Rubrik: Produkte/Kryptographie

Tape-Backup System mit integrierter Verschlüsselung als "One-Box-Lösung"

Verschlüsselung von Magnetbändern gewinnt in rechtlichen Diskussionen an Bedeutung

(20.06.05) - DISUK stellt "SafeTape" vor, ein Tape-Backup System mit integrierter Verschlüsselung, als "One-Box-Lösung". Zielgruppen sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Daten sichern wollen. Dort werden Daten oft nur sporadisch gesichert und im Gegensatz zu größeren Unternehmen kaum geschützt.

SafeTape ist eine Kombination aus DISUKs "Paranoia2", einem Verschlüsselungsgerät und einem Tapelaufwerk. Durch die Plug & Play-Installation eignet es sich für kleinere und mittlere Unter-nehmen mit geringem IT-Support oder akutem Bedarf an Datenschutz. Sollte ein mit SafeTape verschlüsseltes Band abhanden kommen, wären die Daten ohne den "Key" der autorisierten Person, unlesbar.

Das Thema "Verschlüsselung von Magnetbändern" gewinnt in rechtlichen Diskussionen zunehmend an Bedeutung. Das Datenschutzgesetz von 1998 in England sieht z.B. bereits folgendes vor: "Eigene und die Daten Dritter müssen mit geeigneten Maßnahmen gegen Verlust, Diebstahl oder Manipulation, geschützt sein." Konkret kann dies bedeuten: Ein Unternehmen, dem ein unver-schlüsseltes Band abhanden käme, würde sich strafbar machen.

Als Vorsichtsmaßnahme wurde die Verschlüsselung von Magnetbändern nun von "Iron Mountain", einem Dienstleister für Datenschutz, empfohlen. Im April 2005, sagte der Vorstand Richard Reese in einer Rede: "Das einzig effektive Mittel, Daten vor dem Zugriff Dritter zu schützen, ist der Einsatz von Verschlüsselung."

Nach Angaben der "Enterprise Strategy Group" werden nur von sieben Prozent aller Unternehmen die Daten auf den Backup-Bändern verschlüsseln. Das Marktforschungsunternehmen untersuchte fast 400 Unternehmen und fand heraus, dass mehr als 60 Prozent keine Backup-Daten verschlüsseln und nur 7 Prozent alle Backup-Daten verschlüsseln. Dabei schnitten Unternehmen aus dem Finanzsektor am schlechtesten ab: zwei Drittel der Finanzunternehmen verschlüsseln die Backup-Daten nicht. Selbst große Unternehmen schneiden nicht gut ab: mehr als die Hälfte der Unternehmen mit mehr als 1 Milliarde Umsatz haben noch die die Backup-Daten verschlüsselt.

Die "Bank of America" bestätigte sogar den Verlust einer kleineren Anzahl von Magnetbändern während des Transportes zum Backup-Zentrum. Die Bänder enthielten Kreditkarteninformationen von Regierungsmitgliedern, Kundendaten und Kontoinformationen. Original Pressemitteilung unter: http://www.bankofamerica.com/newsroom/press/press.cfm?PressID=press.20050225.04.htm.

Magnetbänder, die Daten von "Time Warner" einschließlich persönlicher Informationen von Angestellten enthielten, waren bispielsweise bei einem Unternehmen für Datensicherung beim Transport abhanden gekommen. Original Pressemitteilung unter: http://www.timewarner.com/corp/newsroom/employee_data_tapes/press_release.html. (DISUK: ma)

 
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