Rubrik: Produkte/Hochverfügbarkeit

F5 Networks: Oracle wird bei neuer HA-Architektur unterstützt

Mission Critical-Anwendungen: Mehrwert durch Services rund um das
Traffic-Management

(11.12.02) – F5 Networks (NASDAQ: FFIV) und Oracle arbeiten gemeinsam an der hoch verfügbaren MAA (Maximum Availability Architecture) für Oracle-basierte Applikationen. Die 3-Tier-Architektur setzt auf Oracle9i-Produkten mit "Data Guard"-Technologie auf. Die F5-Lösung "BIG-IP" übernimmt zwischen Oracle 9i-Applikations-Server (AS) und Client wichtige Traffic-Management-Funktionen wie Cookie-Persistenz, SSL-Beschleunigung und System- und Inhaltsprüfung für Mission Critical-Applikationen. Die MAA soll Ausfällen vorbeugen bzw. bei Störungen die Verfügbarkeit von Anwendungen und Datenbank-Informationen mit minimaler Performance-Einbuße sicherstellen.

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Kernstück der MAA sind zwei identisch konfigurierte "Sites". Jede besteht aus redundanten Applikations- oder Mid-Tier-Servern und Switching-Mechanismen. Eine Site enthält die "produktive", die andere eine physische "Standby"-Datenbank. Die Oracle-Technologie "Data Guard Role Management Services" ermöglicht den Rollentausch nach vordefinierten Switchover-Operationen oder automatisch im Fall eines Failover. Dann übernimmt die Standby-Site mit minimaler MTTR (Mean Time to Recovery) die Funktion der Produktiv-Seite; Performance-Einbußen sind laut F5 Networks praktisch nicht vorhanden.

Die BIG-IP-Produkte von F5 Networks fügen der hochverfügbaren MAA-Architektur Mehrwert durch verschiedene Services rund um das Traffic-Management hinzu. BIG-IP ist eine Komplettlösung in einem Gerät mit zahlreichen Funktionen für IP-Load Balancing, Traffic Management, Content Switching sowie SSL-Beschleunigung. BIG-IP "versteht" alle gängigen Netzprotokolle und liest auf Applikationsebene spezifische Informationen zum Netzwerk-Traffic aus der Anwendung aus. Die Lösung trifft auf dieser Grundlage Entscheidungen für die effiziente Informationsverteilung über das gesamte Netzwerk.

Dazu gehört die Cookie-Persistenz: Bei einer Client-Anfrage an einen 9iAS stellt BIG-IP fest, dass kein Cookie vorhanden ist und leitet den Request an den passenden Server weiter. Dort wird ein 9iAS-Cookie erstellt mit den entsprechenden Failover-lnformationen für den Fall eines Server-Fehlers. Das 9iAS-Cookie wird per HTTP-Antwort zum Client zurückgeschickt. Mit der Persistenz-Funktion generiert BIG-IP ein zweites Cookie und fügt es in die HTTP-Antwort ein. Darin sind Daten zum Server enthalten, wohin der Client-Request geroutet werden soll. Beim nächsten Request liest BIG-IP das eigene Cookie aus und leitet die Anfrage zum vorgesehenen Server weiter. Das 9iAS-Cookie bleibt während des Vorgangs intakt und wird nicht genutzt. Fällt der "Standard"-Server aus, ermöglicht das Cookie der Client-Anfrage ein Failover zu einer beliebigen Server-Instanz.

Für 9iAS-Traffic mit hohem Verschlüsselungsgrad bietet die SSL-Beschleunigung von BIG-IP einige Erleichterung. BIG-IP übernimmt, als physisch eigenständige Appliance dem Server vorgeschaltet, die Authentisierungs- (Authentifizierungs-) und En-/Decryption-Vorgänge bei den Client-Anfragen. Für die Kommunikation zwischen Appliance und Server muss nur ein SSL-Zertifikat erworben werden. Die Appliance kommuniziert als zentraler SSL-Prozessor mit allen Servern im Cluster. Durch den Einsatz von BIG-IP erhöht sich die Performance bei SSL-Verbindungen gegenüber herkömmlichen Client-Server-Direktverbindungen um ein Vielfaches. Als erste SSL-Appliance überhaupt ist BIG-IP nach dem US-amerikanischen IPS- (Federal Information Processing) -Standard 140-1 Level 3 zertifiziert und entspricht damit hohen Sicherheitsanforderungen, wie sie für Regierungsbehörden, Finanz- und Gesundheitsdienstleistern vorgeschrieben sind.

Um die fehlerfreie Beantwortung der Client-Anfragen zu gewährleisten, bringt BIG-IP eine Reihe von Anwendungs- und Content-Prüffunktionen für Mission Critical-Anwendungen mit. Mit der Extended Content Verification (ECV) und die Extended Application Verification (EAV) lassen sich User-Requests im Voraus simulieren. Dieser Health-Check gibt Aufschluss über die Verfügbarkeit von Applikationen und Inhalten.

Weitere Details zur MAA-Architektur: http://otn.oracle.com/deploy/availability und http://www.f5.com/solutions/applications/appservers/oracle_sb.html. (ma)

F5 Networks

Tel. (089) 94383-222, Fax (089) 94383-111

E-Mail: m.frohn@f5.com

Web: www.f5.com/germany

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