Rubrik: Produkte/Hintergrund

Zerstörte RAID-Daten: Datenverlust bei externen Plattenspeichern nimmt zu

40 Prozent der Geräte ist sinnloserweise als RAID 0 konfiguriert

(24.06.08) - CBL Datenrettung registriert einen anhaltenden Anstieg von Datenverlustfällen, die auf den Sturz externer Festplatten zurückzuführen sind. Der Trend zu Desktop- und Netzwerkspeicher-geräten mit mehreren Festplatten verschärft die Problematik für die Betroffenen, da sich nun auch Privatanwender mit zerstörten RAID-Daten an CBL wenden. Eine Rettung der Daten eines RAID (Redundant Array of Independent Disks) ist in den meisten Fällen möglich. Da aber gerade Privatanwender aus Kostengründen häufig auf eine RAID-Datenrettung verzichten müssen, gibt CBL Tipps, wie man Datenverlust und unsinnige RAID-Konfigurationen vermeiden kann.

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"Wir bekommen mittlerweile praktisch täglich mobile Festplatten und Festplattenverbünde geschickt, die nach einem Sturz nicht mehr funktionieren", sagt Conrad Heinicke, Projektmanager bei CBL Datenrettung. "Vor allem private Anwender fallen häufig aus allen Wolken, wenn sie erfahren, dass das, was sie für eine einfache Festplatte hielten, ein RAID-Verbund ist, teilweise unsinnig konfiguriert und wesentlich aufwändiger wieder herzustellen."

RAIDs (Redundant Array of Independent Disks, ursprünglichen Redundant Array of Inexpensive Disks) sind üblicherweise Festplattenverbünde in Servern, die die Ausfallsicherheit erhöhen sollen. Seit in den schlanken, lüfterlosen Speichergeräten, die per USB-, Firewire oder Ethernet ange-schlossen werden, immer häufiger zwei oder mehr Festplatten stecken, werden auch diese als RAID verwaltet. Privatanwender und kleine Unternehmen nutzen diese Geräte häufig zur Daten-sicherung, sind sich aber nach den Erfahrungen der Datenretter nicht über das Innenleben im Klaren.

"Die Organisation von Festplatten als RAID 1 - also gespiegelte Daten - oder als echtes RAID 5 gibt ein Plus an Datensicherheit, doch ca. 40 Prozent der Geräte ist sinnloserweise als RAID 0 konfiguriert", erläutert Conrad Heinicke. "RAID 0 dient nur dem schnelleren Datendurchsatz und bietet keine Redundanz. Das heißt, wenn eine von zwei Platten ausfällt sind die Daten komplett weg und müssen von uns mit speziellen Verfahren rekonstruiert werden. Die Diagnose ist bei uns immer kostenlos und der Kunde zahlt nur bei erfolgreicher Rettung seiner Daten, aber eine RAID-Datenrettung ist aufwändig und hier liegen die Kosten auf jeden Fall im vierstelligen Bereich."

Ob USB-Festplatte oder im Netzwerk angeschlossener Speicher, zwei Gefährdungen sind allen externen Desktoplaufwerken gemein: Bei Dauerbetrieb kommt es leicht zu Überhitzungen und Festplatten sind auch in robusten Gehäusen stark stoßanfällig. Um eine Beschädigung zu vermeiden gibt CBL folgende Tipps für den Einsatz mobiler Festplatten:

·         Festplatten nicht bewegen, während Daten geschrieben oder gelesen werden.

·         Festplatten sturzsicher auf gerader Fläche abstellen, gegebenenfalls fixieren.

·         Kabel sichern.

·         Überhitzung vermeiden und Geräte ausschalten, wenn sie nicht benutzt werden.

·         Möglichst hochwertige Produkte mit Erschütterungsschutzsystemen verwenden.

·         Zusätzliches Backup auf Bändern oder optischen Medien anlegen.

·         Festplatten stoßfest verpackt transportieren.

·         RAID 0 nur verwenden, wenn in kurzer Zeit besonders große Datenmengen gelesen werden sollen; dient nicht der Datensicherheit.

·         Bei zwei Platten RAID 1 verwenden, ab vier Platten RAID 5.

·         Bei einer defekten Platte in einem RAID keine Daten mehr schreiben, die defekte Platte umgehend austauschen und ihren Inhalt auf einer neuen wiederherstellen lassen.

(CBL Datenrettung: ma)

 

 
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