Rubrik: Produkte/Hintergrund

Staub im PC: Gefahren reichen vom Systemabstürzen bis zum Hitzetod des Rechners

Staub führt auch zu Atemwegsbeschwerden und Konzentrationsschwäche

(13.03.07) - Regelmäßiger Haus- und Büroputz gehört für alle Menschen zum Alltag. Die Fenster werden gereinigt, der Teppich gesaugt, die Regale entstaubt, Bad und Küche auf Hochglanz poliert. Doch PC und Notebook werden meist vernachlässigt. Die PC-Feuerwehr rät, in regelmäßigen Abständen auch das Gehäuse von Computern zu reinigen. Setzt sich zu viel Staub im Inneren des Gerätes ab, kann es gefährlich werden.

Die PC-Feuerwehr musste im vergangenen Jahr circa 253 Mal zu Privathaushalten und Büros ausrücken, weil PCs und Notebooks durch Staub verunreinigt waren und deshalb nicht mehr richtig funktionierten. Deutschlands ältester PC-Vor-Ort-Service rät deshalb, das Innere von Computer und Co. in regelmäßigen Abständen vom Staub zu befreien. "Die Folgen von Staub in Rechnern können dramatisch sein", erklärt Michael Kittlitz, Geschäftsführer der PC-Feuerwehr. "Sie reichen von gelegentlichen Systemabstürzen bis zum Hitzetod des Rechners. Richtig gefährlich ist es, wenn das Gehäuse so heiß wird, dass es anfängt zu brennen. Zudem kann der Staub auch störende Lüftergeräusche auslösen." Besonders anfällig für Staubverschmutzung sind Bürorechner, da sie im Dauerbetrieb laufen.

Bei empfindlichen Personen kann sich der Staub, der sich im Desktop- oder Notebook-Gehäuse angesammelt hat, auch auf die Gesundheit auswirken. Grund: Auf dem Staub setzen sich schädliche Bakterien und Mikroorganismen ab, die durch das Lüftungssystem an die unmittelbare Umgebung abgegeben werden. Besonders Allergiker oder Menschen mit Atemwegserkrankungen sind betroffen. Allergologen vermuten, dass die erhöhte Luftverschmutzung in Gebäuden, unter anderem ausgelöst durch PCs in direktem Zusammenhang mit dem alarmierenden Anstieg von Asthma, Allergien und chronischen Erkrankungen wie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit steht.

Die Probleme entstehen, weil die Lüfter des Rechners zusammen mit der Kühlluft viel Staub ins Innere eines Rechners saugen. Durch Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius "backt" der Staub regelrecht mit den PC-Komponenten zusammen. Er verklebt Lüftungsöffnungen am Gehäuse und lagert sich auf Prozessorkühlrippen, Lüfterrotoren, Platinen und elektrischen Bauteilen ab. Wird der Staub nicht regelmäßig entfernt, gelangt durch die verstaubten Kühlungsöffnungen immer weniger Kühlluft in den Rechner. Die Prozessorkühlung wird stark vermindert. Außerdem reduzieren Ablagerungen die Lüfterleistung oder sie führen zum Totalausfall des Lüfters. Die Laufruhe des Lüfters wird beeinträchtigt, was mit einer zunehmenden Lautstärke einhergeht. Staub auf Platinen, Netzteilen und stromführenden Teilen führt zu elektromagnetischen Fehlströmen bis hin zu Kurzschlüssen.

"Wir haben in Desktop-Gehäusen Temperaturen von 60 bis 70 Grad Celsius gemessen. Die meisten handelsüblichen Festplatten sind beispielsweise nur für eine Betriebstemperatur bis maximal 55 Grad Celsius ausgelegt. Schäden an der Festplatte wären so vorprogrammiert", warnt Michael Kittlitz vor den Gefahren des Staubs in PCs.

Die PC-Feuerwehr gibt Tipps, wie man den Staub im PC und im Notebook regelmäßig selbst entfernen kann:

1.       Der Computer sollte mindestens einmal im Jahr entstaubt werden. Zunächst wird er vom Stromnetz getrennt und aufgeschraubt. Am besten man verwendet eine Flasche mit Druckluft bzw. Druckluftspray, um den Staub aus dem Gerät zu pusten – nur im Freien oder gut gelüfteten Räumen. Ebenso können die Komponenten vorsichtig mit einem feinen Aufsatz des Staubsaugers abgesaugt werden. Dabei insbesondere die Lüfter bei der CPU, der Grafikkarte und beim Netzteil sorgfältig reinigen. Auf keinen Fall sollte die Hardware mit einem Lappen oder gar Wasser gereinigt werden.

2.       Empfehlenswert ist der Einbau eines auswechselbaren Luftfilters, nicht nur um die Kühlung des Rechners sicher zu stellen, sondern auch um die Belastung der Raumluft mit schädlichem Staub zu verhindern. Die meisten PC-Gehäuse lassen sich schnell und problemlos mit einem Luftfilter aufrüsten.

"Spätestens wenn das Gehäuse des Rechners heiß und der Lüfter laute Geräusche macht, sollte zum PC-Staubsauger gegriffen werden. Denn dann funktioniert die Kühlung des Gerätes nicht mehr einwandfrei - ein Alarmzeichen für zu viel Staub im PC-Gehäuse", so PC-Experte Michael Kittlitz. (PC-Feuerwehr: ra)

 

 
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