quellen: [1] Lyman, Peter; Varian, Hal R.: How much Information? 2003;
http://www2.sims.berkeley.edu/research/projects/how-much-info-2003/ [2] IDC; http://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS20414806 (Sun: ra) |
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