Rubrik: Produkte/Server

Einsatz von Niedrig-Energie-IT: Neue Server reduzieren Stromverbauch

Ein plattenspeicherloser Ansatz erhöht auch die Zuverlässigkeit eines Blades

(17.04.07) - IBM hat Erweiterungen für die energieeffiziente Produktlinie der "BladeCenter"- und "System x-Server" vorgestellt, die helfen sollen, den Energieverbrauch bei Kunden weiter zu vermindern. Die neuen Systeme enthalten aktuelle Niedrigspannungs-Mikroprozessortechnologien von AMD und Intel und in einer erstmaligen Implementierung Flash-Speicher für Blade-Server-Computing mit IBM BladeCenter.

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Mikroprozessoren können einen substantiellen Anteil am Stromverbrauch eines Servers haben. Die neuen IBM Systeme basieren auf Low-Voltage-Industriestandardprozessoren, die jedoch eine vergleichbare Anwendungsleistung bieten können wie Modelle mit höherem Wattverbrauch.

Für jedes Kilowatt verbrauchter Elektrizität wird im Durchschnitt bei Energieerzeugung durch Verbrennungsvorgänge ungefähr ein halbes Kilogramm CO² in die Umgebung abgegeben. Mit beispielsweise den neuen Niedrigspannungs-Quardcore-Blades, die von IBM vorgestellt wurden, können Unternehmen bis zu 60 Watt an Energie pro 2-Socket-Bladeserver sparen. Damit kann umgerechnet bei einer Unternehmens-IT mit 1000 Blade-Servern der Ausstoß von annähernd 10.000 kg CO² pro Jahr vermieden werden.

Um die Energieeffizienz weiter zu erhöhen, enthalten BladeCenter und System x-Server weitere Innovationen wie kalibrierte Vektor-Kühlung, die den Lufteinzug, die Lüfterplazierung und Zonen-kühltechniken steuert, um den Luftfluss innerhalb des Blade- oder Rack-Servers für eine optimierte Kühleffizienz zu maximieren. Ein anderes Beispiel ist die Anwendung "PowerExecutive", die Kunden helfen kann, den Stromverbrauch quer über Systeme hinweg zu erfassen, zu steuern und zu beschränken.

Die IBM-Systeme nützen auch besonders energieeffiziente Netzteile. Diese erreichen bei den BladeCenter-Blade-Servern bis zu 90 Prozent Effizienz und damit im Vergleich nur sehr geringe Verluste. Und in Ergänzung zur direkten Energieersparnis ermöglichen Niedrigspannungs-Prozessoren auch, die Lüftergeschwindigkeit für die Systemkühlung zu reduzieren, was wiederum den Stromverbrauch und den Lärmpegel der Lüfter reduziert.

Innovation bei energie-effizientem Speicher für Blade-Server

In dem Maß, wie Multicore-Prozessoren zum Mainstream werden, steigen auch die Haupt- und "Platten"-Speicherkapazität an, die benötigt werden, um entsprechende Anwendungen schnell laufen zu lassen. Anwender können dabei wählen, mehr Speicherkapazität lokal unterzubringen oder den lokalen Speicher komplett aus den Blade-Servern zu entfernen - also eine Diskless Blade-Strategie zu fahren. Dabei wird der Speicher dann extern konsolidiert.

Ein plattenspeicherloser Ansatz erhöht auch die Zuverlässigkeit eines Blades, da das einzige sich mechanisch bewegende Teil - die Platte - entfernt wird. Dabei erhöht sich auch die Managebarkeit, indem Veränderungen in der Kapazitätsanforderung über eine Reihe von Blades leichter aufgefangen werden können. Auch werden die Kosten für lokale Laufwerke pro Blade und für deren Stromauf-nahme eliminiert.

Da alle Komponenten einer Flashspeicherkarte nicht mechanisch bewegt werden, liegt der Energieverbrauch beispielsweise des IBM 4GB Modular Flash Drive um bis zu 95 Prozent unter dem eines traditionellen Festplattenlaufwerks, das sich dreht. Dies bedeutet auch eine Reduktion der Hitze in einem BladeCenter um bis zu 50 Prozent durch die Speicherkomponenten alleine, und damit entsprechen erzielbaren geringeren Energiekosten. Auch die durchschnittliche Such- und Zugriffszeit eines Flashdrives ist mit nur 0.1 Millisekunden bedeutend kürzer als einer Festplatte mit im Schnitt 15 Millisekunden. (IBM: ra)

 

 
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