Rubrik: Produkte/Hintergrund

Läutet der WLAN-802.11n-Standard das Ende des Ethernets ein?

Im Vergleich zu kabelgebundenen Netzwerken bietet 802.11n die gleiche Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit

(10.09.08) - Erst vor rund einem Jahr waren die ersten für den Unternehmenseinsatz konzipierten WLAN-Lösungen verfügbar, die den Standard IEEE 802.11n unterstützen. Heute, nach nur einem Jahr, ist absehbar, dass 11n zu den neuen Technologien zählt, die schnell ihre Akzeptanz im professionellen Umfeld finden. Unternehmen wollen durch den Einsatz dieses Übertragungs-standards ein besseres, weil schnelleres WLAN für ihre Mitarbeiter bereitstellen und sich so Wettbewerbsvorteile sichern.

Anzeige

Dieser Trend hin zu 802.11n wird von den maßgeblichen Marktanalysten bestätigt. Von der Burton Group (1) über Dell’Oro (2) bis hin zu Gartner (3) ist man sich einig, dass die Installationsbasis von Geräten mit 802.11n-Technik so rasch wächst, dass sie den Markt für drahtlose Netzwerklösungen innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre dominieren wird. Bis 2013, so die Analysten, werde 802.11n den Ethernet-Standard als dominante Verbindungsmethode bei Netzwerken abgelöst haben.

In ihrer aktuellsten Analyse "Wi-Fi in the Education Vertical" (4) hat ABI Research festgestellt, dass 802.11n bereits in großem Umfang in den wichtigsten Universitäten in den USA zum Einsatz kommt. In Europa hat der Einsatz von Access Points mit 11n-Technologie vor allem an den Universitäten der Länder begonnen, wo die Hochschulen um Studenten und Fördergelder konkurrieren - wie die bereits erfolgten mehr als 1000 Installationen bestätigen.

Bildungseinrichtungen haben 802.11n vor allem deshalb schon fest in ihrer IT-Infrastruktur etabliert, weil sie mit immer neuen Spitzenwerten an Bandbreitenbedarf konfrontiert sind. Mit jedem Semester erscheinen zahlreiche neue Studenten, von denen viele Laptops besitzen, die 802.11n unterstützen. Für Universitäten ist es eine essenzielle Aufgabe, den Bedarf dieser Studierenden - und auch den Bedarf des Universitätspersonals - abzudecken. Mit einer fünfmal größeren Bandbreite als der Vorgängerstandard 802.11g ist 802.11n vor allem bei bandbreitenintensiven Aufgaben wie dem Video-Streaming oder Präsentationen die geeignete Lösung, welche von den Bildungsstätten zusehends angenommen werden. Da vor der endgültigen Verabschiedung des Standards zudem lediglich Modifikationen der Software zu erwarten sind, ist 802.11n heute schon die passende Wahl für alle Unternehmen und Institutionen, die Wert auf die bestmögliche IT-Infrastruktur legen.

"Unternehmen hinken bei der Akzeptanz von 802.11n nur deshalb etwas hinterher, weil die Geschwindigkeit des Hardwareaustauschs von Laptops geringer ist als bei den Studenten", kommentiert Roger Hockaday, Director of Marketing EMEA von Aruba Networks. "Viele Unter-nehmen nutzen das WLAN, teilweise schon seit Jahren. Diese Unternehmen werden bald die Vorteile von 802.11n erkennen - spätestens beim Bezug neuer Gebäude oder beim regelmäßig stattfindenden Austausch der IT-Hardware. Im Vergleich zu kabelgebundenen Netzwerken bietet 802.11n die gleiche Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, ist dabei sicherer und kostengünstiger. Noch wichtiger ist aber die Tatsache, dass die drahtlose Verbindungstechnologie im Vergleich zum kabelgebundenen Netzwerk die Effizienz der Mitarbeiter deutlich steigert und es erlaubt, deutlich mehr unterschiedliche Endgeräte wie etwa das iPhone im Netz zu nutzen, die schlichtweg keine kabelgebundene Anschlussmöglichkeit bieten."

(1) http://www.burtongroup.com/Research/PublicDocument.aspx?cid=1173

(2) http://www.delloro.com/services_wirelesslan.htm

(3) http://www.gartner.com/DisplayDocument?id=690407&ref=g_sitelink

(4) http://www.abiresearch.com/products/market_research/ED

(Aruba: ra)

 

 
Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken