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Lizenz zum Schließen: Patent auf RFID-Plombe angemeldet Kontrolle des Be- und Entladens von Lkws, Flugzeugen oder Containern geht schneller (02.11.06) - Waren können künftig schneller den Empfänger erreichen, denn: Siemens Business Services (SBS) hat eine RFID-Plombe erfunden, mit der die Kontrolle des Be- und Entladens von Lkw, Flugzeugen oder Containern schneller geht. Zudem lässt sich jederzeit feststellen, wer die Ladung mit der Plombe verschlossen hat und wo, wann und ob sie wieder von einer befugten oder unbefugten Person geöffnet wurde. SBS hat zwei entsprechende Patente auf die Entwicklung eingereicht.
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Logistik-Unternehmen verschließen beladene Behälter gegen unbefugtes Öffnen oder Diebstahl heute meistens mit einer Einweg-Plombe aus Kunststoff. Die Nummer der Plombe vermerken die Unternehmen manuell in den Frachtpapieren und kontrollieren sie zusätzlich jeweils bei der Ein- und Ausfahrt aus den Logistikzentren und vor der Entladung der Transportbehälter. Häufig treten Fehler beim Übertrag der Nummern in die Papiere auf und das Kontrollieren kostet Zeit und bindet Personal. Kommt die Ladung mit geöffneter Plombe beim Empfänger an, lässt sich nicht feststellen, wann oder wer den Behälter geöffnet hatte eine Zuordnung möglicher Schäden ist schwer. Abhilfe soll ein neues Patent schaffen: die RFID-Plombe mit Zustandsinformation. Ab Hersteller soll der Verschluss eine Identifikations-Nummer und einen RFID-Chip besitzen. Ein komplettes Szenario könnte beim Kunden künftig etwa so aussehen: Am beladenen und verschlossenen Behälter wird eine RFID-Plombe angebracht und per Mini-PC mit RFID-Schnittstelle (Be- und Entladeterminal) von einem Mitarbeiter der Spedition auf "autorisiert verschlossen" gesetzt. Auf der Plombe wird gleichzeitig hinterlegt, wer sie wann und wo verschlossen hat. Die Daten fließen in ein zentrales IT-System, in dem die Daten aller RFID-Verschlüsse gespeichert sind. Bei der Ausfahrt aus dem Depot funkt die Plombe an einen dort installierten stationären RFID-Leser ihre Identität, den Status und die Uhrzeit. Umgekehrt liest ein RFID-Leser bei der Einfahrt in ein Depot automatisch den Status der Plombe. Nur wenn die Plombe bei der anschließenden Entladung autorisiert mit dem Entladeterminal geöffnet wird, wird der Status auf "autorisiert geöffnet" gesetzt. Ergänzt man die Plombe noch durch eine GPS-Ortungsbox, lässt sich zudem feststellen, ob, wann und wo die Plombe unterwegs widerrechtlich geöffnet wurde. (SBS: ma) |
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