Rubrik: Produkte/Online-Banking

Schutz vor Trojanern: Neues chipTAN-Verfahren soll Homebanking sicher machen

Kartenlesegeräte für chipTAN-Verfahren vorgestellt - Keine doppelte Tastatureingabe mehr durch Flickercode

(26.06.08) - Sicherheit beim Homebanking ist mehr denn je gefragt: Hacker-Angriffe auf die persönlichen Kontodaten beim Onlinebanking sind anspruchsvoller geworden und nehmen verstärkt zu. Banken und Sparkassen sind zum Handeln aufgerufen, ihre Kunden vor Phishing und Trojanern zu schützen. Die so genannten Trojanischen Pferde infizieren den PC im Hintergrund und manipulieren Online-Banktransaktionen, ohne dass der Kunde etwas dagegen tun kann.

Für die notwendige Sicherheit am heimischen PC will Reiner SCT sorgen: Der Spezialist bei Chipkartenlesegeräten bietet jetzt zwei neue Geräteversionen für das chipTAN-Verfahren. Reiner SCT hat kürzlich die Pilotphase in Kooperation mit dem Sparkassen-Rechenzentrum Finanz IT abgeschlossen. Die ersten Sparkassen führen das System nun bei ihren Kunden ein. Gemeinsam mit der Sparkassen Informatik entwickelte das Unternehmen darüber hinaus eine zweite Geräte-version, die mit Flickercode arbeitet. Dank der optischen Schnittstelle des Kartenlesers lassen sich Tastatureingaben direkt vom PC-Bildschirm auf das Gerät übertragen.

Mobilität beim Homebanking

Die Kartenlesegeräte für das chipTAN-Verfahren sind für Privatkunden der Banken und Sparkassen konzipiert, die reines Homebanking betreiben und ihre Bankgeschäfte mobil nutzen. Online-Banktransaktionen lassen sich mit den Geräten von Reiner SCT sicher abwickeln: sowohl von zu Hause als auch von unterwegs, im Büro oder im Internet Café. Die Transaktionssicherheit wird beim chipTAN-Verfahren komplett über das Institutsnetz der Banken und ihrer Rechenzentren gewähr-leistet.

Hierbei werden keine Infrastrukturen außerhalb des Einflussbereichs der Banken, wie beispiels-weise Mobilfunknetze, benötigt. Ohne Installation am PC können die kompakten Kartenleser sofort eingesetzt werden. Wie die erste Resonanz aus den Testläufern mit verschiedenen Sparkassen in Deutschland zeigt, stößt das neue chipTAN-Verfahren auf eine große Akzeptanz im Markt. Die einfache Bedienung der Chipkartenlesegeräte schätzen die Kunden als durchweg positiv ein. "Wir gehen davon aus, dass sich die Chipkartentechnologie mit chipTAN in Kürze flächendeckend verbreiten wird", glaubt Carsten Sommer, Geschäftsführer von Reiner SCT.

Keine doppelte Eingabe dank Flickercode

Das neuartige chipTAN-Verfahren ersetzt die bisherige Papier-TAN-Liste durch ein Gerät, mit dem die Online-Banking-TAN durch die Maestro-Karte elektronisch erzeugt wird. Der Anwender gibt seine Bankdaten wie Empfängerkonto und Überweisungsbetrag über eine kleine Tastatur ein. Die Daten fließen automatisch in die TAN-Erzeugung mit ein. Um die doppelte Eingabe zu vermeiden, bietet Reiner SCT als zweite Variante ein Kartenlesegerät mit optischer Schnittstelle an, mit dem die Tastatureingaben direkt vom PC-Bildschirm auf das Gerät übertragen werden können. Der Kunde muss lediglich die F-Taste drücken und den Kartenleser wenige Sekunden vor die blinkenden Felder am Bildschirm, den so genannten Flickercode, halten.

Das Gerät zeigt anschließend die Transaktionsdaten auf dem Display an, die der Anwender mit "OK" freigibt. Durch die Übernahme der Daten auf das externe Gerät können die Rechenzentren der Banken etwaige Manipulationen durch Hacker anhand der TAN sofort erkennen und die Verar-beitung stoppen. Die Transaktion wird sicher vollzogen, sobald der Anwender die Kontoeingaben final überprüft und freigegeben hat. Durch diese Lösung lassen sich Kontonummern oder Über-weisungsbeträge nicht von außen manipulieren. (Reiner SCT: ra)

 

 
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