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Detecon und FH Frankfurt entwickeln Notruf-Lösung für VoIP Notruf auch über Internet lokalisierbar (06.07.06) - Gemeinsam mit der Fachhochschule Frankfurt am Main hat die Management-Beratung Detecon International einen neuen Lösungsansatz für den Notruf über Voice-over-IP (VoIP) ent-wickelt. Damit lassen sich auch Teilnehmer lokalisieren, die von wechselnden Orten aus über IP-Netze telefonieren. Das System identifiziert beim Notruf "112den aktuellen Standort des Anrufers und leitet den Hilferuf zur nächstgelegenen Rettungseinsatzstelle weiter. Bisher ist eine auto-matische Standortidentifikation der Nutzer von Sprachdiensten in IP-Netzen noch nicht gegeben.
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"Im Gegensatz zu einem Notruf über den analogen Telefonanschluss lässt sich bei einem Anruf über Internet kein eindeutiger Festnetzanschluss und damit auch keine geografisch zuständige Notrufabfragestelle zuordnen, beschreibt Detecon-Berater Dr. Steffen Oehler die derzeitige Situation. Verschärft wird das Problem durch Szenarien mit mehreren beteiligten VoIP-Diensteanbietern und Zugangsnetzbetreibern. So variieren die Notrufsysteme weltweit sehr stark, sollen in den Netzen der nächsten Generation aber möglichst den gleichen Standard aufweisen. Prognosen zufolge sollen alleine in Deutschland ab 2010 mehrere Millionen Teilnehmer mittels VoIP telefonieren. Oehler: "Wir müssen daher möglichst rasch Ansätze und Standards entwickeln, die auch dann den Standort eines Verletzten ermitteln, wenn dieser sich nicht mehr artikulieren kann." Standortidentifikation durch aktuelle Internet-Adresse In Kooperation mit der FH Frankfurt hat Detecon nun ein Notrufmodell entwickelt, welches den korrekten Standort auf der Basis des Session Initiation Protocol (SIP) ermöglicht. "Dieses Protokoll sorgt bei VoIP für den Verbindungsaufbau zwischen den Telefonen. Ein SIP-Telefon muss sich dabei immer zunächst am heimischen SIP-Server anmelden, um die derzeitige Internetadresse mitzuteilen. Aufgrund dieser Signale zwischen Endgerät und SIP-Server sollen die physischen Netzwerkadressen im Zugangsnetz ausgelesen und dem Nutzer zugeordnet werden. Daraus lässt sich wiederum eindeutig auf den genutzten DSL-Eingangsport schließen“, erläutert Professor Dr. Ulrich Trick von der FH Frankfurt. "Das Modell ermittelt den Standort auch dann korrekt, wenn der abgesetzte Notruf im IP-Netz nacheinander Einwahlknoten mehrerer Provider und sowohl Ethernet- als auch ATM-Netze durchlaufen muss.“ Für komplexere Netzszenarien müssen sich Technikanbieter und Behörden allerdings noch auf Schnittstellenstandards für die dann erforderliche Kommunikation zwischen verschiedenen Providern einigen. (Detecon: ra) |
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