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Erkennung und Vermeidung von gefälschter Software auf Auktionsseiten Microsoft glaubt, Privatanwender vor betrügerischen Online-Angeboten schützen zu können (13.12.07) - Unseriösen Online-Händlern, die gefälschte Microsoft-Produkte über Online-Auktionsseiten auf den Markt bringen, soll das Leben schwer gemacht werden. So hat Microsoft nun in den USA insgesamt 52 Klagen erhoben und 22 Fälle an die jeweiligen Strafverfolgungs-behörden in 22 Ländern weitergeleitet. Zusätzlich hat Microsoft gemeinsam mit eBay USA ein neues, englischsprachiges Handbuch für Privatnutzer herausgeben, das bei der Erkennung und Vermeidung von gefälschter Software auf Auktionsseiten hilft.
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In 15 der 52 Justizfälle ist das größte bislang entdeckte kommerzielle Fälschungssyndikat beteiligt. Dieses wurde Anfang des Jahres von chinesischen Behörden und dem FBI in Zusammenarbeit mit Microsoft ausgehoben. Bei der Identifikation der Fälscher haben auch Microsoft-Kunden geholfen, indem sie entsprechende Berichte über die Technologie Windows Genuine Advantage an Microsoft gesendet haben. In Deutschland werden insgesamt 22 Fälle anhängig gemacht. In 12 Fällen geht es um den Vertrieb von Fälschungen, in weiteren zehn Fällen wird in Deutschland wegen Produktmanipulationen vorgegangen. Da die Sicherheitsmerkmale von Software kontinuierlich verbessert werden und Komplettfälschungen aufwendig sind, splitten mittlerweile viele unseriöse Anbieter Softwarepakete auf und verkaufen die Bestandteile einzeln als "angebliche" Lizenzen. Diese Piraterieform wird Produktmanipulation genannt. Obwohl gefälschte Software häufig gefährliche Viren oder Tools enthält, die den Datenschutz des Nutzers aushebeln, sieht sie dem originalen Produkt so ähnlich, dass es für den Verbraucher nicht immer einfach ist, den Unterschied zu erkennen. "Über Auktionsseiten im Internet können Fälscher ohne Grenzen agieren, um arglose Konsumenten weltweit zu täuschen", sagt Dorothee Jasper, Rechtsanwältin bei Microsoft. "Dadurch werden täglich unzählige Verbraucher gefährdet. Im Rahmen unserer fortgesetzten Bemühungen zur Bekämpfung von Software-Piraterie unternehmen wir rechtliche Schritte, um Kunden weltweit vor den Risiken durch gefälschte Produkte zu schützen. Zudem ermutigen wir Anwender, legitime Online- und Offline-Vertriebskanäle zu nutzen, wenn sie Original-Software erwerben wollen." Dass Raubkopien häufig Spyware, Malware und andere schädliche Software enthalten können, soll eine von Microsoft bei IDC in Auftrag gegebene Studie beweisen: Oft funktioniere laut Studie die Software nicht ordentlich und gefährde Privatnutzer sowie Unternehmen durch potentielle Sicherheitslücken, Datenverlust und unnötige Wiederherstellungskosten. Die gleiche Studie ermittelte, dass 65 Prozent der Unternehmen, die nicht rechtmäßige Lizenzen bei sich entdeckten, von einem Virusangriff betroffen waren. Eine weitere, interne Microsoft-Untersuchung stellte fest, dass sich 34 Prozent der gefälschten Windows XP-Kopien nicht auf einem Computer installieren ließen, 43 Prozent enthielten zusätzliche Programme oder manipulierten Code. Online-Shopper suchen häufig nach dem günstigsten Angebot. Doch allzu oft erhalten Kunden, die originale, hochqualitative Software zu einem Schnäppchenpreis erwarten, in Wirklichkeit gefälschte Programme mit Spyware und Malware. Bei Zweifeln an der Echtheit ihrer Microsoft-Produkte können sich Verbraucher direkt an den Microsoft Produkt-Identifikations-Service (PID) wenden und bedenkliche Produkte inklusive einer eidesstattlichen Erklärung sowie der Rechnungskopie an Microsoft senden. In der Regel werden die eingesandten Produkte innerhalb von 24 Stunden auf ihre Echtheit überprüft. Zusätzlich prüft Microsoft regelmäßig Softwareangebote auf Auktionsseiten und mahnt jedes Jahr die Entfernung tausender wegen Fälschungen und Manipulationen verdächtiger Auktionen an. (Microsoft: ra) |
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