Rubrik: Produkte/Security-Entwicklung

Fraunhofer-Institut: Kurzbeschreibung Funktions-Controller-ASIC

Hauptvorteil des Funktions-Controller-ASIC ist die geringe Rechenzeit der
DES-Krypto-Baugruppe

(02.10.02) – Ziel am Fraunhofer-Institut war die Entwicklung eines Microcontrollers, der mit Kryptologiefunktionen und Basisbandkomponenten als Zentrale eines Datenfunksender oder -empfängers dienen kann. Auf Grund der ASIC-Implementierung rechenaufwendiger Algorithmen war die Verwendung einer einfachen 8-Bit-CPU und damit Kostenreduktion möglich.

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Die Peripherie wurde an gängige RF-Transceiver und Verfahren zur Funkdatenverarbeitung angepasst. RS232-, I²C- und Eindrahtschnittstelle sowie frei verwendbare Ports rundeten das Portfolie dieses Controllers ab.

Mit RESET, Watchdog, Komparator und Takt-PLL sind in der Gesamtheit eine große Zahl an Applikationen realisierbar. Hauptvorteil des Funktions-Controller-ASIC ist die geringe Rechenzeit der DES-Krypto-Baugruppe, die sich bei sicherheitskritischen Anwendungen mit notwendiger Verschlüsselung und maximalen Reaktionszeiten gegenüber Controllern mit hoher Leistungsfähigkeit und damit hohen Kosten bemerkbar macht.

Das 48-Pin-Gehäuse des Microcontroller hat die Außenabmaße 7x7mm. Der Schaltkreis arbeitet bei einer Betriebsspannung von typisch 3,3V und im Temperaturbereich –40 bis +85°C. (ma)

Nachstehendes Blockschaltbild zeigt die Komponenten des Micro-Controllers:

 

 

 


 

Überblick Funktionsbaugruppen:

 

Baugruppe

Beschreibung

Kryptologie-Baugruppe

Umsetzung Triple-DES, per Registereinstellung schaltbar

RF-Coder

RF Physical Layer Tx: Senden Manchester-Code oder 11chip-Barkerfolge

RF Link Layer Tx: FEC-Coding, CRC, Interleaving

RF-DeCoder

RF Physical Layer Rx: Empfang Manchester-Code oder 11chip-Barkerfolge

RF Link Layer Tx: DeInterleaving, CRC, FEC-DeCoding

System Reset

Power On Reset (POR)-Funktion, Überwachung von Betriebsspannungsschwankungen, Auslösen eines RESET bei Unterschreitung der minimalen Versorgungsspannung für einen definierten Zeitraum

Operating Modes

abgestufte power DownModis, frei programmierbar

Spannungsüberwachung

mittels integrierten Komparator, externe Referenz

Oszillator, System Clock Generator

Anschluss 32,768kHz-Uhrenquarz für niedrigen Energieverbrauch, programmierbare interne Taktfrequenz für CPU und Peripherie durch PLL, verschiedene Teilereinstellungen

Programmspeicher

als interner RAM ausgelegt, ein Bootloader sorgt nach POR für das Laden des Programms aus dem externen Programmspeicher (EEPROM) über die I2C-Schnittstelle

Datenspeicher

als interner RAM ausgelegt

Digitale I/O-Ports

16 frei programmierbare I/O-Ports, jeder interruptfähig

Schnittstellen

konfigurierbare UART-Schnittstelle bzw. W-Bus-Controller-Funktionsgruppe

konfigurierbare I2C-Schnittstelle, nur Master-Funktion

Timer

1 Systemtimer mit 10ms Auflösung

1 frei konfigurierbare 16-Bit-Timer

1 Uhrentimer mit 1s Auflösung

1 Watch Dog Timer mit frei programmierbarer Watch Dog Time und wahlweise POR oder ISR-Auslösung

Interrupts

verschiedene maskierbare Interrupts, programmierbare Prioritäten, globales Interruptfreigabeflag

 

Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme Duisburg - Dresden

Tel. (0351) 8823-238, Fax (0351) 8823-266

E-Mail: Ines.Schedwill@imsdd.fhg.de

Web: www.ims.fhg.de

 

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