Rubrik: Produkte/Speichersysteme

IBM: Neue Speichertechnologien für den Schutz und die Archivierung sehr großer Datenmengen

IBM-Bandspeichertechnologie mit bis zu 2,7 Exabyte Kapazität

(12.05.11) - IBM hat neue Bandspeicher sowie erweiterte Archivierungs- und Deduplizierungs-angebote angekündigt. Diese sollen Kunden dabei helfen, ihre Daten effizienter zu speichern und aus den großen Datenmengen zuverlässig Erkenntnisse zu gewinnen. Die Informationen, die mittlerweile aus einer sehr hohen Anzahl an Sensoren, mobilen Geräten, sozialen Netzwerken, Cloud Computing und dem Internet generiert werden, wachsen dramatisch.

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Laut IDC steigt zur gleichen Zeit die Nachfrage nach höherer Speicherkapazität im Zeitraum 2009 bis 2014 weltweit um jährlich durchschnittlich 49,8 Prozent. Dies zeigt, dass Kunden neue Technologien und Wege benötigen, um einen Nutzen aus dem wachsenden Datenvolumen, der Verschiedenartigkeit und der Geschwindigkeit von Information gewinnen zu können.

Daher investiert IBM weiter in die Fortentwicklung der Bandspeichertechnologie. Diese stellt einen effizienten Weg dar, um große Mengen an Daten zu speichern.

IBM stellt in diesem Zusammenhang sieben signifikante Verbesserungen seines Bandspeicher-portfolios und anderer Speicherarchivierungsprodukte vor.

Die Ankündigungen beinhalten unter anderem ein Bandverwaltungssystem, das mehr als 2.7 Exa-byte an automatisiertem und günstigem Speicher bietet. Darauf könnte fast dreimal die Menge der mobilen Daten gespeichert werden, die 2010 in den USA erzeugt worden sind. Ein Exabyte entspricht 10hoch18 Bytes, das sind eine Trillion Bytes oder eine Milliarde mal eine Milliarde Bytes - eine schier unvorstellbare Datenmenge, die gut einem Stapel an je einen Zentimeter dicken Büchern entsprechen würde, der zehn Millionen Kilometer hoch wäre.

Die "IBM System Storage TS3500"-Bandspeicherbibliothek basiert auf einer neuentwickelten Shuttle-Technologie - einer mechanische Einrichtung, die bis zu 15 Bandspeicherbibliotheken zu einer einzigen Hochkapazitätsbibliothek verbindet. Dadurch wird eine hochverfügbare Verwaltung zu geringen Kosten erzielt. Sie ist damit ideal für die weltweit größten Datenarchive.

1952 brachte IBM das erste Magnetband zur Datenspeicherung auf den Markt und ist somit Pionier in diesem Bereich. In der 100-jährigen Geschichte der IBM, die derzeit in den "100 Icons of Progress" dargestellt wird, ist dies ein wichtiger Meilenstein. Die Tapes wurden seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und heute kündigt IBM das IBM System Storage TS1140 Bandlaufwerk an, das 2 Millionen mal mehr Daten speichern kann als das erste Bandlaufwerk der IBM.

Gerade in Branchen wie dem Gesundheitswesen oder bei Medienunternehmen bietet Magnetband-speicherung neue Möglichkeiten, um kostengünstig und energieeffizient die dort vorhandenen großen Archive und vielfältigen Informationen zu sichern. Die Menge an digitalen Archiven, die auf Tape gespeichert werden, wächst laut der Enterprise Strategy Group zwischen 2010 und 2015 um das sechsfache.

IBM hat auch ein Filesystem für IBM-Libraries angekündigt. Mit der von IBM entwickelten "IBM Linear Tape File System Library Edition" (LTFS LE) wird ein einfacher und kosteneffizienter Zugang für die Verwaltung der Bandbibliotheken, umfangreichen Archivdaten und digitalen Assets ermöglicht. LTFS-Kunden können die auf der 5. Generation des LTO-Tapeformats, eines offenen Bandspeicherformats, gesicherten Daten jetzt effizienter indizieren, sichern, abrufen und verteilen. Mit dieser Technik können beispielsweise Daten auf einem 50PB-Bandarchiv wie ein USB-Stick angesteuert werden.

Tape nimmt eine wichtige Position bei den IT-Schlüsseltrends ein. Mit einem Technologie-Mix von Band und Platte können Kunden Speicherklassen nutzen, damit Daten auf Basis von Prioritäten in unterschiedlichen Hierarchien gespeichert werden können. Die Kombination von Band- und Plattenspeicher nutzen zum Beispiel die Lösungen "Information Archive" und das "IBM Scale-out Network Attached Storage" (Sonas). Dort gibt es die Möglichkeit, festzulegen, welche Daten automatisch auf Band- oder auf Plattenspeicher migriert werden sollen. Das kann die Total Cost of Ownership nach einer internen IBM-Studie um bis zu 40 Prozent langfristig reduzieren.

IBM kündigt ebenfalls Erweiterungen zu Sonas (Scale-Out NAS) an. Die von IBM entwickelte Technologie kann auf mehr als 14 Petabyte geclusterten Speicher hochskalieren und bietet nun einen doppelt so hohen Durchsatz wie sein Vorgänger sowie schnellere Antwortzeiten.

Die neue Lösung kann außerdem Antivirus-Applikationen unterstützen, um mehr Schutz vor Viren und Malware-Gefahren zu bieten. Dabei werden die archivierten Daten gescannt und betroffene Dateien isoliert oder gelöscht. Zusätzlich wird Sonas ab jetzt das offene Standardprotokoll NDMP unterstützen. Über ISV-Anwendungen, die NDMP unterstützen, können Kunden große Mengen an Daten in Sonas sichern und diese gleichzeitig schützen. Sonas kann dabei als NDMP-Client aber auch als NDMP-Server eingesetzt werden, um etwa bestehende Clients zu sichern.

Außerdem verbessert IBM das "IBM Information Archive for eMail, Files and eDiscovery", eine vorinstallierte, vorkonfigurierte Archivlösung. Aufgrund vorintegrierter Hardware, Software und Services kann die Technologie die Installations- und Implementierungskosten eines Speicherarchivs um bis zu 70 Prozent im Vergleich zum Aufbau einer Lösung aus Einzelkomponenten reduzieren und ist nach IBM-Erfahrung innerhalb weniger Tage einsetzbar.

Abschließend kündigt IBM weiterentwickelte Virtualisierungsangebote für Mainframe- und offene Speicherumgebungen an, die Kunden einen verbesserten Zugang und Schutz ihrer Daten in einem virtualisierten Rechenzentrum bieten.

Diese beinhalten:

·         ein zusätzliches Many-to-many-Replikations-Feature zur "IBM System Storage TS7650 Protectier Deduplication Solution". Dieses ermöglicht Unternehmen mit mehreren Rechenzentren, die gespeicherten Daten automatisch zwischen den einzelnen Orten zu replizieren. Dadurch können multiple Kopien von wichtigen Daten gespeichert und bei Bedarf schnell wieder hergestellt werden. Durch das Bereinigen der duplizierten Daten vor der Replizierung kann ProtecTier die Kosten der benötigten Bandbreite, die für das Senden der Daten gebraucht wird, um bis zu 95 Prozent oder sogar mehr reduzieren. Auch die Speicherkapazität, die für das Archivieren und Schützen der Daten erforderlich ist, kann dadurch gesenkt werden.

·         Erweiterungen der "TS7700 Virtual Tape Library"-Familie. Diese können die Anzahl der virtuellen Bandkassetten im System auf bis zu 2 Millionen erhöhen und nutzen Power7-Technologie, um die Leistung signifikant zu verbessern.

Eine weitere Neuerung ist im Bereich der Benutzerführung zu finden: IBM hat für ihre Disk-und Virtualisierungsprodukte eine einheitliche Benutzeroberfläche geschaffen, die sich an die GUI (Grafische Benutzeroberfläche) des XIV-Plattensystems anlehnt. Mit dieser Anpassung, zu der auch ein Online-Performance-Monitoring gehört, ist ein Nutzer in der Lage, fast ohne Lernaufwand diese Plattformen nach dem Prinzip "Know one - know all" zu administrieren. (IBM: ra)

 

 

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