Die kritische Schwachstelle (Log4Shell) in der weit verbreiteten Java-Bibliothek Log4j führt nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu einer extrem kritischen Bedrohungslage. Das BSI hat daher seine bestehende Cyber-Sicherheitswarnung auf die Warnstufe Rot hochgestuft. Ursächlich für diese Einschätzung sind die sehr weite Verbreitung des betroffenen Produkts und die damit verbundenen Auswirkungen auf unzählige weitere Produkte. Die Schwachstelle ist zudem trivial ausnutzbar, ein Proof-of-Concept ist öffentlich verfügbar. Eine erfolgreiche Ausnutzung der Schwachstelle ermöglicht eine vollständige Übernahme des betroffenen Systems. Dem BSI sind welt- und deutschlandweite Massen-Scans sowie versuchte Kompromittierungen bekannt. Auch erste erfolgreiche Kompromittierungen werden öffentlich gemeldet.

Log4Shell: Schwachstelle ist für Cyberkriminelle äußerst attraktiv, da sie leicht auszunutzen ist
Obwohl die Apache Foundation kurz nach der Entdeckung von Log4Shell einen Patch veröffentlicht hat, stellt diese Schwachstelle weiterhin eine große Bedrohung für Verbraucher und Unternehmen dar. So blockierten Kaspersky-Produkte in den ersten drei Januarwochen 30.562 Angriffsversuche. Die Schwachstelle ist für Cyberkriminelle äußerst attraktiv, da sie leicht auszunutzen ist und es ihnen ermöglicht, die vollständige Kontrolle über das System des Opfers zu erlangen.

Log4Shell: Ausschuss diskutiert über Sicherheitslücke
Auch der Digitalausschuss des Bundestages hat sich mit der Bedrohungslage durch die Schwachstelle namens "Log4Shell" in der weit verbreiteten Java-Protokollierungsbibliothek "Log4j" befasst. Eine Java-Bibliothek ist ein Software-Modul, das zur Umsetzung bestimmter Funktionalitäten in weiteren Produkten verwendet wird. Es ist möglich, dass durch Ausnutzen der Sicherheitslücke etwa die Kontrolle über den entsprechenden Rechner oder Geräte im Netzwerk übernommen werden kann.

Log4Shell: Die weite Verbreitung von Software und die vielfältigen Einsatzzwecke sorgen dafür, dass in jeder Firma irgendwo immer ein Fenster oder eine Tür für den Dieb offensteht
Log4Shell – War der Vorfall einzigartig? Die Antwort auf die Frage, ob Log4Shell einmalig war, ist "Nein". Sicherlich waren die Auswirkungen der Log4Shell-Schwachstelle ungewöhnlich. Aber RCE-Schwachstellen sind keine Seltenheit. Das zeigte auch der Angriff im Frühjahr 2021, der unter dem Namen "Hafnium" bekannten Gruppe auf Microsoft Exchange. Auch Software-Bausteine, wie die aktuell betroffene Bibliothek, die in vielen Applikationen parallel eingesetzt werden und damit eine breite Angriffsfläche bieten, gehören zum IT-Alltag.

Log4j erfordert einen langen Atem der Cyberabwehr
Log4j ist und bleibt auch fast drei Monate nach ihrer Bekanntgabe eine gefährliche Schwachstelle. Und selbst wenn noch keine Angriffe laufen, sollten IT-Sicherheitsverantwortliche damit rechnen, dass die Cyberkriminellen Zugang zu IT-Systemen gefunden haben. Für eine effektive Abwehr bevorstehender Attacken wird es in den kommenden Monaten daher nötig sein, sowohl unmittelbar Schwachstellen zu lokalisieren und zu schließen als auch die eigene IT und den Netzverkehr zu beobachten.

IT-Fachleute sind wegen der Log4j-Sicherheitslücke alarmiert
Dr. Sebastian Schmerl, Director Security Services EMEA bei Arctic Wolf, ordnet die Log4j-Sicherheitslücke ein. Er ist unter anderem stellvertretender Vorstandssprecher der Fachgruppe SIDAR der Deutschen Gesellschaft für Informatik. Diese berät zum Thema "Detection and Control of Information Security Incidents". Außerdem ist er ständiges Mitglied in der "EU/ENISA - Working Group on Security Operation Centres (SOCs)" zur Angleichung der Cyber-Protection für die EU-Region.

Warnstufe Rot: Schwachstelle Log4Shell führt zu extrem kritischer Bedrohungslage
Das ganze Ausmaß der Bedrohungslage ist nach Einschätzung des BSI aktuell nicht abschließend feststellbar. Zwar gibt es für die betroffene Java-Bibliothek Log4j ein Sicherheits-Update, allerdings müssen alle Produkte, die Log4j verwenden, ebenfalls angepasst werden.

Bitdefender entdeckt laufende Attacken auf die Log4j-Schwachstelle
Die Experten der Bitdefender Labs beobachten zahlreiche aktuelle Angriffe, die die Log4j-Schwachstelle ausnutzen. Bestätigen lassen sich erfolgreiche Angriffe zum Einbetten von Kryptominern sowie versuchte Ransomware-Attacken. Die wichtigsten Ergebnisse einer ersten Bestandaufnahme von Bitdefender im Überblick:

IT-Security-Experten äußern sich zur Log4j-Sicherheitslücke
Log4j ist ein Java-basiertes Logging-Audit-Framework innerhalb von Apache. Apache log4j <=2.14.1 JNDI-Funktionen, die in der Konfiguration, den Protokollnachrichten und den Parametern verwendet werden, bieten keinen Schutz gegen von Angreifern kontrollierte LDAP- und andere JNDI-bezogene Endpunkte.

Java-Schwachstelle Log4Shell – Was passiert ist und was zu tun ist
Nach den letzten Zero-Day-Schwachstellen wir Hafnium, Kaseya oder Solarwinds müssen sich Unternehmen erneut und vor allem schnell mit einer hochkarätigen Server-Schwachstelle namens Log4Shell auseinandersetzen. Die Schwachstelle ist mittlerweile offiziell als CVE-2021-44228 bekannt. Über die Zero-Day-Lücke in einer Java-Codebibliothek namens Log4j können Angreifer System Code ihrer Wahl auszuführen.

Schwachstelle Log4Shell: Jedes moderne Computersystem besteht aus Tausenden von Komponenten
Log4Shell, eine kritische Zero-Day-Sicherheitslücke der weitverbreiteten Java-Logging-Bibliothek Log4j, beschäftigt aktuell die IT-Sicherheitswelt. Das BSI hat die höchste Warnstufe ausgerufen. IT-Sicherheitsexperten versuchen mit Hochdruck, ihre Systeme mithilfe der inzwischen bekannten Informationen und erster Updates abzusichern.

Log4Shell – Kennen Sie Ihre Software-Lieferkette?
Die kritische Bedrohung durch die Log4Shell-Schwachstelle erfordert natürlich eine sofortige Reaktion. Doch im zweiten Schritt müssen sich Unternehmen generell Fragen zu Prozessen rund um Software-Lieferketten und dokumentierte (?) Abhängigkeiten stellen.

Besonders kritische Schwachstelle in der Apache-Log4j-Bibliothek
Eine neue, besonders kritische Schwachstelle in der Apache-Log4j-Bibliothek wurde entdeckt. Bei Log4Shell – auch bekannt als LogJam und unter der Kennzeichnung CVE-2021-44228 – handelt es sich um eine sogenannte Remote-Code-Execution (RCE)-Class-Schwachstelle. Bei dieser können Angreifer beliebigen Code ausführen und möglicherweise die volle Kontrolle über ein System erlangen, wenn diese auf einem anfälligen Server ausgenutzt wird.

Sicherheitslücke Log4j: BSI rät zu Alarmbereitschaft - Cobra-Anwendungen von Java-Lücke nicht betroffen
Branchenexperten sprechen bereits von der größten und kritischsten IT-Schwachstelle des letzten Jahrzehnts – und diese Formulierung wird nicht leichtfertig gewählt. Zahllose Softwarelösungen scheinen von der letzte Woche bekannt gewordenen Sicherheitslücke Log4j betroffen und noch immer lässt sich das ganze Ausmaß nicht final einschätzen.

Viele Anbieter sind noch dabei festzustellen, ob ihre Software Log4j verwendet, während Unternehmen ungeduldig darauf warten, zu erfahren, ob sie Notfall-Patches anwenden sollen
Die Log4j-Schwachstelle wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen. Mandiant hält Unternehmen über alle Entwicklungen und Erkenntnisse sowie relevante Maßnahmen zur Schadensbegrenzung auf dem Laufenden. In einem neuen Blogbeitrag beschreibt Mandiant, wie sich diese Schwachstelle auf Unternehmen auswirkt, gibt Hintergrundinformationen dazu, wie Angreifer die Schwachstelle in freier Wildbahn ausnutzen und bietet Empfehlungen zur Schadensbegrenzung.

Aktuelle Erkenntnisse zur Apache-Log4Shell-Schwachstelle
Sophos verzeichnet eine rasche Zunahme von Angriffen, die die Sicherheitslücke ausnutzen oder versuchen, diese auszunutzen. Bisher wurden Hunderttausende von Versuchen erkannt. Cryptomining-Botnetze gehören momentan zu den häufigsten Angriffsformen. Dabei konzentrieren sich die Botnetze auf Linux-Serverplattformen, die der Schwachstelle besonders ausgesetzt sind.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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