Rubrik: Virenwarnung/Aktuelle Meldungen

Kaspersky Labs: Erneut gibt sich Malware als E-Mail von Microsoft aus

Neue Versionen von "Dumaru" konnten in wenigen Tagen eine
globale Epidemie hervorrufen

(30.01.04) - Kaspersky Labs warnt gleich vor drei neuen Modifikationen des E-Mail-Wurms "Dumaru" mit den Erweiterungen J, K und L. Eine ausgeklügelte Versandtechnologie und eine hohe Verbrei-tungsgeschwindigkeit haben bereits zahlreiche Infizierungen rund um die Welt hervorgerufen, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass eine größere Epidemie ihren Anfang genommen hat.

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Die erste Version von Dumaru ist im September 2003 entdeckt worden, und bis jetzt ist der Wurm ständig in der Liste der verbreitetsten Malware vertreten. Das ursprüngliche Muster ist in Russland entwickelt worden, während die letzten Varianten höchstwahrscheinlich aus Deutschland stammen.

Die neuen Versionen von Dumaru enthalten lediglich unbedeutende technologische Besonderheiten. Doch die Verbreitungsweise in mehreren Etappen verdient eine besondere Beachtung. Dadurch konnte der Wurm in nur wenigen Tagen eine globale Epidemie hervorrufen. Die erste Verbreitung von Dumaru geschah über den Massenversand mit Spam-Technologien von E-Mails, die angeblich von Microsoft stammen und in denen Updates für den Schutz vor Viren angeboten wurden.

In Wirklichkeit enthalten diese E-Mails den Trojaner "UrlSpoof". Bei einer Aktivierung des Links in der E-Mail wird eine Web-Seite geöffnet, die genauso aufgebaut ist wie diejenige von Microsoft. Außerdem benutzt UrlSpoof eine Lücke im Sicherheitssystem von Internet Explorer und gibt als Internet-Adresse www.microsoft.com an. Doch in Wirklichkeit befindet sich der Anwender auf einer Web-Seite mit einer ganz anderen Adresse. Beim Besuch dieser Web-Seite wird unbemerkt die Wirtsdatei von Dumaru auf dem Rechner installiert, welche ihrerseits dann mit dem Versand ihrer E-Mails beginnt.

"Diese Epidemie zeigt zum wiederholten Mal die Tendenz zur Kombination von Viren- und Spam-Technologien", meint Eugene Kaspersky, Leiter der Anti-Viren-Forschung von Kaspersky Labs. "Die Viren greifen immer aktiver auf Spam-Methoden zu, um eine schnellere Verbreitungsgeschwindigkeit zu erzielen, und die Spammer auf Viren zum Aufbau von Netzwerken infizierter Rechner für den Spam-Versand." (ma)

Kaspersky Labs

Ansprechpartner: Denis Zenkin

Tel. (007-095) 9485650, Fax (007-095) 9484331

E-Mail: denis.zenkin@kaspersky.com

Ansprechpartner: Andreas Lamm

Spretistraße 7, D 85057 Ingolstadt

Tel. (0700) 55010000, Fax (0700) 55010001

E-Mail: Andreas.Lamm@de.kaspersky.com

Web: www.kaspersky.com

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